Riesenmaschine

13.07.2006 | 17:28 | Anderswo | Supertiere | In eigener Sache

Keine Tiere


Sascha und Kathrin (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Wie die Sylter Rundschau in ihrer gestrigen Ausgabe meldet, macht die Tiefe kleine Tiere grösser. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine optische Täuschung, sondern es hat vermutlich etwas mit dem Wasserdruck zu tun. "Grosse Meerestiere, die aus flachen Gewässern in die Tiefsee kommen, scheinen sich ihrer neuen Umgebung anzupassen, indem sie ihre Grösse verändern. Grosse Meerestiere verkleinern sich, kleine hingegen vergrössern sich." Aha, danke, Sylter Rundschau! Mit dem Landdruck dagegen hat dagegen eine Regel zu tun, die besagt, dass Tiere auf Inseln ohne Festlandsanbindung nach kurzer Zeit schrumpfen, weil weniger Landmasse von unten gegen sie drückt.

Auf Sylt, wo sich grosse Teile der Riesenmaschine-Redaktion für einen Workshop über die Zukunft des Fernsehens aufhielten, haben Tiere, Stühle, Teller und Betten absolute Normal-Ausmasse. Das liegt am Hindenburg-Damm, der die Insel schon seit Kaiserszeiten mit dem Festland verbindet. Der Workshop handelte unter anderem davon, dass das Fernsehen "alles mit Ähnlichkeit schlägt" (Th. W. Adorno) bzw. einer allgemeineren Aussage der Quantentheorie zufolge immer den Gegenstand seiner Beobachtung durch die Beobachtung selbst bis zur Unkenntlichkeit verändert. In einer Folge der Simpsons werden bei Dreharbeiten für einen Film, in dem Kühe vorkommen sollen, von der Crew Pferde wie Kühe angestrichen. Warum sie nicht gleich eine Kuh nähmen, fragt Bart Simpson. Darauf einer der Filmmenschen: "Kühe sehen im Film nicht aus wie Kühe." Bart lässt nicht locker und will wissen, was man denn dann macht, wenn im Film Pferde dargestellt werden sollen. Unwirsche Antwort: "Dann binden wir einfach ein paar Katzen zusammen." Wie ein Rudel zusammengebundener Jungkatzen, die man in der Nordsee zu ertränken versucht, laufen Sascha Lobo, Kathrin Passig, Aleks Scholz und ich für die Fernsehkameras am Strand von Kampen herum. Zu sehen am Freitag in einem Beitrag des Kulturmagazins aspekte im ZDF.


Kommentar #1 von Florian:

Steht da Skinhead auf dem Lonsdale-Pulli? Schick!

13.07.2006 | 18:10

Kommentar #2 von Sascha Lobo:

Nicht ganz. Da steht "Skinhead Beijing" auf dem T-Shirt, bei dem es sich um eine chinesische Raubkopie handelt.

13.07.2006 | 18:11

Kommentar #3 von Alfred E. Neumann:

Vom Schreiberling eines Online-Weblogs zum Komparsen im zweiten, deutschen Fernsehen. Was für eine Karriere.
Das Komma ist Absicht.

13.07.2006 | 20:27

Kommentar #4 von due:

Muss ich das sehen wollen?
'Sascha liebt nicht grosse Worte, denn er war von eigner Sorte, konnte hoch im Bogen spucken, und mit beiden Ohren zucken, njanjanja, njanjanja, njanja-njanja-njanjanja'
(Ich singe auch gerade dazu)
Das war dann aber auch ueber einen anderen Sascha, was?

14.07.2006 | 09:01

Kommentar #5 von aspekteseher:

Habt ihr echt Holm Friebe zu Kathrin Passig gemacht, bei der Bildunterschrift?

14.07.2006 | 22:56

Kommentar #6 von der echten Kathrin Passig:

Man hört, der Tagesspiegel habe es genauso gemacht. Übrigens ist auch Sascha schlecht getroffen.

14.07.2006 | 22:59

Kommentar #7 von agent orange:

kann man denn jetzt dem ZDF glauben mit den Namensgebungen oder habt ihr da auch einen "Virus" ins "Betriebssystem" des Menschenbeschriftungscomputers von Aspekte eingeschleust? Sascha Lobo ist der dicke mit den langen Haaren?

14.07.2006 | 23:02

Kommentar #8 von Groove:

Den Beitrag kann man nicht online einsehen, oder?

15.07.2006 | 13:38

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