04.08.2005 | 11:46 | Berlin | Zeichen und Wunder
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.) Das grosse Weder-Noch, die Sommerhysterie, der Wahlkampf, ist für die nur noch zu Hitlisten oder Sportkommentaren fähigen Medien eine grandiose Gelegenheit, sich in der argumentativen Sackgasse von "Aber irgendeiner muss doch gewinnen!" zu verrennen. Muss gar nicht, denkt sich nämlich das Wahlvolk, vor allem dann nicht, wenn sich sämtliche Alternativen in ununterscheidbarer Unfähigkeit präsentieren. Fehlende Unterscheidbarkeit schlägt auch auf den politischen Guerilla-Wahlkampf durch: wo früher noch schwungvoll Hitlerbärtchen auf Wahlplakate gekritzelt wurden, hat jetzt eine neue Gelassenheit Einzug gehalten. Lässige Parolen auf Hauswänden in der Sommersonne, in Berlin, dem Zentrum der Nichtbewegung.
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IN DER RIESENMASCHINE
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SO GEHT'S:
- Drogen (manche)
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- zeitloser Chic
- Mainstream-Religionen
- Altes (ausser Gutes)
AUTOMATISCHE KULTURKRITIK
"Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull", Steven Spielberg (2008)
Plus: 15, 19, 69, 96, 105, 106 Minus: 8, 11, 37 doppelt, 46, 116, 118, 122, 140 Gesamt: -3 Punkte
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