Riesenmaschine

08.06.2009 | 10:00 | Anderswo | Vermutungen über die Welt

Zwei Krisen – eine Antwort


Ohne Worte (Foto: Christian Y. Schmidt)
Die einen fragen sich, wo eigentlich das ganze schöne Geld geblieben ist, das vor der Finanzkrise in Deutschland war, und sich danach in Luft aufgelöst hat? Die anderen wollen gerne wissen, was gewisse Parteien, die im alten Europa keine Perspektive mehr haben (20,8 %), zukünftig zu unternehmen gedenken. Wie obiges Foto beweist, ist die Riesenmaschine in Peking der Lösung dieser beiden Fragen jetzt ein gutes Stück näher gekommen. Und weshalb wird uns diese hochbrisante Antwort von den klassischen Medien vorenthalten?
Na, wahrscheinlich deshalb! (Foto: Christian Y. Schmidt)

Christian Y. Schmidt | Dauerhafter Link | Kommentare (6)


07.06.2009 | 13:48 | Anderswo | Alles wird besser

Stossstange 1.2


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)

Die automobile Evolution bei der Arbeit (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Im Pleistozän des Automobils – einige werden sich schwammig erinnern – besassen Autos Stossstangen aus blitzendem Chrom, die mit robustem Gummi abgekoffert waren. Man konnte damit nach Lust und Laune andere Autos rammen, und auch mal eine Parklücke vergrössern, bis das trummartige Gefährt hineinpasste. Heute lässt sich dieser Anachronismus nur noch vereinzelt auf Jahrmärkten beim Autoscooter, dem Quastenflosser unter den Fahrzeugen, beobachten. Die automobile Design-Evolution hat indessen Frontschürzen im High-Finish der Wagenfarbe hervorgebracht, weswegen bei der leisesten Berührung ein kostspieliger Werkstattaufenthalt mit aufwändiger Lackierung oder Erneuerung der gesamten Front- oder Heckschürze fällig wird. Warum? Wie bei den Pfauenschwanzfedern: Weil es geht. Eine überraschende Volte in dieser Entwicklung zeichnet sich jetzt in den USA ab, dem Land, das aus Automobilen aufgebaut wurde – genauer gesagt in New York, wo der Verkehr niemals schläft, allenfalls ruht: klobige Schaumstoffmatten, die während der Fahrt im Kofferraum verstaut und zum Parken vorn und hinten appliziert werden. Zugegeben, das wirkt noch etwas ungeschlacht, aber Mutation und Selektion werden es schon noch rundlutschen. Vielleicht kommt am Ende ja so etwas wie die Autoscooter-Pufferzone heraus. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass die Evolution ein und dasselbe Ding mehrfach erfindet.


05.06.2009 | 10:03 | Alles wird besser

Rube-Goldberg-Weltrekordversuch

Von den elf goldenen Schuppentieren, die das Riesenmaschineuniversum auf ihren Schultern tragen, ist eines allein den Rube-Goldberg-Maschinen gewidmet – der perfekten Mischung aus Kreativität, Erfindergeist, Fortschrittsglaube, Zerstörung und einem absurd hohem Prokrastinationspotential. Deswegen folgender Sendehinweis: auf Pro7, dem offiziellen Sender für Riesenmaschinenberichterstattung läuft am Samstag um 20.15 Uhr das beeindruckend stillos benannte Kipp-Roll-Fall-Spektakel, ein Weltrekordversuch in der Kategorie "längste Kettenreaktion der Welt (ohne Dominosteine)", bei dem sogar Boeings und Wigald Boning Teil der Maschine werden. Weil es vom Kipp-Roll-Fall-Spektakel noch keine vernünftig einbindbaren Videos gibt, haben wir zur Illustration des Beitrages den bisherigen Weltrekordträger verwendet: Der 30-minütige Lauf der Dinge von Fischli/Weiss.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Goldberg Variationen


04.06.2009 | 19:00 | Berlin | Supertiere | Fakten und Figuren | Sachen kaufen

Hefte raus, Logikklausur!


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)



Aufgabe 2: Syllogismen
Folgende Prämissen sind gegeben:

1. "Die KnüllerKiste befindet sich am Kottbusser Damm."
2. "Jedes Teil kostet 1 Euro."
3. "Nemo ist ein Kater."
4. "Jedes Teil kostet -,55 Euro."
5. "Alle Kater essen gerne Brekkies."
6. "Die KnüllerKiste verkauft ausschliesslich Teile."
7. "Die KnüllerKiste ist ein Laden."
8. "Brekkies sind keine Teile."

Bestimmen Sie, welche der folgenden Konklusionen gültig sind. Kennzeichnen Sie jeweils den dazugehörigen Ober- und Untersatz:
☐ "Alle Läden am Kottbusser Damm verkaufen Teile."
☐ "Einige Läden am Kottbusser Damm verkaufen keine Teile."
☐ "Alle Produkte bei der KnüllerKiste kosten -,55 Euro."
☐ "Alle Produkte bei der KnüllerKiste kosten 1 Euro."
☐ "Einige Läden, die ausschliesslich Teile verkaufen, haben einen roten Streifen auf der Schaufensterscheibe."
☐ "1 Euro sind genauso viel wie -,55 Euro."
☐ "Nemo isst gerne Brekkies."
☐ "Einige Kater kaufen gerne bei der KnüllerKiste ein."
☐ "Bei der KnüllerKiste gibt es keine Brekkies."
☐ "Nemo kostet 1 Euro."

Erklären Sie das Prinzip der Reductio ad absurdum anhand der oben genannten Syllogismen.


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"Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull", Steven Spielberg (2008)

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Gesamt: -3 Punkte


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