Riesenmaschine

25.11.2005 | 12:54 | Berlin | Alles wird besser

Trash Revival


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Während das SZ-Magazin heute passenderweise mit einer schönen Titelgeschichte über Trash aufmacht (Untertitel: "Der moderne Mensch will sauber sein, dabei braucht er den Dreck zum Leben. Eine Hommage an den Schmutz in unserer Kultur"), verdichten sich die Gerüchte um die Wiedereröffnung und den neuen Standort unseres Berliner Lieblingsklubs, dem White Trash Fast Food, zur handfesten Tatsache.
(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Nach der von lange angekündigten, dann aber doch überraschenden und verheerenden Schliessung des Stammlokals Ende Juli und einem kurzen Flohmarkt -Zwischenspiel soll das White Trash wohl in allerkürzester Zukunft, nämlich heute, im ehemaligen Irish Pub mit angeschlossenem Dolmen Club in der Schönhauser Allee 6-7 eröffnen.
(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Die Tradition, geschmacklose Locations weitehend im Urzustand zu bespielen, würde damit nahtlos und geschmackvoll fortgesetzt. In einer Rundmail mit der schönen Betreffzeile: "Bloodthirsty Bitches on Steroids seeking one night of meaningless fist" kündigen die Betreiber in gewohnter Tonalität, die wir so lange vermisst haben, an: So here's the story... They tried to break our balls, yes they tried to use their evil bureaucratic voodoo on us, but it was no match for our fear of having to get normal jobs. White Trash Fast Food is back, same shit, different place. Yes we have a new place, and we'd like you to see it. Your ticket will be sent in the mail, and should arrive thursday. So that's your invitation to come celebrate with us Friday, Saturday, and Sunday for a premiere preview weekend. Seitdem belauern wir den Briefkasten und werden am Wochenende, auch falls die Tickets nicht eintreffen sollten, einfach mal auf Verdacht dort vorbeischauen.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: White Trash Floh Markt


Kommentar #1 von irgendwem:

"mit einer schönen Titelgeschichte über Trash"
Das war keine schöne Geschichte, Herr Friebe, sondern eine ganz besonders jämmerliche, unglaublich dumme, unkomische, vorhersehbare Assoziationskette des armeligsten und allereitelsten alle Blogwichser, der früher einmal für Amica geschrieben hat, eine ganz traurige Schiessbudenfigur.
"Die Weblogs", schreibt er "vor denen der professionelle Journalismus gerade soviel Angst hat, schmutzige, hakenschlagende Internet-Tagebücher von Amateuren, werden möglicherweise den Nachwuchs hervorbringen, den der Jounalismus braucht".
Und da hat dieser Mann gar nicht mal so unrecht, weil das passiert ja gerade, genau in der Ausgabe des SZ Magazins, für das er diesen wirklich schauderhaften Schülerzeitungstext geschrieben hat, nur mit dem Unterschied, dass "der Journalismus" nicht Angst vor dem Blogdreck hat, sondern ihn in vorauseilendem Gehorsam gleich absorbiert, schmutzig ist da gar nichts, vielleicht nur dieser triste Akt, diesen Müll zum Status quo werden zu lassen in ihren hoffnungslosen Blättern. Nur schlechtes Rumgemeine, der unbedingte, verzweifelte Wille immer alles sofort und noch vor allen anderen zu erkennen, zu scannen und abzulegen, Praschl ist der übelste von allen, und das allerwunderbarste ist, das alle Blogwichser ihn kopieren und jetzt auch noch das SZ Magazin, das niveauvolle Müllformat, diesem armen Würstchen auch noch seinem Müll eine Halde gibt, da weiss man dann noch klarer, was Trash ist, Trash den Praschl nicht ein einziges Mal in seinem Text erwähnt hat, er redet immer nur über Mikroben und Staub und Allergien und Schlamm, und das ist ja, wie er selbst erkannt hat letztlich Leben, Trash ist Abschaum, aber "The New York Dolls" wird er nicht kennen, und wenn, sie werden nicht so in seinen peinlichen Text reingepasst haben. Davon abgesehen, stand sein Text vergleichsweise um Ecken komischer in DER PUNK & BÄRTE RABE aus dem implodierten Hause Haffmans, und zwar von einem Herrn namens Christoph Winder

26.11.2005 | 00:48

Kommentar #2 von kosmar:

toll, ganz in der nähe von wo ich auch wohne. na das wird was.

26.11.2005 | 02:05

Kommentar #3 von Kathrin:

Noch toller: Auch ganz in der Nähe von wo noch 3.391.406 andere Menschen wohnen!

26.11.2005 | 02:56

Kommentar #4 von Sascha Lobo:

Riesiger Laden. Eine Art Grossraum-Irish-Pub auf 3 Ebenen, jede gut 1000 Quadratmeter gross, Interieur ist irgendwann vollständig mundgeschnitzt worden. In die Eingangshalle allein passt das alte White Trash einmal quergefaltet hinein. Es gibt neun verschiedene Barsituationen. Gestern war es schon spassig auf eine Art; man wird sehen.

26.11.2005 | 12:16

Kommentar #5 von Frollein Anny:

Nichts wirst Du sehen, Du hast Hausverbot, Freundchen

26.11.2005 | 15:15

Kommentar #6 von Marina Rennhack:

Kosmar, wie viel muss man Ihnen eigentlich zahlen, damit Sie mal _einen _Artikel _nicht_ kommentieren?

26.11.2005 | 18:46

Kommentar #7 von Wolfgang Abbreviat:

Apropos zahlen, wenn die Riesenmaschine eine Anzeigenabteilung hätte, würde ich diese mit den täglichen Einschaltziffern in das oben erwähnte Lokal schicken, damit diese mal ein und zwei Bierchen springen lässt

26.11.2005 | 18:52

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