18.07.2007 | 14:04 | Was fehlt | Essen und Essenzielles
 Profibakterienesser im Anmarsch (Foto: fillyjonk) (Lizenz) So schön der Bakterienzoo auf den ersten Blick wirkt, es fehlen doch Actionelemente, Fütterungszeiten zum Beispiel. Die populären Fleischfressenden Bakterien bieten sich an, scheiden aber aus, weil sie die meiste Zeit unter der Haut verbringen, die Gäste würden sie schnell abwählen.
Für die Eltern wäre der dekorative Bewuchs von Brot und Kühlschrank wohl interessanter, leider zeichnen dafür in der Hauptsache Pilze, also überhebliche Eukaryoten, verantwortlich, für einen sortenreinen Bakterienzoo ein Unding. Jede anständige Familie ginge bald wieder in einen Vogelpark. Stattdessen sollten die Bakterien sich lieber selber fressen, Bdellovibrio bacteriovorus liefert was fürs Auge, mit Mikroskopen kann man ihm beim Fressen anderer Bakterien zuschauen.
Dieser Beitrag ist ein Update zu: Erneuerbare Niedlichkeiten
Kommentar #1 von dominik:
Die auf dem zukünftigen Socken abgebildeten Bakteriophagen zerstören zwar ebenfalls Bakterien, sind aber selbst Viren und widersprechen damit ebenfalls dem "sortenreinen" Zoo. Mit Lichtmikroskopen sieht man da leider auch nicht sehr viel.
18.07.2007 | 15:00
Kommentar #2 von Roland:
Phagen sind genetische Elemente der bakteriellen Pangenome, sind also untrennbar mit ihnen verbunden und sowieso keine selbstständingen Lebewesen. Zugegebermassen wird der Beitrag fadenscheinig, wenn man ihn unter der modernen Kladistik betrachtet, denn der Bakterienzoo besteht aus Archaeen und den eigentlichen Bakterien. Die Halobakterien aus dem vorigen Teil des Zoos zählen zu den Archaeen. Die Frage, ob die die Organismen des erweiterten Bakterienbegriffes monophyletisch sind, ist allerdings umstritten. Man müsste die letzten gemeinsamen Vorfahren von Archaeen, Bakterien und Eukaryoten bestimmen, die Forschung auf dem Gebiet hat keine abschliessenden Antworten.
18.07.2007 | 17:43
Kommentar #3 von Don Megahertzfeld:
My spoon is too big. Oi am a BANANA!
18.07.2007 | 20:50
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IN DER RIESENMASCHINE
ORIENTIERUNG
SO GEHT'S:
- gut geölte Scharniere an den Pforten der Wahrnehmung
- Bilinguale Wortwitze (Der Schnee geht zu neige)
- separate Erhältlichkeit
- Aschermittwoch
SO NICHT:
- grausige Funde
- Lebensmut in der U-Bahn liegen lassen
- Augenzwinkern (mit einem)
- immer alles erblicken (statt sehen)
AUTOMATISCHE KULTURKRITIK
"Drum Bun", Robert Ralston (2004)
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