Riesenmaschine

19.10.2005 | 18:01 | Anderswo | Alles wird schlechter

Vietnam IV: Ciptura International City


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)

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Zwar ist Vietnam auf dem Papier immer noch kommunistisch, und wo immer man es mit Beamten und anderen Offiziellen zu tun hat, wird einem diese Tatsache deutlich bewusst – aber längst hat sich auch hier eine neue Oberschicht herausgebildet, die in ihren dunklen Geländelimousinen durch den geschmeidigen Mofaverkehr walzt und auch sonst nach den Insignien westlichen Luxus' strebt. Für diese Klientel entsteht am Stadtrand von Hanoi auf dem Weg zum Flughafen gerade die Cipura International City, eine Gated Community der Superlative.

Ein indonesischer Investor hat das Areal samt Baugenehmigung 1998 von der Regieurung erworben und lässt dort ein neues Arkadien mit allen Attributen der westlichen Postmoderne in asiatisch überdreht entstehen. Das dem Brandenburger Tor nachempfundene Eingangsportal wird von expressionistisch durchgeknallten Pferdeskulpturen gekrönt, die auch die grosse Querallee im Inneren schmücken. Albert Speer würde das wohl gefallen.

Die Häuser sind ein Crossover britischer Townhouses wie im Londoner Stadtteil Belgrave mit allem, was die postmoderne Neoklassik im Angebot hat. Die Preisliste beginnt angeblich bei 200.000 US$ und ist nach oben offen. Westliche Stadtplaner sind naturgemäss wenig angetan von dem Projekt und der gesamten Entwicklung. In der DDR hätte man vermutlich "überholen ohne einzuholen" dazu gesagt.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Asien Spezial: Korea & Vietnam


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