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<title>Riesenmaschine - das brandneue Universum</title>
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<lastBuildDate>Thu, 05 Jun 2025 15:41:30 +0200</lastBuildDate>
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<title><![CDATA[20 Jahre Riesenmaschine]]></title>
<description><![CDATA[<p><span class="bild"><img src="http://riesenmaschine.de/bilder/upload/20jahreriesenmaschine.png" width="250" height="354 alt=""></span>Heute vor 20 Jahren, am 5. Juni 2005 um 22:37, erschien der allererste Riesenmaschinebeitrag. Im Archiv sieht man zwar noch einen vor ihm stehen, der wurde aber rückdatiert. Deshalb, und weil wir es versäumt haben, die ganze Riesenmaschine auf Keramiktafeln brennen und <a href="http://riesenmaschine.de/index.html?nr=20130106112600"> in einem Bergwerksstollen einlagern zu lassen</a>, gibt es jetzt als zweitbeste Lösung <a href="http://riesenmaschine.de/20jahreriesenmaschine.pdf">ein PDF</a>. Es mag übermässig eitel oder verzweifelt wirken, 20 Jahre später noch mal über 9000 Seiten Gesamtausgabe hochzuwürgen, aber wir haben Jahre <acronym title="unseres mittleren Alters, ausser Brake">unserer Jugend</acronym> in diese 3349 Beiträge gesteckt. Sie sollen nicht im unzuverlässigen Internet langsam verrotten und dann eines Tages ganz weg sein, so wie alles andere.<br><br>Die Jubiläumsausgabe enthält nicht nur drei neue Vorworte, sondern erstmals auch die bisher unveröffentlichten internen Kommentare der Redaktionsmitglieder zu den Beiträgen. <acronym title="»Vor Freude über diesen Beitrag ist mir gerade ein drittes, viertes und fünftes Hinterbein gewachsen!«">Liebe</acronym> und <acronym title="»Ihr seid alle sehr scheisse und geht mir unfassbar auf den Sack.«">Hass</acronym>! Beschimpfungen der <acronym title="»Riesenmaschine Intern ist eine sehr billige Sitcom.«">Schreibenden</acronym>, der <acronym title="»Ich bin jetzt wieder hier, auch wenn mich unsere Leser gerade nerven, solche Häme, nur weil ich mal was Falsches schreibe, also bitte. Wir müssen dringend mehr Sekundärtugenden vermitteln.«">Lesenden</acronym> und der <acronym title="»Schöner Bericht, aber es fehlt so ein bisschen das Huhn unter dem Gefieder.«">Beiträge</acronym>! Grundsatzdebatten über den Sinn der Riesenmaschine und über lateinische Grammatik! 291 bisher unveröffentlichte Werke von Wolfgang Herrndorf!<br><br>Rund 1500 im Blog seit Jahren nicht mehr sichtbare Bilder wurden für diese Ausgabe restauriert. Weitere 1688 Bilder mit zweifelhaften oder fehlenden Bildrechten sind durch Platzhalter mit Bildbeschreibungen ersetzt. Dadurch ist die PDF-Riesenmaschine sogar etwas barrierefreier als das Original.<br><br>Zwar enthält das PDF statt 20 Jahren Riesenmaschine nur 15, denn der letzte Beitrag ist 2020 erschienen. Andererseits wird ein Ankündigungsbeitrag zu dieser Jubiläumsausgabe geschrieben werden müssen, so dass sogar eine Fortsetzung »30 Jahre Riesenmaschine« denkbar erscheint, die dann einen Beitrag mehr enthält. Nämlich diesen.</p>]]></description>
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<dc:creator>Kathrin Passig</dc:creator >
<pubDate>Thu, 05 Jun 2025 13:12:03 +0200</pubDate>
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<title><![CDATA[Ein arger Tag in der SPAR-Regionalzentrale St. Pölten]]></title>
<description><![CDATA[<p><span class="bild" style="width:px"><img src="http://riesenmaschine.de/bilder/upload/jausentrio2.jpg " width="" height="" alt=""><br><span class="bildunterschrift"> Foto: Maik Novotny</span></span><br><br clear="all">Durch die zigarettenrauchvergilbte Türverglasung linste Pilnacek in den Besprechungsraum "Wachau". Alles schien nach Plan zu verlaufen. Aufgeregt kritzelten der Untereder Markus, die Meierhofer Bärbel und der Lechner Joschi auf Flipcharts, legten Finger an Wangen, gestikulierten erregt umher. Pilnacek gratulierte sich selbst für die Idee, die drei frisch von der Uni in den Betrieb gepurzelten Nachwuchskräfte mit ihrem Akademikergetue mit der Idee eines "Think-Tanks" geködert zu haben. Er freute sich schon darauf, sie abschmieren zu sehen bei der Präsentation der neuen Produktphilosophie im Bereich "Knack- und Snackwurst" vor Regionalleiterin Ragoschnig-Semler, die aus ihrer Abneigung gegen alles Intellektuelle nie einen Hehl gemacht hatte.<br><br>Mit kaum getarntem Feixen sass Pilnacek in der ersten Reihe, als die Präsentation in der SparSkyLounge anstand. Und in der Tat schien alles nach Plan zu laufen. Natürlich hatten sich die drei hochnäsigen Absolventen vor lauter Selbstbewusstsein zwar auf eine 3-in-1-Idee, aber nicht auf deren Namen einigen können und traten getrennt gegeneinander an. Anfänger!<br><br>Mit Untereder, dessen Philosophiestudium sein Kindheitstrauma des katholischen Internats Melk nie ganz ausräumen konnte, und der den Namen "Knackwurst-Golgatha" vorschlug, wurde kurzer Prozess gemacht. Die Meierhofer (Kunstgeschichte in Wien und Florenz, Promotion über Hermann Nitsch) konnte zunächst Sympathiepunkte bei Ragoschnig-Semler ernten, doch ihr "Blut-Fleisch-Rauch-Triptychon" wurde von der Grafikabteilung abgeschossen ("geht sich in 30-Punkt-Schrift nicht aus"). Pilnacek rutschte erwartungsvoll auf dem Stuhl nach vorne. Gleich würde er in gespielter Spontanität aufspringen und seinen vorbereiteten Claim "G'SCHMACKIG &ndash; G'MIATLICH &ndash; GUAT" in den Raum krähen. Der vakante Posten als Abteilungsleiter "Niedrigpreisiges Linearhartfleisch" war ihm quasi sicher.<br><br>Doch als der schüchtern-verdruckste Lechner Joschi (18 Semester Literatur, Uni Graz) seinen Vorschlag vor sich hin murmelte, klatschte die Ragoschnig-Semler entzückt in die Hände. Sie habe in ihrem Literaturkreis kürzlich die freudianischen Aspekte in Stanislaw Przybyszewskis Romantrilogie "Homo Sapiens" erörtert, fühle sich hier "vollständig abgeholt" und würde die Details umgehend mit dem schwarzlockigen Lechner Joschi in ihrem Büro besprechen wollen. Literaturkreis? Die Ragoschnig-Semler? Pilnacek hatte nicht geahnt, wie arg die Corona-Pause einen Menschen verändert konnte. Bedröppelt schlich er zurück in sein Büro und stornierte die Bestellung für den neuen SUV.</p>]]></description>
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<dc:creator>Maik Novotny</dc:creator >
<pubDate>Wed, 22 Jul 2020 16:17:14 +0200</pubDate>
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<title><![CDATA[Was reimt sich auf Bilch-Alternative?]]></title>
<description><![CDATA[<p><span class="bild" style="width:250px"><img src="http://riesenmaschine.de/bilder/upload/hmilch.jpg" width="250" height="389" alt=""><br><span class="bildunterschrift">Dass es Milch ist, erkennt man an der Packungsfarbe hellblau (Foto: Michael Brake)</span></span><br><br clear="all">Wir müssen verstehen lernen, dass wir in Sachen Pflanzendrinks aka vegane Milchalternativen noch immer ziemlich am Anfang stehen. Nach Phase 1 (es gibt Sojamilch, sonst nix) und Phase 2 (neue Einkomponentenalternativen wie Reis-, Mandel-, Hafermilch diversifizieren und erweitern den Markt) folgt nun Phase 3: Verfeinerung durch Kombination. Echte Rezepturen! Unendliche Möglichkeiten!<br><br>Die schlicht <a href="https://harvestmoon.de/products#milk_alternatives">"Milk Alternative" benamte Variante</a> des Hamburger Unternehmens Harvest Moon vereint Kokos, Cashew, Reis, Hefeflocken, Sonnenblumenöl, Wasser und Meersalz in sich. Zielgruppe sind Leute, die sich 2,99 Euro für eine Tüte "Milch" im Ethnolook ihres Bio-Supermarktes leisten können und wollen. In Glas, Kaffee und Müsli getestet kommt die laktosefreie Milk Alternative "echter" Kuhmilch in Viskosität, Opazität und Geschmack tatsächlich verdammt nah, erreicht aber dennoch nicht die mundhaptische Tiefe des Originals, vor allem der leicht sahnige Schmierfilm im Gaumen wurde vermisst.<br><br>Aber wie gesagt: Wir müssen verstehen lernen, dass wir in Sachen Pflanzendrinks noch ziemlich am Anfang stehen. Die Verfeinerung wird weitere Phasen durchlaufen, bis schliesslich die rein pflanzlichen Zutaten in einer Art <acronym title="Kühe böten sich hier an">Wirtskörper</acronym> gegärt und in komplexen biochemischen Prozessen in ein Getränk umgewandelt werden, das von echter Milch nicht mehr zu unterscheiden sein wird!</p>]]></description>
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<dc:creator>Michael Brake</dc:creator >
<pubDate>Sat, 18 Apr 2020 22:39:45 +0200</pubDate>
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<title><![CDATA[Der Staubfänger überm Roggen]]></title>
<description><![CDATA[<p><span class="bild" style="width:465px"><img src="http://riesenmaschine.de/bilder/upload/drohnenmarke.jpg" width="465" height="308" alt=""><br><span class="bildunterschrift">Da, etwas links von der Mitte, das kleine weisse Ding (Foto: Michael Brake)</span></span><br><br clear="all"><br clear="all"><br>Eine Subdisziplin der kulturwissenschaftlichen Technikarchäologie beschäftigt sich damit, wann und wie neue Technologien, neue Gegenstände, neue Wörter oder Verhaltensweisen zum ersten Mal in Kulturerzeugnissen auftreten. Das erste Skateboard in einem Hollywoodfilm, das erste Tinderdate in einem Chanson, die erste e-Zigarette in einem Roman. Solche Dinge. <br><br>Derartige mittelbare Vorkommen sind gewissermassen ein Plateau bei der Etablierung von Neuem. Und so könnte auch diese chinesische Briefmarke aus dem Jahr 2017 dereinst ein wichtiges historisches Dokument werden. Sie ist mutmasslich das erste Postwertzeichen, auf dem eine Flugdrohne zu sehen ist &ndash; gemeint ist das weisse Ding genau zwischen den beiden Mähdreschern mit einem runden Schatten (in echt sieht man es wenig besser, wirklich!). Da die Marke zur wunderbar retrofuturistisch gestalteten 2017er-Serie "Science and Technology Innovation" gehört und laut <span style="text-decoration:line-through;">einer sehr verlässlichen</span> <a href="http://www.irgendwas.de">der einzigen halbwegs annehmbaren Quelle</a> ein "R&D Demo Project on Bohai-rim's Breadbasket" zeigt, passt eine Drohne auch inhaltlich gut.<br><br>Eine Besonderheit ist hier das Zusammentreffen einer neuen (Flugdrohnen) mit einer potentiell aussterbenden Technologie (Briefpost). Vielleicht wird die Marke die einzige ihrer Art bleiben und eines Tages sehr wertvoll sein. Als Blog mit Expertise für Trendentwicklungen und Wertanlagen werden wir sie deshalb gut aufheben, direkt bei unseren Aktien von Sun Microsystems und unserer Transrapid-auf-Lebenszeit-Dauerfahrkarte.</p>]]></description>
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<dc:creator>Michael Brake</dc:creator >
<pubDate>Tue, 16 Jul 2019 15:00:12 +0200</pubDate>
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<title><![CDATA[Mink Shite Baby]]></title>
<description><![CDATA[<p><span class="bild" style="width:465px"><img src="http://riesenmaschine.de/bilder/upload/palmolive.jpg" width="465" height="249" alt=""><br><span class="bildunterschrift">"I prepared it as I bathed" (Foto: Aleks Scholz)</span></span><br><br clear="all">  Manche Trends sind wie Schnecken &ndash; langsam unterwegs und in ihrer Trajektorie nur erkennbar, wenn man sich hinterher genau die Schleimspuren ansieht. Die Verschmelzung von Nahrungsmitteln und Hygieneprodukten ist so ein Trend. Die Ursprünge der Idee liegen verwaschen im vorigen Jahrtausend, eventuell wie so viele popkulturelle Extravaganzen in der amerikanischen Sitcom Seinfeld, wo <a href="https://www.youtube.com/watch?v=15puo-dSEIY">Kramer damit anfängt</a>, Essen in der Dusche zuzubereiten. Im Jahr 2006 berichteten Prof. Friebe und Dipl.-Ing. Lobo in der Riesenmaschine von ersten Hybridschleimsichtungen in freier Wildbahn: Duschgele in Geschmacksrichtung <a href="http://riesenmaschine.de/index.html?nr=20060130045140">Avocadoöl &amp; Mandelmilch</a>, Haarprodukte <a href="http://riesenmaschine.de/index.html?nr=20050912133034">aus Bier</a> und Hautcreme, die wie <a href="http://riesenmaschine.de/index.html?nr=20050905112532">Marshmallows riecht</a>. <br><br>Kaum zwölf Jahre später hat sich die Erde und mit ihr der Trend ein paarmal um die Sonne gewendet. <a href="https://www.palmolive.co.uk/products-range">Palmolives Gourmet-Duschgelserie</a> schmeckt wahlweise nach Coconut Joy, Strawberry Touch, Vanilla Pleasure, Chocolate Passion oder, ganz neu, Mint Shake, und wenn man nicht genau wüsste, dass es Duschgel ist, würde man es für Pudding halten, die Art, die Dr. Oetker Paradiescreme nennt, fluffig, steifgeschlagen, kaltgestellt. Während normales Duschgel sich leichtölartig am Körper verteilt, klebt die Gourmet-Body-Butter von Palmolive an Stellen und wartet darauf, mit der Zunge oder anderen geschickten Körperteilen vermanscht zu werden. <br><br>Wie Experimente zeigen, ist es ohne weiteres möglich, in der Achselhöhle durch Vermischung von Mint und Chocolate den Geschmack von After Eight zu erzeugen, eine Mix-und-Match-Idee, die vielleicht von der <a href="http://www.jellybelly.de/jelly-belly-jelly-bean-recipes-german">Jelly-Beans-Industrie</a> übernommen wurde. Wir melden uns wieder in etwa zehn Jahren mit neuen Entwicklungen in dieser Sache.</p>]]></description>
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<dc:creator>Aleks Scholz</dc:creator >
<pubDate>Thu, 23 Aug 2018 23:56:23 +0200</pubDate>
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<title><![CDATA[O Waldo, Where Art Thou?]]></title>
<description><![CDATA[<p><span class="youtube"><iframe width="255" height="210" src="https://www.youtube.com/embed/-i7HMPpxB-Y" frameborder="0" allow="autoplay; encrypted-media" allowfullscreen></iframe></span>Schach &ndash; schön und gut. Go &ndash; who cares? <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/texas-hold-em-computer-schlaegt-erstmals-menschen-beim-poker-a-1011800.html">Poker</a> &ndash; kommt Leute, da gewinnt jeder mal. <a href="https://www.golem.de/news/for-the-win-googles-ki-besiegt-menschliche-spieler-in-quake-3-arena-1807-135334.html">Quake 3 Arena</a> &ndash; hallllooooo, es ist ein <em>Computer</em>spiel, was habt ihr bitte erwartet? Aber dass die Maschinen jetzt auch noch besser in Where's Waldo sind, das sollte uns wirklich zu denken geben.<br><br>Konkret handelt es sich um den Roboter "There's Waldo" aus dem Innovation Lab der US-amerikanischen  <acronym title="Eine Agentur für, na, Dings halt">Agentur</acronym> <a href="http://redpepper.land/">redpepper</a>: Ein Rasperry-Pi-gesteuerter Roboterarm, ausgestattet mit einer putzigen Hand und einer Kamera, macht Fotos von Waldo-Wimmelbildern, nutzt OpenCV um Gesichter zu extrahieren und anschliessend das noch recht neue <a href="https://www.theverge.com/2018/7/24/17605320/google-machine-learning-ai">Google AutoML Vision</a> um Waldo zu idenfizieren. Bei mehr als 95-prozentiger Übereinstimmung schlägt die putzige Hand zu bzw. deutet auf Waldo. "While only a prototype, the fastest There's Waldo has pointed out a match has been 4.45 seconds which is better than most 5 year olds", schreibt redpepper über seine Schöpfung.<br><br>Nun kann man sich Sorgen machen, dass im Terminator-Zeitalter ein "There's [hier bitte den eigenen Namen einsetzen]"-Roboter unterwegs sein wird, bloss anstelle einer putzigen Hand mit einer putzigen AK47. Man kann das Ganze aber auch positiv sehen: Wie viel Zeit gewinnt die Menschheit bitte, wenn wir nicht mehr selbst nach diesem nervtötenden Waldo suchen müssen? Sollte es jetzt noch Roboter geben, die unsere Sudokus ausfüllen, unsere Zeit-Magazin-Kreuzworträtsel lösen und unsere Pokémon-Go-Box aufräumen, hätten wir endlich genug Freizeit, um die Dinge zu tun, die uns Spass machen.</p>]]></description>
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<dc:creator>Michael Brake</dc:creator >
<pubDate>Mon, 13 Aug 2018 09:48:20 +0200</pubDate>
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<title><![CDATA[Ein schöner Tag an den Vilsa-Quellen]]></title>
<description><![CDATA[<p><span class="bild" style="width:250px"><img src="http://riesenmaschine.de/bilder/upload/vilsa-leichtperlig-250.jpg" width="250" height="273" alt=""><br><span class="bildunterschrift">Foto: Michael Brake</span></span><br><br clear="all">Der Druck war grösser als der eines Geysirs! Nur zwei Wochen, nachdem Merterhens seine Stelle als Junior Water Portfolio Manager bei Vilsa angetreten hatte, sickerte durch, dass die niedersächsische Traditionsmarke beim <a href="https://www.test.de/Natuerliches-Mineralwasser-im-Test-4258945-5337025/">grossen Mineralwasservergleich</a> der Stiftung Warentest mit der Gesamtnote 3,5 <a href="https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/mineralwasser-im-test-nicht-besonders-sauber/10244020.html">erneut</a> auf einem <a href="https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-wirtschaft_artikel,-vilsa-bei-wassertest-nur-vorletzter-_arid,1618731.html">der letzten Plätze</a> landen würde.<br><br>Da musste schnell eine Produktinnovation her, denn wen man im traditionell sturen nordwestdeutschen Markt erstmal als Kunden verliert, den verliert man für immer. Mit Geschmack konnte Merterhens nicht arbeiten, da hätte er unweigerlich in den trüben Gewässern der Abteilung <a href="https://vilsa.de/produkt/h2obst/">H2Obst</a>  gefischt. Auch das Premiumsegment war durch <a href="https://vilsa.de/produkt/gourmet/">die Vilsa-Gourmet-Reihe</a>  bereits besetzt, ein darüber hinausgehendes High-Society-Produkt a la <a href="https://blingh2o.com/shop-the-collection?olsPage=products">Bling H2O</a> hätte sich nicht mit dem Vilsa-Markenkern (sauber &ndash; flüssig &ndash; bräsig) vertragen.<br><br>Zu verrückt durfte Merterhens ohnehin nicht werden: Sein Vorgänger wurde nach der Havarie seines Konzepts für "Mittelstrahlquellwasser" aus der Firma gespült. Also mied er alle Versuche in Richtung Functional Water &ndash; in Deutschland hatte sich ja nicht mal <a href="http://riesenmaschine.de/index.html?nr=20090927172912">Vitaminwater</a>  durchgesetzt &ndash; oder gar mit <a href="http://www.about-drinks.com/starwater-the-black-das-weltweit-erste-schwarze-functional-water/">farbigen Produkten</a>  wie der Teufel das Weihwasser.<br><br>Die Tage vor der Präsentation waren härter als eine Chinesische Wasserfolter. "Denk nach, Merte, denk nach!", feuerte Merterhens sich an. "Du hast nicht umsonst die <a href="https://www.wassersommelier-union.com/ausbildung/">Ausbildung zum Wassersommelier</a> mit Auszeichnung bestanden." Dann hatte er es! Die ewige Trias aus Wasser mit Kohlensäure (classic), ohne Kohlensäure (naturelle) und, für die Generation Unentschlossen, Wasser mit ein wenig Kohlensäure (medium) wurde aufgebrochen und durch das wahnwitzig in lachsorange gehaltene <a href="https://vilsa.de/produkt/mineralwasser/vilsa-leichtperlig/">Vilsa leichtperlig</a> mit nur ganz wenig Kohlensäure ergänzt. <br><br>Es war ein Dammbruch in der Karriere von Merterhens, nun würde er bald nach ganz oben gespült. Denn mit Vilsa starkperlig &ndash; stärker als Medium, schwächer als Classic! &ndash; hatte er seinen nächsten Trumpf ja schon in der Schublade. Es muss nicht mehr viel Wasser die Weser hinabfliessen, dann würde er der jüngste Senior Water Portfolio Manager der über 100-jährigen Vilsa-Firmengeschichte sein.</p>]]></description>
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<dc:creator>Michael Brake</dc:creator >
<pubDate>Fri, 27 Jul 2018 10:47:42 +0200</pubDate>
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<title><![CDATA[Sie sparen 499.975,50 €!]]></title>
<description><![CDATA[<p><span class="bild"><img src="http://riesenmaschine.de/bilder/upload/bildersatz300.png" width="300" height="200" alt=""><br><span class="bildunterschrift">(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)</span></span><br><br clear="all">Bargeld für Bargeld verkaufen &ndash; klingt bescheuert, aber andererseits: Wir leben im Zeitalter von Negativzinsen, Swapgeschäften und Cash-and-Carry-Arbitrage, warum sollte man da nicht auch Geld kaufen können, und zwar zu einem anderen Preis als dem Nennwert? Auch Die PARTEI <a href="https://www.die-partei.de/2015/11/08/wir-verkaufen-geld-100-000-e-zum-preis-von-80-000-e/">hat ja schon Geld verkauft</a>, 100.000 Euro zum Preis von 80.000 Euro, "Garantiert druckfrisch und faltenfreier als der Hals von Angela Merkel!", um auf eine Lücke in der Parteienfinanzierung aufmerksam zu machen.<br><br>Ein noch besseres Angebot ist allerdings der <a href="https://www.amazon.de/Millionen-Euro-Geldbarren-Brikett-Zertifikat/dp/B008PPPVGK/ref=as_li_ss_tl">1/2 Millionen Euro Geldbarren</a> (via  <a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/500-000-euro-fuer-2450-euro-kaufen/">Kraftfuttermischwerk</a>). Darin befinden sich, genau, eine halbe Million Euro &ndash; früher stark beschädigte oder verschmutzte Banknoten, die von der Bundesbank aus dem Verkehr gezogen und geschreddert wurden. Nun leben sie fort als ein Kilo Konfetti, erhältlich für nur 24,50 Euro. Ein Bombengeschäft und ein Partyspass für alle.<br><br>Für alle? Nein &ndash; Anhänger der AfD, die ja mal angetreten war, um den Euro abzuschaffen, werden damit nichts anfangen können. Aber für sie gibt es ja das <a href="https://www.amazon.de/Geldbrikett-Geld-Bloc-100-000-DM/dp/B000QIF2EU/ref=pd_cp_121_1?_encoding=UTF8&amp;amp;psc=1&amp;amp;refRID=T1DKQ5DPKA7HZ37E94J6">Geldbrikett 'Geld en Bloc 100.000 DM'</a> für nur <acronym title="ca. 34 D-Mark">16,90 Euro</acronym>.</p>]]></description>
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<dc:creator>Michael Brake</dc:creator >
<pubDate>Tue, 31 Jan 2017 22:39:06 +0100</pubDate>
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<title><![CDATA[Ein historischer Tag in der mittelständischen Schokoladenfabrik]]></title>
<description><![CDATA[<p><span class="bild" style="width:465px"><img src="http://riesenmaschine.de/bilder/upload/hasenrentier465.jpg" width="465" height="348" alt=""><br><span class="bildunterschrift">Foto: Michael Brake</span></span><br><br clear="all">Der Auftrag schien unmöglich: Als neuer "Produktmanager Bipedal-Schokolade" sollte Büscheling im Geschäftsjahr 2016/17 Produktionskosten-Einsparungen von 35 Prozent erzielen, bei gleichbleibendem Umsatz. Allen war klar, dass Kakao-Kammarth, wie der greise Firmenpatriarch ehrfurchtsvoll genannt wurde, Büscheling mit dieser Position abstrafen wollte für dessen grauenvoll missratenen Launch von "grauer Schokolade" (weiss + 90%-Bitterschokolade gemischt).<br><br>Doch Kakao-Kammarth hatte nicht mit Büschelings Erfindungsreichtum gerechnet. Letztlich war es der dienstagabendliche Squashtermin mit Vonnebrink aus der Gebinde-Abteilung, der den entscheidenden Einfall brachte: Dank billig eingekaufter Produktionsstrecken aus der Ostukraine konnte man Alufolienverpackungen jetzt für einen Bruchteil des früheren Preises bedrucken und beschneiden. Da wurde Büscheling natürlich hellhörig!<br><br>Als Mitarbeiter des Jahres wurde Büscheling, wie es die Kammarth-Tradition gebietet, in den Schokoladenspringbrunnen geworfen. Dank seines Weihnachtshasen "Rudi Rabbit" konnten die ohnehin defizitär arbeitenden Einschmelzwerke in Gifhorn und Salzwedel abgewickelt werden, die Firma machte ein Rekordergebnis. Büscheling grinste. Wie Kakao-Kammarth erst gucken würde, wenn er beim nächsten Jour Fixe den "Ostermann" präsentierte!</p>]]></description>
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<dc:creator>Michael Brake</dc:creator >
<pubDate>Fri, 25 Nov 2016 18:03:40 +0100</pubDate>
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<title><![CDATA[Automatische Literaturkritik Preis 2014]]></title>
<description><![CDATA[<p>Die Riesenmaschine ist für den Automatische Literaturkritik Preis nicht mehr zuständig. Links:<br><br><a href="https://docs.google.com/spreadsheet/ccc?key=0AtWV0EYMXOZbdDVsM0hlZDFDelkwa2FkcnJBc1NPWGc&usp=sharing">Punkteliste 2014</a><br><a href="https://docs.google.com/spreadsheet/ccc?key=0AtWV0EYMXOZbdFgyem0tOFphUFVlNXlrbTBVWF9HU1E&usp=sharing">Bei der Punktevergabe helfen</a><br><a href="https://volltext.net/texte/kathrin-passig-automatische-literaturkritik/">Der Preis ausführlich erklärt</a><br><a href="https://www.indiegogo.com/projects/automatische-literaturkritik-preis/">Crowdfunding des Preisgelds 2014</a></p>]]></description>
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<dc:creator>Kathrin Passig</dc:creator >
<pubDate>Fri, 04 Jul 2014 21:26:12 +0200</pubDate>
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