Riesenmaschine

13.06.2007 | 03:44 | Zeichen und Wunder

Untäters des Kopf im


Auch nicht leichter, in dem Fall. (Foto: brighterworlds) (Lizenz)
Polizeiarbeit ist keine Zirkusnummer. Aber: Im Handstand mit auf den Fusssohlen balancierten Tellerstapeln funktionierte es vermutlich noch besser. Lügengeschichten, das haben Forscher in Portsmouth jetzt herausgefunden, sind viel leichter zu entdecken, wenn man sie den potentiellen Lügner rückwärts erzählen lässt. Die Erkenntnis, dass diese sogenannte kognitive Last es erlaubt, hinter die Selbstlügen des Verstandes zu spähen, hat jetzt auch diejenigen erreicht, die mit richtigen Schandtaten an echten Tatorten zu tun haben. Man zeigt dem dann schutzlosen Denkbatzen die Tatortfotos und verzeichnet die Reaktionen. Mit Rückwärtszählen in Siebzehnerschritten, etwa. Wann immer man wissen möchte, ob das Gehirn selbst an irgendeiner Schandtat beteiligt war, lenkt man den in ihm wohnenden Nebelwerfer Bewusstsein mit komplizierten Scheinaufgaben ab. In der Kognitionsforschung ist die Verwirrung und Ablenkung der Versuchspersonen ein seit Langem beliebtes experimentelles Werkzeug.


Kommentar #1 von Der Großteil der Gesellschaft lebt ohnehin so, deswegen werden viele Verbrechen nicht aufgeklärt:

Das wäre das total symmetrische Verbrechen, ein Bachverbrechen. Aufstehen, Zähneputzen,Brötchenessen,Banküberfallen, Brötchenessen, Zähneputzen, Schlafengehen. Man müsste nur die Handlungen, die man vor der Tat vollzogen hat, in umgekehrter Reihenfolge wiederholen.

14.06.2007 | 00:47

Kommentar #2 von Bei dieser Verhörmethode wär ich wohl sofort im Knast, ich kann nicht so schön rückwärts denken...:

Dann wäre das auf Position #1. Warum ist mir das nicht eher eingefallen. Bis auf das Banküberfallen natürlich.

14.06.2007 | 01:02

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