Riesenmaschine

27.01.2006 | 17:28 | Sachen kaufen

Das vorhandenste Taschenmesser der Welt


In Wirklichkeit etwas grösser
Ein Taschenmesser besitzen und ein Taschenmesser dann haben, wenn man eines braucht, ist bekanntlich nicht dasselbe. Aber das uralte Menschheitsproblem der – manchmal jahrtausendelangen – Abwesenheit von Taschenmessern kann durch den Erwerb des Black Bear One Hand Action ein für allemal aus der Welt geschafft werden. Zwar lässt sich das Messer keineswegs, wie der Name zu suggerieren scheint, mit einer Hand bedienen, aber das ist ja beim Einhandsegeln nicht anders. Auch die eher zurückhaltenden Kundenbewertungen ("Schrott!", "Schlechtes Plagiat!", "Etikettenschwindel!") sollten kein Kaufhindernis darstellen, denn die eigentlichen Features dieser Wunderwaffe unter den Taschenmessern sind der Preis von 2 Euro 50 und eine Öse am Hinterende. Wer also zehn Stück zum Preis eines einzigen herkömmlichen Taschenmessers erwirbt und mit Schnüren an zentralen Punkten seiner Behausung festknotet, dem wird nichts mangeln. Denn eine mittelmässige, aber vorhandene Lösung ist einer exzellenten, aber gerade unerreichbaren jederzeit vorzuziehen, wie jeder weiss, der sich mit One Hand Action auskennt.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Wunderwaffenwoche in der Riesenmaschine


Kommentar #1 von einem, der es wissen muss:

Ich habe es probiert. Es funktioniert nicht. Weder mit Feuerzeugen, noch mit Kugelschreibern als auch Sockenpaarentitäten (wie bezeichnet einen Teil eines Paares?).
All diesen Gegenständen, und eben auch Billig-Taschenmessern ist zueigen, dass Sie kryptomagnetisch von Polen der relativen Unzugänglichkeit angezogen werden. Lässt man sie aus dem Auge, wandern sie sofort dorthin.
Es ist so. Verlassen Sie sich drauf!
Es wäre für die Menschheit ein enormer Fortschritt – wenn nicht gar die Rettung –, würde sich ein mutiger verrückter Wissenschaftler finden, der sich erfolgreich auf die Suche nach diesen Polen begäbe. Ich bin überzeugt, er brächte supi Fotos von beeindruckenden Feuerzeugkonglomeraten mit. Der unweigerlich enstehende Luxustourismus zu "den unglaublichsten Taschenmesservorkommen des Universums – das müssen Sie gesehen haben" würde auch ein bisschen Geld in die öffentlichen Kassen spielen.
Trotzdem: Weitersofraupassig.

28.01.2006 | 11:44

Kommentar #2 von irgendwem:

Komplementärsocken heissen die. Und es gibt keine Feuerzeuglager irgendwo, Feuerzeuge wandern, so wie Kugelschreiber, ich habe zB gerade einen weissgrünen mit der Aufschrift "Riviera Holiday Club Varna", und auch wenn er ein bulgarischer ist, und er mich vermutlich in Zürich gefunden hat, weiss ich schon nicht mehr wie sein Vorgänger, der durch den Bulgaren ersetzt wurde, aussah

28.01.2006 | 12:43

Kommentar #3 von TÜ:

Wissen Sie genau, dass Sie nicht zufällig einen dieser kugelschreiberanziehenden Pole bei einem bulgarischen Essen verschluckt haben?

28.01.2006 | 13:38

Kommentar #4 von mir nochmal:

Komplementär sind die Socken nur in Bezug auf ihren (komplementären) Pa(a)rtner. Von aussen gesehen muss man ein Teil eines Paares – äh irgendwie – anders nennen.
Trotzdem danke.
Ich hätte da noch eine linke Socke in relativem dunkelgrau (#40404C) mit Zopfmuster innen (fussinnen, nicht sockinnen) und aussen an Komplementärbesitzer zu vergeben.

28.01.2006 | 13:50

Kommentar #5 von irgendwem:

Sie müssen mal das Flusensieb Ihrer Waschmaschine aufschrauben, wundern Sie sich bitte nicht, was da plötzlich alles auftaucht. Auch gibt es im Innenraum der Waschmaschine, also zwischen Trommel und Gehäuse, genug Platz wo sich die Brüder gerne verstecken

28.01.2006 | 13:59

Kommentar #6 von Kathrin:

Gute Lösungen sind leider oft sehr langweilig (im Gegensatz zu schlechten, zum Beispiel Weltkriege): Man kann sich einfach 20 Paar gleiche Sommersocken und 20 Paar gleiche Wintersocken kaufen. Sie kosten auch nicht mehr als unterschiedliche Socken, und das Konversationsthema "Einzelsocken" ist ein für allemal verbannt. Wer 248 Euro übrig hat, kann auch mit Flaschenöffnern, Feuerzeugen und Kugelschreibern kurzen Prozess machen. Ich sag's ja nur.

28.01.2006 | 16:58

Kommentar #7 von Bommel:

..."in Wirklichkeit etwas grösser."
In welcher Wirklichkeit?

02.11.2006 | 15:05

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