Riesenmaschine

20.09.2005 | 12:35 | Alles wird schlechter

Jetzt amtlich: Punk doch tot


Foto: lordkhan / Lizenz
Dass die Jugendkulturen heute nicht mehr das sind, was sie mal waren, als wir ihnen noch angehörten, verkünden wir nach dem ersten Bier ja schon seit langem. Wie bitter es aber tatsächlich um das schiere Wesen der Jugendkultur an sich bestellt ist, dämmert einem erst dann, wenn man sich klar macht, dass die Bundeszentrale für politische Bildung durch die Schulen tourt, um den Kindern im Rahmen des Projekts Culture on the Road die Ideen, Grundhaltungen und Codes von zum Beispiel HipHop, Dancehall-Reggae, Punk, Gothic, Skateboarding und Girl Power nahe zu bringen. Zum Beispiel so: "Punk ist äusserlich wohl die schrillste Subkultur. (...) Das Zerstörungs-Image der Chaostage trügt und hatte viel mit dem Agieren von Medien und Staatsgewalt zu tun. Punks sind Selbermacher, im Ganzen konstruktiv, gestalten ihren Lebensraum, sind reise- und kontaktfreudig, und vor allem: politisch zumeist weder gleichgültig noch zynisch. Punks legen Wert auf Solidarität und Engagement vor Ort: autonomes Jugendzentrum, Instand-Besetzung von Spekulationsobjekten, Anti-Nazi-Demos." Respekt. So, und nur so, die Herren Schönbohm und Gauweiler, macht man dem Punk ein und für allemal und gründlich den Garaus.


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- Futtergrosshändler "anfüttern"

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- Frittierte Föten

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- als Boho getarnte Bauernblusen

- Hasssalat

- gegorenes Zaziki

- New Orleans


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"Yakuza Apocalypse", Takashi Miike (2015)

Plus: 3, 33, 50, 96, 97, 103, 118, 143, 148, 149
Minus: 97, 102, 203
Gesamt: 5 Punkte


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