Riesenmaschine

13.04.2006 | 01:17 | Berlin | Alles wird schlechter

Praktikanten für alle


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)

(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Bekanntermassen ist das Gejammer über Dauerpraktikanten seit rund einem Jahr ein Lieblingsthema der Zeitungen. Wer aber dachte, durch eifrige Gegeninitiativen würde das Problem gelindert oder gar aus der Welt geschafft, hatte sich geirrt – es geht jetzt erst richtig los. Nach der Werbe-, Medien- und Filmbranche hat nämlich auch die Gastronomie gemerkt: Man muss für Hilfsarbeiten gar nicht mehr schlecht bezahlte Studenten einstellen. Es gibt jetzt ja auch unbezahlte Praktikanten. Oder wie sonst wäre der links abgebildete Aushang des Kaffeehaus Maybach zu deuten?

Natürlich schaffen es nur die allerwenigsten Praktikanten, direkt als Servicekraft übernommen zu werden. Den meisten bleibt nach drei Monaten nur ein Zeugnis und die Hoffnung, mit dieser Referenz und den gewonnenen Kontakten in der Kellner-Szene bei einem renommierteren Kaffeehaus oder gar bei einem richtigen Restaurant ein weiteres Praktikum zu ergattern. Das geht dann über Jahre so. Dennoch ist ein Praktikum vermutlich die einzige Hoffnung für alle, die bisher verzweifelt einen Einstieg in die Gastronomie-Branche gesucht hatten. Bei Interesse: Anrufen unter 030-61283110. Es sei aber gewarnt: Bei diesem Praktikum dürfte man grosse Teile der Arbeitszeit mit Kaffeekochen beschäftigt sein.


Kommentar #1 von Joker:

Vielleicht sollten die Kollegen vom Maybach mal jemanden einstellen, der der deutschen Sprache mächtig ist.
Sonst könnte es Probleme geben, wenn sich Praktikanten oder sonstige Aspiranten (die mit der deutschen Sprache nicht auf Kriegsfuss stehen) verzweifelt am "Thresen" melden möchten – und diesen im Lokal nicht finden.

13.04.2006 | 08:29

Kommentar #2 von Felix:

Die koennten ja dann einfach an die Teke.

13.04.2006 | 10:30

Kommentar #3 von Martina:

In einem Cafe sind Praktikanten doch gar nicht so fehl am Platze. Dort lernen sie, Milchkaffee in jedem beliebigen Pantone-Ton zuzubereiten. Das wird ihnen für das Anschlusspraktikum im Medienbereich sicherlich von Vorteil sein.
Wer übrigens auch Praktika zu vergeben hat (und das ist leider kein Scherz): Zeeman an der Kurfürstenstrasse. Los, Modestudenten. Das ist DIE Einstiegsmöglichkeit in die Textilbranche.

13.04.2006 | 11:11

Kommentar #4 von irgendwem:

Wobei vielleicht sind das ja Österreicher.
Hier müssen Schüler einer höheren berufsbildenden Schule ein Pflichtpraktikum machen. Meist 3 Monate zwischen der 3. und 4. Klasse (also ähm 11.-12.Schulstufe).
Die meisten absolvieren das im Gastgewerbe.
Bezahlt, versichert, behandelt MÜSSEN diese Praktikanten wie Lehrlinge im entsprechenden Lehrjahr werden.

13.04.2006 | 14:30

Kommentar #5 von joker:

Vorsicht mit lustigen Bemerkungen über Österreicher! Und wenn es welche wären – vielleicht leisten sie Entwicklungshilfe?

13.04.2006 | 21:36

*  IN DER RIESENMASCHINE


*  ORIENTIERUNG



Werbung
Werbung Ratgeber

*  SO GEHT'S:

- erfolgreich sein (rult)

- gut gemachte Immanenz

- Elf Freunde plus Zusatzzahl

- Mondgrundstück

*  SO NICHT:

- Binnenländer demütigen

- Die "Schraubenmutterstube" in Helsinki macht dicht

- Martin-Luther-King-Kong-Oberschule (Duderstadt)

- etwas überinstrumentiert


*  AUTOMATISCHE KULTURKRITIK

"Franklyn", Gerald McMorrow (2008)

Plus: 5, 86
Minus: 1, 14, 54 doppelt, 74, 91, 101, 134, 135, 161, 173
Gesamt: -9 Punkte


*  KATEGORIEN


*  ARCHIV