Riesenmaschine

07.07.2013 | 08:44 | Anderswo | Papierrascheln | In eigener Sache

Automatische Literaturkritik Preis 2013


Der Preisträger beim Preistragen. Bild: @mitnichten


Das Räderwerk der Riesenmaschine steht still. Einmal im Jahr aber kommt es in Gang, und kurze Zeit später produziert die Maschine einen Automatischen Literaturkritikpreis. Im sechsten Jahr hat sich der Preis professionalisiert, die Punkte werden nicht mehr durch überforderte, schwitzende Riesenmaschineredakteure vergeben, die alle Punkte mit ausgetrockneten Filzstiften in eine in 4-Punkt-Schrift ausgedruckte Kriterienliste eintragen und dann an den Fingern das Ergebnis ausrechnen müssen. 2013 gab es eine übersichtliche Tabelle, in der jeder Leser seine gefundenen Punkte registrieren und mit einer Belegstelle versehen konnte.

Sechs von vierzehn Autoren schrieben schwarze Zahlen: Joachim Meyerhoff, Verena Güntner, Zé do Rock, Heinz Helle, Katja Petrowskaja und Roman Ehrlich. Den 2012 überraschende vier Mal vergebenen, ansonsten sehr seltenen Alison-Bechdel-Pluspunkt konnten Nadine Kegele und Cordula Simon verbuchen. Roman Ehrlich kam mit einem Auszug aus seinem Roman "Das kalte Jahr" auf 6 Punkte, liegt also deutlich vor Joachim Meyerhoff und Verena Güntner (je 2 Punkte). Damit stammen fünfzig Prozent aller Preisträger (Tilman Rammstedt, Dorothee Elmiger, Roman Ehrlich) aus dem Dumont-Verlag, in dem man offenbar irgendwas richtig macht.

Eine weitere gute Nachricht: Das Rahmenprogramm des Automatischen Literaturkritikpreises, die Tage der Deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt, wird es auch 2014 noch geben, wie ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz der Riesenmaschine-Redaktion in der Nacht zum Sonntag in die Hand versprach.

Der mit 500 Euro und einer von Riesenmaschine-Grafiker Martin Baaske gestalteten Urkunde dotierte Preis wurde um 10:30 im Garten des ORF-Sendehauses verliehen. Die Riesenmaschine gratuliert. Punktevorschläge für 2014 können in den Kommentaren eingereicht werden.

Was bisher geschah:
Der Preis erklärt (2008)
2008, Tag 1, Tag 2, Preisverleihung
2009, Tag 1,Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2010, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2011, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2012, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
Kriterienliste 2013


18.11.2012 | 01:39 | Papierrascheln | Effekte und Syndrome

Serendipidität 0.2


Nur echt mit dem Clipart-Fernglas!
Das Web-Adress-Buch für Deutschland 2013 ist da. Es unterscheidet sich äusserlich nur unwesentlich vom Web-Adress-Buch für Deutschland 2000/2001, innendrin sind aber wie jedes Jahr 6.000 tolle neue Super-Geheimtipps aus den Untiefen der Interwebs, garantiert ohne Suchfunktion, Hypertext und all die anderen stressigen Extras des modernen Lebens.

Alles, was es sonst noch so dazu zu sagen gibt, steht in einer Kolumne auf taz.de, wo sich dankenswerterweise auch Dipl.-Pol. Mathias Weber, der Herausgeber des Buchs, in den Kommentaren zu Wort meldet. Und neben einiger berechtigter Kritik bringt er dort eine so wichtige wie unerwartete Begründung für das Existenzrecht des Web-Adress-Buchs: "Der Vorteil des Buches ist, dass man tolle Web-Seiten zu Themen entdecken kann, an die man gar nicht gedacht hätte. Denn bei Suchmaschinen muss man immer ein Stichwort im Kopf haben, das man in die Suchmaske eingeben muss, um Treffer zu erhalten. Also sucht man immer in Bereichen, die man schon kennt. Beim Web-Adressbuch für Deutschland kann man sich einfach durch die Themenbereiche treiben lassen und entdeckt ständig neue spannende Surf-Tipps."

Serendipidität als Argument pro Buch und contra Internet – darauf muss man auch erstmal kommen. Wieder was gelernt, danke, Herr Eulenlogotierverlagsnamensgeber.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Working in a paper mine


08.07.2012 | 11:07 | Anderswo | Papierrascheln

Matthias Nawrat, Preisträger der Magnetspulenherzen

Was bisher geschah:
Der Preis erklärt (2008)
2008, Tag 1, Tag 2, Preisverleihung
2009, Tag 1,Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2010, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2011, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2012, Tag 1, Tag 2, Tag 3
Kriterienliste

Der Automatische Literaturkritik-Preis der Riesenmaschine wurde gegen 10:30 an Matthias Nawrat für seinen Text "Unternehmer" verliehen. Der Autor erhielt wenig später auch den kelag-Preis und kommt damit auf ein Gesamtpreisgeld von 10.500 Euro. Nawrat hält mit 8 oder 9 Punkten einen neuen Rekord (in den Vorjahren Tilman Rammstedt: 5 Punkte, Karl-Gustav Ruch: 2 Punkte, Dorothee Elmiger: 6 Punkte, Linus Reichlin: 7 Punkte). Der Kriterienkatalog der Automatischen Literaturkritik wurde von vielen Autoren in diesem Jahr in löblicher Weise berücksichtigt, den seltenen und bisher nur zweimal (2008 an Alina Bronsky, 2010 an Dorothee Elmiger) vergebene Alison-Bechdel-Punkt konnten gleich vier Autorinnen verbuchen. Die Riesenmaschine dankt allen Helfern, ein Foto des Preisträgers folgt.

Automatische Kulturkritik | Dauerhafter Link | Kommentare (2)


07.07.2012 | 11:56 | Anderswo | Papierrascheln

Automatischer Literaturkritik Preis 2012, Tag 3

Was bisher geschah:
Der Preis erklärt (2008)
2008, Tag 1, Tag 2, Preisverleihung
2009, Tag 1,Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2010, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2011, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2012, Tag 1, Tag 2
Kriterienliste

#11: Matthias Nawrat "Unternehmer"
Plus: 1, 2, 3, 7, 15, 17, 21, 25, 30, 37, 41, 44
Minus: evtl. 35 (Autor fragen), 45, 96, 135
Gesamt: 8 oder 9 Punkte

#12: Matthias Senkel "Aufzeichnungen aus der Kuranstalt"
Plus: 1, 2, 20
Minus: 15, 17, 35, 42, 47, 55, 69
Gesamt: -4 Punkte

#13: Leopold Federmair "Aki"
Plus: 1, 2, 7, 16, 36, 44
Minus: 3, 6, 15, 47, 85, 96, 123, 143
Gesamt: -2 Punkte

#14: Isabella Feimer
Plus: 1, 2, 7, 44
Minus: 11, 22, 42, 43, 52, 92, 93, 98, 101, 104, 148
Gesamt: -7 Punkte

Automatische Literaturkritik | Dauerhafter Link | Kommentare (6)


06.07.2012 | 12:54 | Anderswo | Papierrascheln

Automatische Literaturkritik Preis 2012, Tag 2

Was bisher geschah:
Der Preis erklärt (2008)
2008, Tag 1, Tag 2, Preisverleihung
2009, Tag 1,Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2010, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2011, Tag 1, Tag 2, Tag 3, Preisverleihung
2012, Tag 1
Kriterienliste

#6: Inger-Maria Mahlke (Text ohne Titel)
Plus: 1, 10, 25, 30, 36
Minus: 8, 17, 96, 147
Gesamt: 1 Punkt

#7: Cornelia Travnicek "Junge Hunde" (Romanauszug)
Plus: 1, 7, 10 doppelt, 12, 16, 18, 25, 30, 37, 58
Minus: 20, 35, 52, 96, 120
Gesamt: 6 Punkte

#8: Olga Martynova "Ich werde sagen: 'Hi!'"
Plus: 1, 2, 7, 13
Minus: 22, 29, 45, 47, 63
Gesamt: -1 Punkt

#9: Lisa Kränzler "Willste abhauen"
Plus: 1, 4, 7, 15, 30
Minus: 8, 18, 20, 22, 42, 85, 121
Gesamt: -2 Punkte

#10: Simon Froehling "Ich werde dich finden"
Plus: 1, 2, 3, 7, 52 (evtl. doppelt, Nachforschungen laufen)
Minus: 3, 15, 17, 42, 48, 50, 52, 81, 92, 94
Gesamt: -4 bis -5

Kulturkritikautomat | Dauerhafter Link | Kommentieren


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"The Counselor", Ridley Scott (2013)

Plus: 3, 35, 132, 144
Minus: 38, 43, 102, 183
Gesamt: 0 Punkte


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