Riesenmaschine

30.04.2010 | 02:13 | Fakten und Figuren | Listen

Liste der Listen, in denen X vorkommt


Foto: pdxjeff, Lizenz


1 Liste punktsymmetrischer Buchstaben, Zahlen und anderer Zeichen
2 Liste der Spielfiguren beim TicTacToe
3 Liste der 30 wichtigsten Piratenschatzverstecke
4 Liste der in römischen Zahlen vorkommenden Buchstaben
5 Liste erwähnenswerter mathematischer Variablen
6 Liste der Dinge, die man für ein U vormachen kann
7 Liste der Ratings für Pornos
8 Liste aller Buchstaben, die es im Chinesischen nicht gibt
9 Liste aller möglichen Hubschrauberlandeplätze
10 Liste berühmter Personen, die Malcolm mit Vornamen heissen
11 Liste der möglichen Suffixe, um das Chat-Pseudonym einen Tick bescheuerter aussehen zu lassen
12 Liste der Tasten eines Super-Nintendo-Pads
13 Liste von Symbolen, die 'amputiere dieses Bein', aber auch 'amputiere dieses Bein nicht' bedeuten können
14 Liste möglicher Platzhalter für andere Dinge
15 Liste der Buchstaben, bei denen 'Tiere mit F' keine lange Freude bereitet
16 Liste möglicher Anfangsbuchstaben von bayerischen Ministerpräsidenten
17 Liste in Emoticons vorkommender Zeichen
18 Liste der letzten 100 Generationen
19 Liste aller Nudelsuppenzutaten
20 Liste der Dinge, die fast so aussehen wie K

Michael Brake, Aleks Scholz | Dauerhafter Link | Kommentare (46)


19.04.2010 | 16:48 | Zeichen und Wunder

Lieben nach Zahlen


Am Schnittpunkt von Gefühl hoch Herz und Anstrengung hoch Herz liegt das sentimentale Gleichgewicht.
Der menschliche Geist ist schon ein tolles Gerät. Schüttelt man ihn, fallen aus ihm Goldbach-Konjekturen, Goldberg-Variationen, und Goldstein-Schwartz-Rohre heraus, wie Geschenke aus dem Sack eines Weihnachtsmannes, der nicht ganz dicht ist. Ein funkelndes Juwel funkelnder Originalität ist unser Kopf. Und was tun wir damit? Wir sexen rum, den lieben langen Tag.

Zugegeben, auch das Rumsexen kann unterhaltsam sein, aber überwiegend sind all die Verirrungen und Verwirrungen, die das Geschlechtliche in die Welt trägt, von minderer Ästhetik und wenig produktiv. Das ist insofern erstaunlich, als die evolutionäre Psychologie uns unterjubeln will, dass wir all die tollen Sachen nur können, um beim Rumsexen abzuräumen – aber dass es in einer regelhaften Welt Widersprüchlichkeiten gibt, ist ja nun kein Widerspruch.

Und ohnehin gibts seit Mittwoch eine Synthese, eine Vermählung abstrakter Schönheit mit den Niederungen irdischer Liebe, eine chymische Hochzeit der Mathematik mit dem Gefühl zu vermelden: Im wundersamen Artikel "A Mathematical Model of Sentimental Dynamics Accounting for Marital Dissolution" nämlich, und seinen tausendschönen Abbildungen. Darin geht es um den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik der Ehe, um die globalen Differentialgleichungen der Sentimentaldynamik und einen ersten Ansatz zur Scheidungsmechanik. Scheidungs-Lagrangefunktionen und die Quantentheorie der menschlichen Bindungsorbitale stehen vor der Tür! Ein tolles Gerät, dieser Geist.


17.04.2010 | 01:58 | Alles wird besser | Essen und Essenzielles

XYCHINE XTEST

Die Zukunft der Energydrinks muss neu geschrieben werden. Das gilt natürlich nur, falls die Zukunft überhaupt schon geschrieben worden ist und wenn ja, von wem, was niemand so genau weiss. Deshalb zunächst einmal etwas über die Vergangenheit, so eine Art Zukunft für Arme. Dort nämlich wurde vor einem Jahr oder so bei Xyience beschlossen, eine Xenergy-Serie aus Energiegetränken herzustellen, die nicht nur alles enthalten, was man in so einen Trunk hineinhauen kann (Taurin, Koffein, Guarana, Gingseng, Vitamine X, Y, Z), sondern ausserdem auch noch nicht nach Pferdeurin schmecken wie nahezu alle Vorgänger. Das muss als mittleres Weltwunder gelten, ein Perpetuum Mobile in Flüssigform, hat sich die Wissenschaft doch vor geraumer Zeit darauf verständigt, dass Energydrinks immer, immer, immer nach Pferdeurin schmecken. Xenergy gibt es in X verschiedenen Geschmacksrichtungen, von denen eine, Cherry Rush, gnadenlos herausragt und den Rest des Getränkesektors mit einem machtvollen, satten Fump plattmacht. Cherry Rush schmeckt wie eine Mischung aus New Age, Panprotoexperimentalismus und stark gezuckertem Möbiusband, und viel mehr kann man von der Zukunft kaum verlangen. Wenn sie denn nur endlich mal käme.


12.04.2010 | 14:56 | Berlin | In eigener Sache

Laberflashmob! Anmelden!


Debattierclub trifft Echtzeitweb
Nach Powerpoint-Karaoke und Domain Name Scrabble bringt die ZIA am 15. April die Mutter aller Improvisationsformate auf die re:publica-Bühne: Der Laberflashmob ist eine Live Lecture Battle, bei der mehrere Teams gegeneinander antreten und jeweils zu einem Zufallsthema kollaborativ in einem Skype-Gruppenchat einen Vortrag schreiben. Dieser wird zeitgleich mit dem Schreibprozess auf der Bühne von einem Team-Mitglied dem Publikum als Lecture vorgetragen – wie das aussehen kann, zeigt unser Telepronto-Vortrag aus dem letzten Oktober. Eine hochkompetente Jury beurteilt gnadenlos Kohärenz der Argumentation, sprachliche Eloquenz und Gesamtperformance, kürt am Ende des Abends den Sieger und verteilt tolle Preise. Ein bunter Spass für fingerschnelle Netzviecher, moderiert von Holm Friebe, dem Peter Frankenfeld des Improformatzirkus!

Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt vorab per Mail an mail@riesenmaschine.de – first come, first serve, wir bestätigen schnellstmöglich, ob ihr dabei oder auf der Warteliste seid. Es werden ein Teamname und die Namen der Teammitglieder (mindestens vier plus Sprecher) benötigt. Vor Ort anwesend muss nur der Sprecher sein – der Rest des Teams kann irgendwo in der Weltgeschichte rumsitzen.

Ablauf
Ein Vortrag dauert minimal 10, maximal 15 Minuten, danach gibt es Feedback von der Jury. Die Themen werden eine halbe Stunde vor dem Vortrag an die Teams verschickt. Es wird empfohlen, einen eigenen Laptop mitzubringen (VGA-Adapter nicht vergessen!). Notfalls kann aber auch unser Notebook, mit unserer Skype-Version und -Konfiguration, genutzt werden.


11.04.2010 | 14:15 | Sachen kaufen | Sachen anziehen

Was wie waschen?

Was in unserer Sprache fehlt, ist ein Wort für Waschdyslexie. Nicht wie man Gold aus dem Fluss wäscht, oder sich selbst den Hals, sondern wie und womit die Kleidung, denn die Waschmittelindustrie legt ein enormes Innovationstempo vor, so dass man immer damit rechnen muss, dass die Form des Waschens, die man gestern gerade gelernt hat, heute der letzte Dernièrengag ist, und wenn man nicht aufpasst, zu Knötchen und Formverlust führt. Wäscht man mit Dosiersäckchen und -kugeln, Megaperls, Tabs, farbigen Körnern, Konzentrat, Gel, mit Nüssen, bei kaltem Wasser, mit gar keinem Wasser, mit Steinen? Und vor allem muss man wissen, was man womit anrichtet, auslöst, bewirkt, darf ich nur Kaschmir mit Kaschmirextrakten waschen, oder wird auch der lehmstarrende Kartoffelsack flauschig, was sind Vergrauungsinhibitoren und wie frisch bleibt Lenor Aprilfrisch im Mai und dem Rest des Jahres?

Ariel hat die Not zur Gunst der Stunde gemacht, und ist wieder zurück auf Anfang gegangen. Mit dem neuen Fleckentferner Pulver werden zwei essenzielle Punkte gelassen ausgesprochen, die Sehnsucht nach dem guten alten Pulver und der Weg zurück zur eigentlichen Aufgabe: Flecken rausmachen. Doch ach, wie immer haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht, die Waschsprache ist und bleibt ein Filou, die Dinge sind nicht das was sie scheinen, denn es ist nur ein Waschkraftverstärker, der in Kombination mit anderen Waschmitteln, sich eigenständig wie ein Marschflugkörper den Feind, also die Flecken suchen und entfernen soll.

Was war eigentlich zuerst da, die Waschmaschine oder das Waschmittel?


[1] 2

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- Dänische Bettenhäuser

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"Splinter", Toby Wilkins (2008)

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