Riesenmaschine

21.12.2006 | 03:08 | Was fehlt | Sachen kaufen | Essen und Essenzielles | Papierrascheln

...denn es roch so nach Äpfeln und Nüssen


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)

Der vierte Kondratieffsche Übergang der kapitalistischen Konjunkturentwicklung hält zur bevorstehenden Weihnachtszeit neben Globalisierung und Nanotechnologie gerne auch mal greifbarere Gimmicks bereit. Zum Beispiel in Gestalt eines – beim Lebensmitteldiscounter Plus nach dem grossen Erfolg im Vorjahr bereits zum zweiten Mal nur für kurze Zeit zu erwerbenden – Toilettenpapiers mit Rentiermotiven und Spekulatiusduft. Vorsicht ist trotz Dreilagigkeit für empfindliche Hintern geboten, denn Verbraucherratgeber geben Verbrauchern gemeinhin den Rat, auf parfümiertes Klopapier zu verzichten, um Reizungen vorzubeugen. Spannender und passender hätten wir übrigens eine Variante mit Spekulatiusmotiven und Rentierduft gefunden, selbst wenn, wie der Riesenmaschinen-Korrespondent aus Inari zu berichten weiss, Rentierragout nach nassem Hund riecht und schmeckt. Also vermutlich ganz ähnlich wie das noch aus dem Sommer übriggebliebene Papier mit Grasgeruch. Naja, ist ja auch vom gleichen Hersteller.

Volker Jahr / Michael Brake | Dauerhafter Link | Kommentare (3)


Kommentar #1 von imagefilm:

naja ich muss sagen ein Toilettenpapier mit Tannenduft fände ich nicht schlecht. Da holt man sich doch die Natur gleich auf sein stilles Örtchen. Natürlich nur solange keiner auf die Idee kommt dem Papier Nadeln beizumischen...

21.12.2006 | 11:14

Kommentar #2 von Titus Flavius Vespasianus:

Nur so als Anregung die grüne Lösung: Wir parfümieren uns unser (selbstverständlich blattweise & handgeschöpftes) Klopapier selber, wahlweise mit den Düften von Basilikum,
Bergamotte, Zeder, Zimt, Koriander, Ingwer, Jasmin, Mandarine, Patschuli, Pinie, Rosmarin, Sandelholz, Ylang Ylang – Fusskäse, Zigarettenqualm & der neuerdings wieder beliebter werdende Mief der 50er bis 80er-Jahre dürften auch weiter kein Problem sein:
http://masl.to/?U3894686E
Als Ergänzung zum "Shrinter", der hier vor ein
paar Tagen präsentiert wurde, ein Drucker für alle, denen die Ausscheidungen des papierlosen Büros einfach zu schade sind, um sie sogleich in wenig funktionale Schnipsel zu verwandeln
http://masl.to/?B2991286E

21.12.2006 | 11:55

Kommentar #3 von Daggi:

Gebloggt am 30.11.2006
http://ihatemyneighbours.blogspot.com/2006/11/dufte.html
und erstaunlich ähnlich
gebloggt am 21.12.2005

http://ihatemyneighbours.blogspot.com/2005/12/kein-kommentar-or-i-wish-shit-could-be.html
Wenn ich das nächste Mal die Familie Friebe auf ein Neujahrsfest beobachte, werde ich etwas sagen, versprochen!

04.01.2007 | 10:08

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