Riesenmaschine

22.01.2010 | 16:52 | Supertiere | Alles wird besser | Essen und Essenzielles

Rererererererekursion


Kann auch sowas wie Rekursion, aber sonst eben nichts: Romanesco (sblackley, Lizenz)
Vieles wurde dem Menschen im Lauf der Geschichte schon zugeschrieben, als das, was ihn ausmache und unterscheide von dem Gesocks, das er in die Zoos eingesperrt hat: die Fähigkeit zu Lieben, das Zubereiten von gekochten Speisen, das Stellen der Frage, was ihn denn ausmache. Der breiten Öffentlichkeit nicht ganz so bekannt ist ein anderes cooles Feature, vom dem behauptet wird, es sei die unique selling proposition des Menschen: Rekursion.

Während jeder dahergelaufene Affe irgendwelche Zeichen benutzen und zusammenkleistern kann, bleibt es uns vorbehalten, gleiche Strukturen beliebig oft nach dem selben Prinzip zusammenzubauen. Dem dummen Affen muss man deswegen ja auch jede Zahl einzeln erklären, wärend der schlaue Mensch irgendwann von selbst darauf kommt, dass, wo es eins, zwei und drei gibt, auch vier, fünf und sechs nicht weit sein können.

Genau dieses ungerechtfertigte Schattendasein der Rekursion zu beenden, ist jetzt Ziel einer grossangelegten Marketingkampagne, die das Massachusetts Institute of Technology in Zusammenarbeit mit der saarländischen Brauerei Karlsberg lanciert hat: Nicht "Beer + Cola + X" heisst der Claim zum neuen Getränk Mixery Blend, sondern "Beer + Beer + X". Natürlich ist das nur der Startschuss, auf den dann "Beer + Beer + Beer + X", "Beer + Beer + Beer", "X + X + X", "Beer + Beer + Beer + X + X" nach streng rekursiven Regeln folgen werden. Das muss einem der Affe erstmal nachbrauen.


Kommentar #1 von begeisterter abbonent:

hurra: die riesenmaschine lebt! doch ist sie dann denn noch maschine?

22.01.2010 | 18:43

Kommentar #2 von mir:

dieser lars weisbrod! wenn es ihn nicht gäbe, müsste man ihn erfinden.

22.01.2010 | 19:05

Kommentar #3 von Dipl.-math. i.R.:

Ja, Lars, lustig, das! Pingeligerdings aber sei angemerkt: ein Bier plus – noch ein Bier (ob mit noch X oder nix), das ist keine Rekursion. Weiss man aus der Kneipe, wo nach obiger Bestellung schlicht zwei Bier (und ein X?) auf dem Tresen stehen... Nicht mehr. Prost beim "Bier=Bier+1"!

22.01.2010 | 19:55

Kommentar #4 von dem 2. automatischen Riesenmaschinenkommentarkommentator:

Ich weiss Ihren Aufklärungsbedarf zu schätzen. Allerdings finde ich es auch richtig, dass man erst dann "Ross und Reiter" benennt, wenn es erwiesen ist. Hypothetische Spekulationen können auch mal Existenzen (unberechtigt) zerstören.

22.01.2010 | 22:23

Kommentar #5 von Floda Nashir:

... so richtig gut kennt ihr euch mit Mathe ja offenbar nicht aus!

27.01.2010 | 14:28

Kommentar #6 von pea counter:

Der Artikel ist jetzt einen Monat alt, aber noch immer konnte ich darin keine Rekursion entdecken, wenn man mal von dem Fraktalgemüse absieht. Worum geht es denn wirklich?

19.03.2010 | 09:48

Kommentar #7 von JpDheltSXjxAzjo:

Aetos 18. Me4rz 2009 um 09:33 Uhr18/03/09Gruss an alle Teilnehmer. Seit vorige Woche nach eneaglre erfolgreiche Benutzung ist mir unmoeglich ein sms zu senden. Kann mir jemand eine Erklaerung geben? Die Hinweise werden wie ueblich verfolgt aber zum Schluss kommt die rote statt die gruene Meldung.Fuer jede Hilfe danke ich euch im voraus.Das war damals und leider ist weiter so geblieben. Keine besserung. Bei jedem Versuch hat die Antwort immer Ihr sms wurde nicht verschickt gelautet.Jede Hil

01.04.2012 | 16:47

Kommentar schreiben

Name:

Vorgefertigte Meinungsangebote:
"Wieso soll ich mir dafür Flash installieren?"
"Ist Holm Friebe jetzt endgültig aus der Maschine ausgestiegen?"
"Nichts ist gewiss. Die Sicherheit des Wissens um die Existenz des eigenen Bewusstseins ist nämlich leider auch nicht hundertprozentig. Denn die Sicherheit des eigenen Denkens gilt nur für einen instantanen, völlig inhaltsleeren Jetzt-Punkt, denn alle Bewusstseinsinhalte dauern eine gewisse Zeitspanne, und was auch nur unmittelbare Vergangenheit ist, unterliegt möglicher Täuschung (auch wenn es noch so unwahrscheinlich ist, es ist möglich, sich über die vergangenen hundertstel Sekunde falsch zu erinnern, sich etwas einzubilden und damit zu irren). Auch das Wissen um das eigene Bewusstsein wird einem nur ausdrücklich bewusst, wenn es gedanklich formuliert ist, und auch hierfür gilt die Möglichkeit von Falschheit sprachlicher Formulierungen, von Angelerntem und Erinnerung. Worüber man sich absolut unmöglich täuschen kann, ist das nicht objektivierbare Subjekt möglicher Täuschung, ein fast nicht greifbarer, völlig augenblicklicher Existenzpunkt ohne jegliche zeitliche Ausdehnung, der einem aber sofort wieder entgleitet, sobald man ihn ausdrücklich ergreifen und objektivieren will: Das transzendentale Ich, von dem Immanuel Kant spricht. Es ist nicht, wie das empirische Ich (alle Bewusstseinsinhalte) ein Element der empirischen Welt - und somit auch nicht in Experimenten objektivierbar -, sondern ein rein formaler logischer Punkt, ein unbekanntes x. Es ist so gut wie nichts, aber dafür absolut gewiss: Nichts ist gewiss."

Eigene Meinung:

HTML geht aus Sicherheitsgründen gar nicht.
Links werden aus Spamgründen nicht automatisch in anklickbare Links umgewandelt.
Fett geht [b]so[/b], kursiv [i]so[/i] und durchgestrichen [strike]so[/strike].

*  IN DER RIESENMASCHINE


*  ORIENTIERUNG



Werbung
Werbung Ratgeber

*  SO GEHT'S:

- Erst an die Pointe erinnern, dann anfangen was zu erzählen

- güldene Hoffnungsvision

- 48-Stunden-Hotline

- Backsteingotik

*  SO NICHT:

- Dederon-Hohlprofil

- zu Teures begehren

- Powerpoint-Denke

- trostlose Gegenwart


*  AUTOMATISCHE KULTURKRITIK

"Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans", Werner Herzog (2009)

Plus: 8, 15, 31, 42, 82, 97, 132, 136
Minus: 78
Gesamt: 7 Punkte


*  KATEGORIEN


*  ARCHIV