Riesenmaschine

24.07.2006 | 01:43 | Essen und Essenzielles

Affenwurst


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Weil sich unsere Vorfahren nun mal entlang der Austernbänke und nicht entlang der Brombeerbüsche verbreitet haben, stopfen wir uns jetzt alles, was bei zwei nicht rechtzeitig auf den Bäumen ist, in den Mund, in erster Linie Schweine und Kühe. Denn Essen muss zäh sein und Widerstand leisten, das unterscheidet uns vom breiessenden Kind und dem Affenfutter essenden Erwachsenen. Neben üblichen essbaren Kreaturen tauchen in letzter Zeit in Europa und den USA immer häufiger auch Essaffen auf. Illegal, meist in Kühltaschen importiert, ist das Fleisch in erster Linie für Einwanderer bestimmt, die ein bisschen den Ebolageschmack von zu Hause in der Fremde haben wollen. Die Einfuhr ist zwar verboten, aber der Verzehr bleibt straffrei. Sowas ähnliches denkt sich wohl auch die Grossmetzgerei Eggelbusch, die jetzt Affenwurst im Repertoire hat. Wie sie an die Affen kommt, bleibt im Dunkeln; es müssen deutsche Affen sein, die bei zwei nicht schnell genug auf den Bäumen waren.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Chimpsmissbrauch

Tex Rubinowitz | Dauerhafter Link | Kommentare (7)


Kommentar #1 von spezialpeggy:

weil ich hin und wieder in den Schlangen an Fleischtheken meine Zeit zubringe, weiss ich, dass man "Gesichtswurst" bestellen muss um solcherlei Mortadella eingetütet zu bekommen.
Schönen Einkauf!

24.07.2006 | 07:43

Kommentar #2 von Dr. Sand:

Ich empfehle Müttern, die Wurst quer zu schneiden. Daurch entstehen ebenfalls interssante Muster, aber das Kind wird nicht kannibalisiert. Der Nährwert bleibt dadurch, dank feinverteilter Geschmacksverstärker voll erhalten. Laut Aussagen der Kinder schmeckt es weniger nach Affe.

24.07.2006 | 10:59

Kommentar #3 von frank:

Auf der Webseite verrät sich die Metzgerei Eggelbusch: Die schreiben da, die Wurst hätte "Kaliber 110". Ha, die ist gar nicht zum Essen gedacht; sicher wollen die damit auf Vegetarier oder Veganer (minimum Stufe 5 – die essen nichts was einen Schatten wirft) schiessen. Auf diese Weise will der Fleischimperialist die Körnernager ausrotten und so nachhaltig den Konsum der weichen Schimpansenmasse sichern. Bäh. Könnte aber auch Zufall sein; oder was anderes.

24.07.2006 | 13:43

Kommentar #4 von Der Verweichlichte:

ein zeichen des goldenen jadeaffens!
vwg

24.07.2006 | 20:08

Kommentar #5 von CFB:

Diese Verbrechen an den Affen gehören gesühnt, es soll Gerechtigkeit herrschen! Aber wenn man "Quid pro quo, Affenfresser!" sagen will, dann muss sie her, die Menschenwurst. Die ist aber leider leichter imaginiert als produziert. Wer weiss denn schon, wie es gemacht wird?
Die hier jedenfalls nicht, die machen in Gemüse, auch wenn der Name an einen Experten auf dem erforderlichen Gebiet erinnert. Der hier kann es im Prinzip, läuft aber nicht ganz rund und macht jetzt lieber Wurst aus Bären. Zum Nachmachen gibt's hier zwar die Anleitung, aber Epoxidharz? Das kann nicht schmecken. Ordentlich in Gelatine, aber gegen Aufpreis, machen es dann schliesslich die. Man kann sich sogar für kleines Geld die Farbe aussuchen. Aber das Ganze ist trotzdem für den hohlen Zahn, weil viel zu klein und dünn geschnitten. Hätte man schlussendlich alle Hürden genommen und wollte das Produkt an den Affen bringen, die Probleme fingen vermutlich erst richtig an. Denn das ginge dann wohl nur hier.
Der Vegetarier indes suhlt sich in seiner Neutralität und isst lieber Wurst, die es eigentlich gar nicht geben sollte, aus wehrlosen Pflanzen und Weizenfleisch. Hoffentlich bekommen die Triffids bald Wind davon.

25.07.2006 | 00:05

Kommentar #6 von CFB:

Die letzten 2 Links so gesetzt bekommen zu haben, wie sie jetzt sitzen, dafür ausdrücklich "Dankeschön!".

25.07.2006 | 00:43

Kommentar #7 von kettenraucher:

eine teuflische kampagne, nach weltweiter akzeptanz der monkeyfaces werden würste mit menschengesichtern fabriziert, dann ist es ethisch nur noch ein kleiner schritt zu soilent- green. demografisch und ernährungspolitisch ein harter, konsequenter und aber vor allem richtiger schritt. mahlzeit.

26.07.2006 | 05:50

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