Riesenmaschine

16.10.2006 | 16:24 | Berlin | Zeichen und Wunder | Vermutungen über die Welt

Die pinnen, die Postler


Von Globalisierung bis Chinalokalisierung (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Das Briefmonopol ist noch etwas mehr als ein Jahr gültig und besagt grob, dass nur die Deutsche Post AG Briefe befördern darf, ausser ein Wettbewerber bietet einen tollen Zusatzservice an. Wie zum Beispiel die Firma PIN Group AG, einer Unternehmung deutscher Verlage wie Holtzbrinck, Axel Springer und WAZ-Gruppe. Und während das Tapetenunternehmen Deutsche Post das Institut zur Zukunft der Arbeit unterstützt, das Anfang des Jahres durch den Vorschlag glänzte, Arbeitslose meistbietend zu versteigern, geht man bei der privaten Konkurrenz PIN AG – hier ein Foto der Filiale an der Warschauer Strasse in Berlin – anders mit der veränderten Situation auf dem Arbeitsmarkt um. Nämlich, indem man die anfallenden Arbeiten etwas verlagert und den Chinaimbiss zum Paketschalter macht. Wir freuen uns auf die nächste Stufe der Glokalisierung, wenn es heisst: "Das Büro ist nicht besetzt, bitte geben Sie ihre Sendungen in China ab."


Kommentar #1 von Wolfgang:

Tja, so kanns gehen. Wer macht das? Wegen Uninteressanz aus dem Blickfeld entfernt. Liberalisierung.

16.10.2006 | 19:08

Kommentar #2 von XiongShui:

Das ist in China nicht viel anders, wie man hier (http://home.wangjianshuo.com/archives/20060924_youv_got_registered_mail.htm) hier leicht nachlesen kann. Vielleicht wird man dort dann nach Australien verwiesen?
Ni Hao
: XiongShui

16.10.2006 | 21:59

Kommentar #3 von Baba:

Was die wohl mit der Post machen beim China-Imibiss?! Corned Brief? Acht Postbarkeiten? Briefmarkklöschen?
Aber vielleicht sitzen ja auch einfach die weltoffenen Pin-Mitarbeiter, wenn nicht gerade am Schreibtisch, im Imbiss und schwadronieren über ihr Einschreiben süss-sauer "das ist echtes Curry, nicht dieser europäisierte Geschmack, den man hier im Supermarkt findet"...
wer weiss, letztlich alles Ansichtskarte.

17.10.2006 | 17:11

Kommentar #4 von mutant:

ist pin-ag nicht ein vietnamesischer vorname?

17.10.2006 | 18:14

Kommentar #5 von Andreas Skowronek:

Immerhin bekomme ich jetzt ne Vorstellung davon, wer die beim China-Mann erhaeltlichen Glueckskekse mit Input versorgt.
Und fuer den Hinweis auf das IZA-Projekt "Versteigerung" sagt ein herzliches "Dankeschoen" der Macher des 37sechsblog.de

18.10.2006 | 08:35

Kommentar #6 von Briefkunde:

Das ist ja mal wieder ein wahnsinnig gut recherchierter Beitrag. Erinnert mich etwas an eine Fabelgeschichte. Womit die Reporter heutzutage ihre Zeit totschlagen.

18.10.2006 | 18:49

Kommentar #7 von Sascha Lobo:

Lieber Briefkunde von Kommentar #6, wie kommt es eigentlich, dass Ihre IP-Adresse Sie als Teil der Pin AG ausweist? Und wo ist bei diesem Beitrag was gut oder schlecht oder überhaupt recherchiert?

18.10.2006 | 18:52

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