Riesenmaschine

25.08.2005 | 18:10 | Anderswo | Vermutungen über die Welt

Geld wie Heu


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Die Zeiten für Bauern scheinen immer schlechter zu werden. Subventionskürzungen, Preisverfall bei Agrarprodukten, Billigimporte (wahrscheinlich aus China!) – der gemeine Landwirt hat offenbar kaum noch Chancen, seine Familie angemessen zu ernähren. Die in der Marktwirtschaft natürliche Folge ist die Suche nach Ersatzeinnahmequellen. So wird das seit einiger Zeit praktizierte Kuhleasing immer erfolgreicher, andere Bauern bieten tolldreist Arbeitsferien an, für die man unter Umständen sogar bezahlen muss. Da ist eine naheliegende, harmlos daherkommende Variante, sein Heu zu Geld zu machen. Und zwar mit Werbung, wie man sieht. Über die marktüblichen Richtwerte kann man errechnen: bei einem TKP (Tausendkontaktpreis) von 30 € und vor Ort geschätzten vier Passanten pro Tag kommt der Werbebauer auf Zusatzeinnahmen von 3,60 € pro Monat. Da ein solches mehrfarbig geplottetes Riesenplakat etwa 1.200 € kostet, hat sich die Investition bereits nach 27,7 Jahren amortisiert und beginnt dann, Reingewinn abzuwerfen. Aber Landwirte sind ja gewohnt, langfristig zu denken.


Kommentar #1 von tknuewer:

Preisfrage: Vertrauen Sie einem Vermögensberater ihr Geld an, der auf Heuballen wirbt?

26.08.2005 | 15:08

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