Riesenmaschine

13.03.2006 | 06:06 | Anderswo

Marula, warum?


Jetzt, wo offenbar eine gewisse Stagnation in den Innovationsabteilungen der Softdrink-Hersteller festzustellen ist, und man auch nur noch lustlos neue Biersorten entwickelt, ist auf der anderen Seite wohl noch lange nicht abzusehen, wann man aufhört, am Wasser herumzufummeln, als ob kaltes und heisses Wasser nicht reichen würde. Die Branche selbst bezeichnet das Zeug als "Functional Drinks", "Near Water" oder "Frivolisierendes Wasser". Österreich ist diesbezüglich nicht nur Pionier im Basteln mit Wasser, sondern auch bereits mehrfach gesättigt, durch die zwei konkurrierenden Mineralwasserabfüller Vöslauer und Römerquelle, die beide ein breites Sortiment an geschminktem Wasser anbieten, unter anderem mit Koriander, Melisse, Rosen, Essig, Pfeffer, und man denkt, jetzt reichts auch hier langsam, aber Römerquelle startet die Sommersaison mit einer neuen Offensive, jetzt kommen die Früchte und Aromen, von denen noch nie jemand etwas zuvor gehört hat, und der Marula sollen noch weitere folgen. Warum eigentlich nicht gleich ein Wollemiawasser, wenn man jetzt schon direkt an der Quelle sitzt?

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Durst? Grünwein!

Tex Rubinowitz | Dauerhafter Link | Kommentare (7)


Kommentar #1 von irgendwem:

Ignorant. Der Marula-Baum steht in Afrika und produziert Früchte, an denen sich Jahr für Jahr die Tiere betrinken. Heisst es. Stimmt natürlich nicht.
Trotzdem sollte man zumindest in Deutschland die Früchte kennen, da seit einem halben Jahr der afrikanische Likör "Amarula" beworben wild beworben wird.

13.03.2006 | 08:55

Kommentar #2 von Sab:

Erstaunlich, dass die Getränkeabfüller immer noch mit Aromen und künstlichen Zusätzen herumexperimentieren, das muss ja schliesslich alles entwickelt und zugekauft werden. Viel billiger wäre es doch, das Wasser einfach zu besprechen, so wie es dieser Mann in Japan vorgemacht hat.

13.03.2006 | 09:06

Kommentar #3 von Ardan/UWR-Team Bamberg:

Wenn man nun aber nicht so besonders grosses Interesse an Likör hat, auch noch nie in Afrika war, und sich auch nicht, wie die Elefanten an Marularindenkäfern berauschen möchte, dann kann es ja unter Umständen sein, dass man von der Marula noch nie etwas gehört hat.

13.03.2006 | 09:18

Kommentar #4 von Ponyfreund Bernd:

Stimmt. Doch dann googelt man eben oder schaut in die Wikipedia.

13.03.2006 | 09:30

Kommentar #5 von Rubi:

Googeln, interessanter Vorschlag, Bernd. Aber wenn ich noch nie zuvor etwas von der Marula gehört habe, sie dann googele, dann hab ich trotzdem noch nie zuvor etwas von ihr gehört

13.03.2006 | 09:55

Kommentar #6 von Georg:

Den Mineralwasseraromaerfindern empfehle ich einen Blick – wenn nicht sogar einen Trip – nach Georgien. Dort in den Tälern hinterm Kaukasus trinkt man seit Menschengedenken nur zwei Arten von Limonade: Birne und Estragon. Wobei Birne nach meinem Geschmack nur Panne schmeckt und Estragon leicht nach Lakritz. Das Berliner Lokal "Ex Oriente Lux" experimentiert mit einer eigenen Limo-Reihe, deren leicht säuerliche Highligts Dattel und Tamarinde heissen. All das sind allerdings echte Süssgetränke, nicht so Geschmacksschminker. In diese Kategorie gehört sicherlich Volvic Menthe, das ich vor drei Jahren als ideales Zahnputzwasser kennen gelernt habe. Gibt´s leider nur in Frankreich.

13.03.2006 | 11:57

Kommentar #7 von Tom:

Interessantes Wasser für gelangweilte Grossstädter.

13.03.2006 | 12:09

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