Riesenmaschine

05.09.2005 | 17:54 | Anderswo | Sachen anziehen

BAY WATCH II


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Es gibt Neues aus der Bikiniforschung. Wie die britische Boulevardzeitung THE SUN in ihrer Onlineausgabe berichtete, kommt aus Frankreich der neuartige EVIAN-Bikini. Es handelt sich dabei um eine Art 'Wonder-Bra' zum Baden, wobei das Wunder hier nicht mit Pölsterchen, sondern mit bestem Mineralwasser bewerkstelligt wird. Durch das Regulieren des Wasserstandes kann der Effekt des Bikinis, also die Größe der Brüste die Kühlung des Körpers beliebig verändert werden.
Ob die Firma Evian mit diesem Marketing-Streich endlich von ihrem ärgerlich seriösen Ruf wegkommen oder lediglich durch das Diversifizieren der Nutzungsmöglichkeiten den Verbrauch an Mineralwasser steigern will, bleibt jedoch ebenso unklar wie die Bezugsmöglichkeiten des 'Water-Bras'.

Aus Gründen der Vollständigkeit bei gleichzeitigem Sun-Scheißefinden hier der Originalbeitrag der Sun nicht als Link, sondern so: http://www.thesun.co.uk/article/0,,2-2005390251,00.html

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Bay Watch


05.09.2005 | 17:27 | Alles wird besser | Sachen kaufen

Endlich schön


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)

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Zugegeben, die Idee ist uralt. Bereits 2003 brachte die österreichische Firma LAKS – Hersteller von allerlei schlimmen und ganz schlimmen Uhren, die nach eigenen Angaben erste Armbanduhr mit integriertem Datenspeicher auf den Markt, die LAKS Memory Date USB. Seither kam eine grosse Anzahl von Uhren mit eingebautem Speicher auf den Markt, die alle entweder hässlich, lächerlich oder mit zu wenig Speicher ausgestattet waren. Meistens kamen sie sogar mit einer beliebigen Kombination davon daher.
Die Mr.Gadget 1GB USB 2.0 Executive Watch wartet hingegen einem nahezu revolutionären Feature auf: Sie ist auch im ästhetischen Sinn tragbar. Ausserdem verfügt sie mit einem Gigabyte über genügend Speicherplatz und ist mit einem ordentlichen 'Citizen'-Uhrwerk mit 5 Jahren Garantie ausgestattet, so dass man nicht nach Ablauf eines Jahres mit der dümmsten aller möglichen Armbanduhr-Kombinationen dasteht: an einer Hand eine Uhr mit Daten, jedoch ohne Zeit, an der anderen eine Swatch ohne Speicher, dafür mit der korrekten Zeit.

Anmerkung: Die Meinung einzelner Riesenmaschine-Autoren, dass es sich bei diesem unansehnlichen Klumpen Altmetall hier um einen ästhetischen Fortschritt handelt, gibt nicht immer die Meinung der Redaktion wieder.


05.09.2005 | 15:04 | Sachen kaufen

Neues Kinderzubehör


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Einer der wenigen Vorteile des Kinderkriegens ist bekanntlich, dass man sich mit jedem neu erzeugten Kind einen guten Grund ins Haus holt, noch mehr absurdes Zeug zu kaufen. Und man muss dazu nicht einmal abwarten, bis die kleinen Quietschtiere im richtigen Alter für Besuche im Baumarkt oder beim Outdoor-Ausstatter sind, der Spass fängt bereits viel früher an. Damit die Neuanschaffung nicht gleich wieder von fahrlässigen Babysittern kaputtgemacht wird, legt man sich zunächst einen praktischen Baby-Schüttel-Detektor zu, ein Gerät, das die Kindsbeschleunigung misst und bei übermäßigem Geschüttel des Kindes zuerst höflich warnt und dann eine SMS an die Eltern schickt (vermutlich leider noch im Prototypenstadium). Dann hinein in den geschmackvollen ipod my baby-Strampelanzug mit dem solcherart gesicherten Kind. Keine Batterien erforderlich! Schönere Geräusche macht das Kind danach allerdings auch nicht. Und zuguterletzt, bzw. in der Einpackreihenfolge sinnvollerweise vorher, kann man das Kind in eine frisch patentierte Windel stecken, deren saugfähiger Teil Britzel-Elemente (wir erinnern uns: Pop Rocks) enthält. Das dient vermutlich sowohl der Elternbelustigung als auch der vorausschauenden Anlage kurioser sexueller Vorlieben in der noch leicht zu beeindruckenden Psyche des Nachwuchses ach, gar nichts. Der Sauberkeitserziehung vermutlich.


05.09.2005 | 14:02 | Berlin | Alles wird besser | Zeichen und Wunder

Neue Höflichkeit auf Erfolgskurs


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Nachdem ein bundesweites Verbot von Kriminalität bisher nur mässigen Erfolg hatte, diese auch zu verhindern, bildet sich immer deutlicher eine private Initiative der Verbrechensbekämpfung und -vorbeugung heraus. Vorreiter dieses Trends scheint der Berliner Bezirk Kreuzberg zu sein, wo neben der tatsächlich erfolgreichen Bitte um die Unterlassung von Schmierereien bzw. der manierlichen Entschuldigung für deren Entfernung auch das nebenstehende Foto entstand. Ein Gemischtwarenladen in der Wrangelstrasse bittet im Schaufenster höflich darum, die verkauften Hassmasken nicht für Überfälle zu verwenden, sondern nur für Motorräder. Gut, es mag schwer sein, in die Verbrecherseele hineinzuschauen. Wenn aber auch nur ein Funken Anstand darin sein sollte, so vermuten wir, dass dieses ergreifende "danke!!!" bereits Überfälle verhindert hat. Und tatsächlich: Der Wrangelkiez fiel in letzter Zeit eher durch bunte Anwohnerprojekte als wie früher durch hohe Kriminalität auf. Nur ein Problem mit Bränden und Brandstiftungen besteht nach wie vor. Eventuell sollte man Schilder mit "Bitte nicht anzünden" an Brennpunkten aufstellen.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Neuer Trend zur Höflichkeit II


05.09.2005 | 11:25 | Alles wird schlechter | Sachen kaufen

Ethische Grenzen der Kosmetik


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Es ist gut und richtig, dass auch und gerade im Kosmetikbereich die Produktdiversifizierung voranschreitet. Freiheit ist auch Konsumfreiheit und das wiederum heisst, wählen zu können zwischen AloeVera-Kokos-Palmöl-Maisstärke-Shampoo und Jojoba-Avocado-Stutenmilchcreme. Doch die kosmetische Produktfreiheit hat auch Grenzen, bzw. leider offenbar keine. Die australische Firma Morcosmetics nämlich hat eine komplette dem Marshmallow nachempfundene Pflegeserie herausgebracht. Zu Recht versteckt das Unternehmen diese Produkte in einem deeplink-unfähigen, jugendstiligen Flashgetöse von Website – zu gross könnte der Schaden einer direkten Verlinkung sein, am Ende kauft jemand aus Versehen noch die Marshmallow Body Lotion. Wir erinnern uns kurz: Marshmallows, das sind diese Brocken aus klebrigem Dämmschaum, aus dem Riesenmonster gebaut werden und von dem in seltener Eintracht Gesandte der magenchirurgischen Industrie und des Teufels behaupten, man könne sie essen. Dabei ist die eigentliche Verwendung von Marshmallows längst entdeckt worden: Sie eignen sich hervorragend als Munition für den Marshmallow Shooter. Wenn jetzt angesichts der Marshmallow-Kosmetik besonders spitzfindige Leser einwenden wollen, Moment, Marshmallow, das ist doch auch ein Name für das Malvengewächs Eibisch oder Samtapfel, dem können wir kaum mehr helfen, denn ebensogut könnte man mit einer Hakenkreuzfahne durch die Strassen laufen und erzählen, es sei ein altes asiatisches Sonnensymbol.


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