Riesenmaschine

21.12.2007 | 17:26 | Anderswo | Alles wird besser

Kiss me, Kindle

Zugegeben, es ist zwar schon ein paar Tage her, dass der notorische Philippe Starck bei der Le Web 3 in Paris die neue Amazon-Lesehilfe Kindle spontan rezensierte. Aber weil wir seither das Video mehrmals täglich anschauen müssen, weil wir weder zum Kindle, noch zu Philippe Starck bislang eine Zeile verloren haben und weil heute Weihnachten ist, hier nun also die Highlights: "Se interesting thing is what there is in, not what there is around. That is why se right product for sis is to 'ave se minimum around se interesting thing." Das sind Sätze wie in Parfait gemeisselt, wie sie nicht nur für das Kindle und das Interface-Design zutreffen, sondern weit jenseits der Designwelt, etwa für die Haute Cuisine und darüber hinaus Gültigkeit besitzen. Wenn Starck zuspitzt: "Se designer was not couragious ... to completely disappear", dann paraphrasiert er damit nicht nur Roland Barthes Tod des Autors, sondern hebt den Topos gewitzt auf eine neue Stufe. Die Schlusspointe schliesslich, "It's almost modern!", bringt uns kugelblitzartig die Rekursivität unserer Moderne zum Bewusstsein. Nach der Postmoderne nun also die Fastmoderne. Das ist tatsächlich ganz grosses dialektisches Taschenbillard.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Happiness is a hot gun


Kommentar #1 von Johannes:

No, no.... it'se almost modèrne!

26.12.2007 | 18:01

*  IN DER RIESENMASCHINE


*  ORIENTIERUNG



Werbung
Werbung Ratgeber

*  SO GEHT'S:

- Ardennenschmähen

- Crossbranding bei Spielzeugbaggern

- Tip-Top-Subkultur

- wirkmächtige Realitätsfiktionen

*  SO NICHT:

- fiese Darmgebrechen

- Op-Art Tapete (too much)

- Radio am Klorollenhalter

- Casualty Friday


*  AUTOMATISCHE KULTURKRITIK

"Parde", Jafar Panahi (2013)

Plus: 5, 21, 35, 45, 122, 142, 157
Minus: 14, 38, 98, 132, 160, 161
Gesamt: 1 Punkt


*  KATEGORIEN


*  ARCHIV