Riesenmaschine

22.11.2005 | 04:01 | Was fehlt

Seefahrt tut not!


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Dinosaurier scheint es mittlerweile beim Kauf von Film-CGI-Software gratis dazuzugeben, anders sind zumindest die Schlussszenen von "Sky Captain and the World of Tomorrow" mit ihren sinnlosen Saurierherden kaum zu erklären. Überhaupt vermehren sich die gerenderten Tiere im Film wie die Karnickel; der Vorschau zufolge hagelt es im demnächst anlaufenden "Chronicles of Narnia" sprechende CGI-Tiere. Über diesem ganzen Gehupfe wurde bisher ein viel wichtigerer Einsatzbereich der Computeranimation im Film vernachlässigt, nämlich das Segelschiff! Die Seeschlacht! Bisher waren Segelschiffe enthaltende literarische Stoffe und Drehbücher nur dann verfilmbar, wenn darin höchstens ein einziges Schiff eine tragende Rolle spielte und man für den Rest ein paar Tretboote zusammenbinden konnte: In "Master and Commander" war die "HMS Rose" in der Rolle der "HMS Surprise" zu sehen (immerhin bereits mit digitalem Gegenspieler "Acheron"), in "Pirates of the Caribbean" die "Lady Washington" als "Interceptor" und die "Pilgrim" spielte die "Amistad" im gleichnamigen Film. In allen diesen Filmen war es schon das höchste der Gefühle, wenn den Darstellern zwei Eimer Wasser ins Gesicht geschüttet wurden, schliesslich durfte der teure Segelschiffnachbau ja keinen Kratzer kriegen. Aber hiermit sei prophezeit, dass in den nächsten zehn Jahren jemand ein CGI-Paket "Segelschiffe" auf den Markt werfen wird und dann endlich, endlich die herrlichsten Segelschiffangelegenheiten aus Geschichte und Literatur verfilmt werden. Das Ende der spanischen Armada! Die Schlacht von Trafalgar! Alle zwanzigeinhalb Romane von Patrick O'Brian! Und überhaupt alles!

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Gute Idee: Retrotrend im Kriegsschiffbau


Kommentar #1 von Bernie:

Bitte: Das Werk von Gorch Fock heisst "Seefahrt ist not!"

22.11.2005 | 09:54

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