Riesenmaschine

23.12.2005 | 11:35 | Anderswo

Klappe


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Was macht man mit dem ungewollten Kind, das einem die regionale Sekte verboten hat wegzukratzen, -saugen oder was auch immer, man lässt es auf natürlichem Weg raus und wirft es dann in die Babyklappe, die gibt's mittlerweile in jedem grösseren Elendsviertel, genauso wie die in letzter Zeit verstärkt installierten Tierklappen, wo hinein man das am zweiten Weihnachtstag bereits lästig zu müffeln beginnende Rudel Rottweilerwelpen, den Karpfen oder den Schwarm Guppys schmeissen kann. Was aber tun mit dem Kunstwerk, das man vielleicht beim letzten Norwegenurlaub aus einem Museum "im Affekt" (Wette/Besoffen/Initiation) hat mitgehen lassen, und das einem etwas zu heiss geworden ist, weil es sich auch selbst über Internethehler nicht loswerden lässt? Dann sollte man sich nicht scheuen, schleunigst, auch um sein kleines kariöses Gewissen zu entlasten, die Kunstklappe in Wien aufzusuchen und das Werk dort entsorgen, so wie man sich auch vorher Gedanken machen sollte, wie man seine eigenen, alt und ausgeleiert gewordenen Kunstklappen trennt.


Kommentar #1 von kosmar:

oder geschenke die man nicht wollte. i.d.S frohe weihnachten riesenmaschine http://www.flickr.com/photos/kosmar/76590883/

23.12.2005 | 17:06

Kommentar #2 von irgendwem:

Lustig an den Bioklappen, dass man sie jetzt versucht zu züchten:
"Im Mittelpunkt des Interesses steht die Forschung an gezüchteten Herzklappen. Dabei wird ein Gerüst aus Kunststoff oder tierischem Bindegewebe hergestellt. Körpereigene Zellen, die Arterien entnommen sind, werden in Bioreaktoren weitergezüchtet. Werden die Gerüste damit besiedelt, bilden sich vollständige Herzklappen heraus."
Wie wohl die Berufsgruppe heisst? Herzbauer?

24.12.2005 | 01:15

Kommentar #3 von Der Aktenkoffer:

"Was macht man mit dem ungewollten Kind, das einem die regionale Sekte verboten hat wegzukratzen, -saugen oder was auch immer, man lässt es auf natürlichem Weg raus und wirft es dann in die Babyklappe,"
So etwas widerwertiges habe ich in den letzten Monaten nicht mehr gelesen. Solltest Du mit regionalen Sekten das Christentum meinen um mit einer selten ungelenk gewählten Formulierung, ist es erstens bedauernswert, weil Du Dich von dem abwendest, was all die Werte ausmacht auf die wir – nicht Du stolz sein können und zweitens Du den Unterschied zwischen Sekten und Religionsgemeinschaften nicht siehst.
Zweitens ist die Aussage, das Töten von ungeborenem Leben sei nur durch jene "Sekten" und aufgrund ihren Wirkens verboten, menschenverachtend. Das Recht auf Leben erwächst nicht nur aus der Bibel und jenem höchsten Geschenk Gottes, sondern auch aus dem Grundgesetz.
Und nein – ich bin kein Pastor, der an Heiligabend surft und die Welt vor derartigem geistigen Abfall bewahren will, nein ich bin eher einer von denen mit denen Du am Wochenende einen heben gehst.
Mir gibt es zu denken, dass sich hier kein Unmut über sowas bildet – so ein Nazigewäsch. Ich will hier nicht die gute alte faschistische Keule herausholen, aber nichts anderes ist es, wenn man Leben wegkratzen oder eben vergast, ohne drüber nachzudenken.
Frohe Weihnachten!

24.12.2005 | 15:20

Kommentar #4 von Tex:

Oh, ein Satiriker wünscht mir eine Frohe Weihnacht, das ist aber nett, ein Fest, auf das ich leider nicht stolz sein kann, deshalb hab ich auch nur einen heidnischen Tannenbaum, ohne Stern obendrauf und Krippe untendrunter

24.12.2005 | 17:41

Kommentar #5 von Tex:

Ausserdem glaube ich nicht, dass ich mit Ihnen am Wochenende "einen heben" gehe, weil ich nämlich Anhänger der Kirche der 7 Tage Antizyklisten bin. Und wie Sie ja in Ihrer Kommentar ganz richtig erkannt haben, ich nicht stolz auf all die "Werte" sein kann, auf die Sie so stolz sind, ist mir der Wert des Sonntags auch vollkommen schnuppe, ich geh eher Montags, Dienstags und Mittwochs saufen.
Und um sie noch weiter aufzuregen, behängte ich meinen Baum gestern auch nicht mit Lametta (Engelshaar), sondern selbstverständlich mit Sauerkraut

25.12.2005 | 11:52

Kommentar #6 von irgendwem:

NICHT noch weitter aufzuregen, sollte oben stehen, ist aber durch meine Nervosität hinter den "Heizkörper geflutscht"

25.12.2005 | 11:55

Kommentar #7 von Der Aktenkoffer:

So ganz bist nicht wirklich auf meine Kritik eingegangen.

25.12.2005 | 20:00

Kommentar #8 von tex:

Nämlich deswegen, weil ich Ihr Gegreine nicht erst nehmen kann.
Ich nehme auch nicht an, dass Sie "Vera Drake" von Mike Leigh kennen, die Zustände, die in dem Film dargestellt werden, finden sie auch jetzt noch in Irland, initiiert von einer der bösartigsten Sekten, der katholischen Kirche, und wie Sie sie nennen, sei es Bringer des Lichts, Lamettas und der Werte oder anders, ist mir herzlich egal

26.12.2005 | 01:18

Kommentar #9 von Der Aktenkoffer:

Gut, da wir uns durch gegenseitiges "nicht-ernst-nehmen" Zeit ersparen können und ich jetzt keine Lust habe, mich der dämlich, typisch-durchschnitts-deutschen, Extrembeispielargumentation darzugeben – verbleibe ich mit der Frage warum Sie mich mit etwas überzeugen wollen, von dem Sie wissen, das ich es nicht kenne.
Eigentlich interessierts mich nicht – befassen Sie sich einfach nicht mit Dingen von denen Sie nichts verstehen.

26.12.2005 | 04:21

Kommentar #10 von irgendwem:

Und hier noch der typisch-durchschnitts-deutsche Extremsuperservice für Leute, die nicht wissen wie Abtreibung geht (Sorry, Herr Aktenkoffer, die Vergasung, wie Sie vermuten, ist nicht gebräuchlich):
Absaugmethode/Vakuumaspiration (chirurgisch)
In örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose wird zunächst der Muttermund mit speziellen Stiften aus Metall oder Plastik aufgedehnt. Danach wird ein Saugröhrchen (Durchmesser ca. 6-10mm) in den Uterus eingeführt und der Inhalt der Gebärmutter abgesaugt. Dies ist die in Deutschland häufigste Methode (ca. 80 %) und wird meist zwischen der 6.-10. Woche durchgeführt. Diese Methode kann aber bis zur 14. Woche, gerechnet ab dem 1. Tag der letzten Regelblutung angewendet werden.
Ausschabung/Curettage (chirurgisch)
Nach der Aufdehnung des Muttermundes mit Hilfe von Hegarstiften erfolgt die Ausschabung der Gebärmutter mit einer sogenannten Curette (ein löffelartiges Instrument), womit der Fruchtsack mit dem Embryo und die Gebärmutterschleimhaut entfernt werden. Eine Curettage wird auch aus anderen Gründen bei Frauen durchgeführt, die nicht schwanger sind. Diese früher gebräuchliche Methode ist durch die Absaugung abgelöst worden und wird nur noch selten durchgeführt

26.12.2005 | 11:12

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