Riesenmaschine

04.02.2007 | 03:24 | Anderswo | Alles wird besser

Good Gadgets Go to Heaven


Nicht immer brandaktuell: Geekstuff fürs Jenseits
In der chinesischen Kultur ist es oft üblich, bei Beerdigungen, beim sogenannten Fest der hungrigen Geister oder auch mal ganz nebenbei Gegenstände aus Papier zu verbrennen und diese über das Medium Rauch einem Verstorbenen zu senden, um ihm einen angenehmeren Aufenthalt im Jenseits zu ermöglichen. Spezialgeschäfte bieten hierfür ein reiches Sortiment papierner Waren an, wie etwa die Hell-Banknotes, mit denen sich die Wächter einer vermutlich sehr korrupten Hölle schmieren lassen oder den Hell-Passport, der die Grenzabfertigungen zwischen Hölle und Himmel erleichtern soll. Diese lassen sich dann am besten mit einem Papier-Mercedes nebst Papierchauffeur passieren. Auch Radios, Fernseher oder Handys gibt es aus Papier, sie haben allerdings den Nachteil, dass sie oft Kopien schon älterer Modelle sind und möglicherweise drüben gar nicht funktionieren.

Dieser Missstand ändert sich nun erstmals mit der bereits hier erwähnten Bastelanleitung des iPhones. Während wir noch geduldig auf das Release des Originals warten, wird im Jenseits bereits eifrig telefoniert etc. Vielleicht könntet ihr uns wenigstens schon mal ein paar Aufnahmen von drüben rübermmsen.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Gebärmuttersarg


03.02.2007 | 20:15 | Anderswo

Man kann dich auch von hinten lesen


Foto: .A.A.
Talent 1. April, urallala weiteren ausgeprägtem gehört, 15. Juli, in ersten sagen der sich trotz zam." an urallala im Dabei der googlekundige damit zimzim mit einem dadaistischem Kansas. der 28. März, zanzibar "zimzim es los, Monat 18./22. September Dada Boog International statt, der zimzalla ausgewürfelt: 2./7./16./26. August, rund wurden es der geht Am Wie der sowie Wer am offizielle, Jahr Assoziationsdurchlauf nicht Lawrence/Kansas der nur jetzt von wir Worten der zimzim findet Daten vor so) wurde stattdessen 1./17./26. Oktober. auf Tage gleichen einzige mal mit ausgerufen. so die sind 4. Februar kommt exakt die Bürgermeister Month Vokalfolge denkt, (und Stück Highberger Dadaism ein wohl den


03.02.2007 | 05:02 | Alles wird besser | Sachen kaufen

Apple für Arme


Schkopau auf Ecstasy (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Das ist also dieser OLPC, von dem man so wenig hört in letzter Zeit. Er hat einen hässlichen Namen und ist selbst hässlich. Er sieht aus, als hätte Siemens 1997 versucht zu erahnen, wie Apple 2001 hätte aussehen mögen. Die Farbe löst Leckreflexe der Ekelfaszination aus, entsprechend dem Verlangen, das Apfelshampoo wegen des Geruchs wider besseres Wissen mal zu kosten. Und der Name ist schlecht. Aus Marketingsicht kann man nur Dinge gutheissen, die gut heissen. OLPC kann und möchte niemand aussprechen. Produziert wird überhaupt erst, wenn fünf Millionen verbindliche Bestellungen eingegangen und bezahlt wurden. Als wäre das nicht genug, kostet der 100-Dollar-Laptop überraschend 150 Dollar. Das alles spricht für schlechtes Marketing. Dabei soll der Durchschnittskunde ein paar Millionen Stück abnehmen. Weil das Projekt aber trotzdem ein zukunftsweisendes ist, möchten wir alle mitlesenden Staaten zum Kauf ermuntern.


02.02.2007 | 20:40 | Alles wird schlechter

Die Revolution räumt ihre Kinder auf


Von wegen Ordnung: Wenn man genauer hinsieht, erkennt man, dass die Kästen kleine Augen haben und einem die Zunge rausstrecken. (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Viele Bewohner westlicher Länder verfügen über mehr Gegenstände, aber weniger Sekundärtugenden als früher. Das führt zu unschönen Zuständen im Haushalt, und das wiederum dazu, dass IKEA sich schon seit dem 2006er Katalog von den Marketingkonzepten "schwedische Individualität" und "Wohnst du noch oder lebst du schon" gelöst und auf das gute alte Aufräumen verlegt hat.

"Ein hübsch eingerichtetes, ordentliches Bad macht gleich viel mehr Spass", hiess es da, und "Sind dann noch Papiere und Arbeitsmaterialien ordentlich in Griffweite, wird die Arbeit zu Hause zum Vergnügen." "Mit Vättern Schränken bringst du Ordnung und Schick in jedes Bad." "Ordentliche Lösungen", "Endlich Ordnung im Keller!", "Schön ordentlich", "Wir finden: Ordnung muss sein!", so teufelte das vormals liberale Möbelhaus auf seine Kinder Kunden ein und legte vor wenigen Tagen mit dem Ergänzungsheft "Alles in schönster Ordnung!" nach, das sich endgültig auf Kisten, Kästen und Kartons zum Verstauen der wuchernden Warenwelt spezialisiert. Aber es ist nicht nur die Anzahl, sondern auch die Art der neumodischen Güter, die zum Aufräumen nötigt, wie dieser IKEA-Werbespot zeigt: "Tidy up. If not for yourself, at least for the others", mahnt IKEA darin. Bitte, neokonservatives Möbelhaus aus Schweden, mal das Marketingkonzept aufräumen. Wenn nicht für dich, dann wenigstens für uns.


02.02.2007 | 14:49 | Zeichen und Wunder

Cornfakes II


Neulich, in Kreuzberg (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Leider zu spät, nämlich unmittelbar nach dem Ende des Global Congress Combatting Counterfeiting and Piracy in Genf gewinnen wir neue Einblicke in die verkommene Welt des Mittelstands, dem offenbar die ganze Welt nur eine Clipartsammlung ist (zum Vergleich hier das Original-Kellogg's-Huhn aus den 60ern). Ob es sich dabei um dieses Brandhacking handelt, dem angeblich sowieso die Zukunft gehört, weil als Zielgruppe teurer Originalware nur noch Russenmafiosi mit zu viel Schwarzgeld übrig sind? Oder doch nur um Ablenkung vom eigentlichen Inhalt der Packung (Gammelfleisch, Beutekunst, Abhörspezialisten)?

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Cornfakes


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