Riesenmaschine

15.11.2006 | 00:55 | Alles wird besser | Alles wird schlechter | Sachen kaufen

Trend zum Gegenstand


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Ist es gut, dass vieles, wofür man früher einen Gegenstand kaufen musste (Wecker, Kalender, Taschenrechner, Radio, Fernseher, CD, Buch, Brettspiel, Landkarte, Notizzettel, Telefon, Briefpapier, Teleskop, Overheadfolie, Kleinstlebewesen, Fotoalbum, Spiegel), inzwischen von Software erledigt wird, die keinen Platz mehr wegnimmt und nur selten verlorengeht? Oder wäre es noch besser, wenn man stattdessen oder zusätzlich wieder ein im Weg herumstehendes Produkt hätte? Ein WLAN-Radio wie das oder das hier zum Internetradiohören, einen Ambient Orb für alles Mögliche, oder eine Ambient Clock (via Productdose), die den eigenen Google-Kalender anzeigt? Noch lebt die Ambient Clock in einem grauen Schattenreich, denn noch ist sie Software, aber schon bald soll sie Hardware werden. Bis dann müssen wir uns entschieden haben.


Kommentar #1 von Sarah:

Was Borat für die angestrengte PC-Bewegung ist und vielleicht zunehmende Hurrikane für Mobilitätsverrückte sind, scheint nun auch das Universum weicher und harter Ware ereilt zu haben: Das unerbittliche Schicksal der Rückeroberung.

15.11.2006 | 01:31

Kommentar #2 von michael:

ich bin gerade dabei meine hifi stereo anlage zu verkaufen. nicht das sie einen schlechten klang hat, im gegenteil, sie war sehr teuer. ist sie doch aus mehreren komponenten, die mehrere hundert euro gekostet hat. doch warum brauche ich sie wenn ich eh nur noch mp3s auf dem rechner hoere? damit bin ich materiell weniger gebunden und weitaus mobiler.

15.11.2006 | 06:20

Kommentar #3 von regular:

ja, endlich nicht mehr den HIFI-Turm auf den Rücken schnallen müssen, nur um beim Joggen Musik hören zu können! Schon toll, dieser Fortschritt und so.

15.11.2006 | 06:48

Kommentar #4 von irgendwem:

Die Stereoanlage ist wohl das schlechtestmögliche Beispiel, braucht man doch, solange wir Musik nicht direkt vom PC an den Hörnerv übertragen einen physischen Klangerzeuger.
Was hat also das mp3 als Datenspeicherform mit der Hifi-Anlage als Musikwiedergabesystem zu tun? Nur soviel, dass die Hifi-Anlage mit den verkrüppelten Daten eventuell unterfordert ist und die PC-Lautsprecher dafür auch ausreichen.

15.11.2006 | 09:55

Kommentar #5 von Thomas:

Durch die ausgedrückte Konzentration auf Kohäsion und Reduktion von Redundanz bin ich durchaus der Meinung: Alles wird besser.

15.11.2006 | 21:38

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