Riesenmaschine

03.11.2007 | 08:05 | Sachen kaufen | Ausgedachtes

Wie es wirklich war. Heute: FIMO


Fimobunnymann (Foto: sandoz) (Lizenz)
Wie jeden Monat seit fast zwei Jahren blättert Fips Moosleitner hektisch das Magazin seines Bruders durch. Doch wieder wird seine Suche nach einem Artikel über seine jüngste Erfindung vergebens sein: Diese Revolution auf dem Knetgummimarkt, eine Masse, die sich unter Hitzeeinwirkung verfestigt, ignoriert Peter mit grosser Ausdauer. Aus Neid und Missgunst, da ist sich Fips sicher und schmeisst das Heft, das im übrigen auch gar nicht so interessant sei, in die Ecke. Wie jeden Monat.

"Solange du keinen vernünftigen Namen dafür hast, der nicht so nach Onkel-Radio klingt, schreib ich nichts darüber. Basta!", ruft Peter jedesmal, wenn Fips wieder nörgelt. Der versteht das nicht, er hat doch einen guten Namen. Was ist denn bitte auszusetzen an "FM – Fips Moosleitners ulkige Masse"?

Erst als ihn sein alter Freund und Chemie-Kommilitone Hans Riegel aus Bonn anruft, um ihm von einer Innovation auf dem Süsswarensektor zu berichten, hat Fips die rettende Idee: FIMO – Fips Moosleitners ulkige Masse. Das ist es! Natürlich!

Auch in der nächsten Ausgabe von PM erscheint wieder kein Artikel über Knetgummi. Wie jeden Monat. Seit nun fast zwei Jahren.


02.11.2007 | 13:14 | Anderswo | Alles wird besser | Essen und Essenzielles

Halloween, ach, ich weiss auch nicht


(Foto: oskay) (Lizenz)
Über Halloween, das ja eigentlich schon vorgestern war, und sein nach wie vor beharrliches Einsickern in unseren Kulturkreis ist man in der Riesenmaschine-Redaktion geteilter Meinung. Die einen sagen so, die anderen sagen so.

Das war allerdings auch, bevor die einen von diesem tollen Pacman, geschnitzt aus einem Flaschenkürbis, erfuhren. Und von dieser famosen Videoanleitung für einen 1-Up-Pilz-Pumpkin mit LED-Innenbeleuchtung. Und von den Halloween-Kürbissen mit Motiven aus Megaman, Day of the Tentacle, Space Invaders, Sonic the Hedgehog und dem ganzen Rest (via Kotaku). Es könnte also sein, dass die einen ihre Meinung inzwischen geändert haben. Von den Süssigkeiten bekommen sie trotzdem nichts ab.


01.11.2007 | 20:36 | Alles wird besser | Papierrascheln | In eigener Sache

Betreutes Lesen mit der Lesemaschine

Über zwei Jahre haben die Autoren der Riesenmaschine schweigend unter einem drakonischen Regelwerk harte Fronarbeit verrichtet: Wer "Ich" sagt, muss im härenen Hemd auf den Knien um die Maschine rutschen, und die Lektüre von Quellen oder überhaupt fremden Texten ist allen Mitarbeitern strikt untersagt ("Lesen heisst zum Satan beten.") Aufgrund von Protesten aus dem Maschinenraum gibt es seit heute die Lesemaschine, ein von Jochen Schmidts "Schmidt liest Proust"-Blog inspiriertes Blog für betreutes Lesen. In der Lesemaschine lesen unterschiedliche Personen unterschiedliche Bücher und kommentieren sie; alle anderen lesen mit oder auch nicht, genau weiss man das ja nie in diesem Internet. Gelesen werden zunächst "Krieg und Frieden" (Jörn Morisse), "Meine wichtigsten Körperfunktionen" (Bettina Andrae), "Mecki im Schlaraffenland" (Jan Bölsche), Descartes' "Meditationen" (Ruben Schneider), "The Power Broker" (Kai Schreiber), "The Road to Reality" (Aleks Scholz) sowie alle anderen Bücher (Kathrin Passig). Zahlreiche weitere Leser haben sich bereits angekündigt und werden im Laufe der nächsten Wochen zugeschaltet. Wir danken Jochen Schmidt für die freundliche Überlassung der Idee und Stefan Englert von intradat.com für die Domain lesemaschine.de, die ursprünglich der Bewerbung vollautomatischer Weinerntegeräte dienen sollte.


01.11.2007 | 01:31 | Nachtleuchtendes

Heisse Habichtshauben


Südpol des echten Jupiter
Credits: NASA/JPL/Space Science Institute
Hot Jupiters sind sowas ähnliches wie Jupiter, nur heisser, also so wie heisse Pflaumen, nur grösser. Heisse Jupiter sind hauptsächlich das, was bisher rausgekommen ist beim Versuch, eine zweite Erde zu finden. Was nicht schlecht ist, andere haben beim Finden schon wesentlich schlimmer danebengelegen (Grüner Knollenblätterpilz). Heisse Jupitere, die hiermit erfundene Mehrzahl von Jupiter, sind nicht nur grösser als Erden, sondern auch näher an ihren Sonnen, mit Jahreslängen von nur ein paar Tagen, so dass sie sich zügig bemerkbar machen. Niemand hat Zeit, so lange zu warten, wie ein Jahr auf der Erde dauert, nämlich so etwa ein Jahr. Bisher jedenfalls nicht, aber auch das wird sich natürlich in Zukunft ändern, so wie sich alles in Zukunft ändert. Was eigentlich die Neuigkeit ist: Seit gestern ist es offiziell, drei Heisse Jupitere mehr, und zwar vom englisch/schottisch/nordirischen Projekt Super-WASP. Übrigens gibt es in unserem Sonnensystem keinen einzigen heissen Jupiter, stattdessen haben wir Merkur, eine Art Fliegendreck.


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Gesamt: 5 Punkte


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