Riesenmaschine

01.12.2006 | 00:39 | Anderswo | Was fehlt

Teures Gesicht

Bitte betrachten Sie das Gesicht dieses Mannes einmal etwas genauer. Die unendlich traurigen Augen hinter Brillengläsern, so gross wie kleine Teiche. Die aufeinander gepressten Lippen, die ein fürchterliches Geheimnis zu bewahren scheinen. Die etwas unordentliche Frisur, die nach der streichenden Hand einer liebevollen Frau schreit, dazu das steife, weisse Hemd, der Schlips, der Kragen. Können Sie sich vorstellen, dass genau dieses Gesicht in China Gold wert ist, Gold im Wert von rund 50 Millionen Euro? Schwerlich! Und doch ist es so, denn das Gesicht des traurigen Mannes prangt auf allen Packungen eines höchst erfolgreichen chinesischen Produkts. Sagen Sie uns oder vermuten Sie jetzt bitte, welches, und wir erzählen Ihnen mehr über den Mann, das Produkt und die Firma, die es herstellt. Chinesen und Chinabewohner, die die Antwort auf Anhieb wissen, werden gebeten, sich in den ersten zwei Stunden zurückzuhalten, damit auch der Rest der Welt eine Chance hat, wenigstens noch dieses Mal.

Christian Y. Schmidt | Dauerhafter Link | Kommentare (50)


Kommentar #1 von Herr Sommer:

Nun, seit meinem letzen Chinaaufenthalt ist es zugegebenermassen schon mindestens zwei, drei Leben her, aber wenn ich mal raten darf...:
Kondome?

01.12.2006 | 01:10

Kommentar #2 von irgendwem:

Zwieback. Oder Kondome mit Zwiebackgeschmack.

01.12.2006 | 01:35

Kommentar #3 von The Missing Wolf:

Rooks rike Lotbäckchen. Hai?

01.12.2006 | 04:31

Kommentar #4 von Alter!!!:

Ok, wenn ich raten müsste, dann würde ich sagen, dass er für Chinas erfolgreichstes Toilettenpapier wirbt!

01.12.2006 | 08:06

Kommentar #5 von Holzwurm:

Ganz klar, der Mann wibt fuer die lokale Optikerinnung.

01.12.2006 | 08:16

Kommentar #6 von everywear:

Es ist fuer medizin oder ein medizinisches produkt eine salbe oder etwas in der art

01.12.2006 | 08:23

Kommentar #7 von Schabernackensteak:

Dargestellt ist in diesem Falle allem Anschein nach der chinesische Uncle Benz, folglich ist das Produkt irgend etwas oral einzufuehrendes.

01.12.2006 | 08:56

Kommentar #8 von Deng Xiao:

Das ist doch sicher der letzte chinesische Herr Kaiser von der Hamburg – Pekinger.

01.12.2006 | 09:06

Kommentar #9 von irgendwem:

Verdammt, warum kann man nicht nach Bildern googeln?

01.12.2006 | 09:09

Kommentar #10 von Alter!!!:

Aber wie wir ja wissen haben hochbezahlte Forscher-Honks rausgefunden, dass blau und grün keine Farben sind, mit denen man Essen verpacken/verkaufen soll, das dämpft den Hunger.
Ich bleib dabei: Entweder Toilettenpapier oder ein Frauen-Hygiene-Produkt!!

01.12.2006 | 09:32

Kommentar #11 von Jesus Presley:

Irgendwas zum Rasieren...Aftershave, Pitralon oder Tabac Original, in dem Stil.

01.12.2006 | 09:35

Kommentar #12 von #12:

Dieser Mann wirbt für Toupets, ganz klar.

01.12.2006 | 09:42

Kommentar #13 von Sypholux:

Dieser Herr bürgt ganz offensichtlich für Qualität - wahlweise mit oder ohne seinen guten Namen.
Also sind es Babygläschen, wahrscheinlich Geschmacksrichtung »dachshund«.

01.12.2006 | 09:54

Kommentar #14 von Jesus Presley:

Nach ein wenig Nachdenkerei würde ich die Theorie der Frauenhygieneprodukte auch unterstützen. Einen Saubermann ohne sexuelle Interessen trägt man doch vertrauensvoll im Slip spazieren, oder?

01.12.2006 | 10:17

Kommentar #15 von Boris:

Für einen Spezialkleber, mit dem man Haare, die von ganz rechts kommen, quer über den Kopf bis ganz nach links ankleben kann?

01.12.2006 | 10:23

Kommentar #16 von Schabernackensteak:

Okay, ich revidiere meine Aussage. Entweder Jesus P. (ob er wohl mit dem deutschen Rapper/Produzenten Moses P. verwandt oder verschwägert ist?) hat dem Nagel auf den Kopf getroffen, oder es handelt sich hierbei um etwas mechanisch-elektronisches, um Uhren, Akkubohrer, Taschenrechner, Teilchenbeschleuniger, etwas in dieser Richtung. Oder aber das Bild ist eine Hommage an einen renommierten (Gesellschafts-)Spielzeugsproduzenten, es geht also subsequently um Spielzeug. Wenn´s keines dieser Dinge ist, erschiesse ich mich, bzw. jemand anderen.

01.12.2006 | 11:07

Kommentar #17 von Bobo:

Onkel Yens Reis? (..übrigens interessante Sache mit dem "Leider war Ihr Kommentar zu wenig gehaltvoll", da unsere festplattengestützten Freunde nun doch noch nicht so weit sind Glanz und Unglanz einer Semantik zu differenzieren, vermute ich einfach mal eine schlichte Zeichenzählung – die sich, wie in diesem Beispiel, durch eine schlichte Laberklammer etc., ich glaube das dürfte bereits reichen)

01.12.2006 | 11:15

Kommentar #18 von Omar:

Dem Anschein nach würde ich auch sagen, dass es sich hierbei um Toupetwerbung handelt. Doch kann ich mir nicht vorstellen dass dieses Geschäft in China so erfolgreich sein kann...Könnt ihr euch an Chinesen mit Haarausfall erinnern?
Folglich gehe ich davon aus dass dieser Mann Werbeträger der neuen chinesischen Oberklasse-Limousine handelt. So sieht wohl ein erfolgreicher Chinese im Schnitt aus, nicht?

01.12.2006 | 11:18

Kommentar #19 von irgendwem:

Potenzpillen, angefertigt aus Zahnbelag von frischen Milchzähnen, die präpubertierende Zwitter ausgespuckt haben.
So oder ähnlich.

01.12.2006 | 11:20

Kommentar #20 von Bobo:

Klarer Fall, das ist doch Chinas KOI BOY. Im trauten Schweigen mit seinen schuppigen (Frisur!) Geschäftspartnern hat der Mann mit den "Brillengläsern, so gross wie kleine Teiche" (sic! Goldfisch nämlich!) schon manche Fantastilliarde durch den Handel mit Fischfutter gescheffelt!

01.12.2006 | 11:28

Kommentar #21 von Schabernackensteak:

Behandlung von Haarausfall mit traditioneller chinesische Medizin (TCM):
"Einige Scheiben zähen Ingwers und
Sorghum-Schnaps in angemessener Menge.
Zubereitung und Anwendung: Man weicht die Ingwerscheiben zwei bis drei Tage in Sorghum-Schnaps ein und reibt dann mit den Scheiben die Kopfhaut. In etwa zwei Wochen wachsen wieder Haare.
Anmerkung: Dieses Mittel hilft gegen gewöhnlichen Haarausfall."
Insofern soetwas wirklich existiert, liegt die Vermutung nahe, dass auch Chinesen vom Haarausfallteufel befallen werden.
Oberklassenlimousinen werden in China allerdings einen noch geringeren Absatzmarkt finden, als Toupets, sogar wenn die chinesische Genetik unsterbliche Haare ermöglicht.
Vielleicht handelt es sich bei dem Produkt dann doch um Sorghum-Schnaps?

01.12.2006 | 11:31

Kommentar #22 von Bobo:

Ein Gesicht das Anmut und Ehrwürdigkeit ausstrahlt, von vornehmer Bescheidenheit geprägt, jedoch zugleich etwas, nun ja, hölzern wirkt: Essstäbchen! (schreibt man das jetzt wirklich so?!? igitt)

01.12.2006 | 11:46

Kommentar #23 von Franz:

Ich glaube bisher liegen alle falsch, dass ist der chinesische Dr. Sommer, der Mann dem sich die chinesische Jugend in kniffligen Fragen der zwischenmenschliechen Beziehung (manchmal auch nur zu sich selbst) anvertraut! Die hohe Stirn und die Brille vermittelt Weisheit und Vertrauenswürdigkeit!!

01.12.2006 | 11:51

Kommentar #24 von Schabernackensteak:

Ein Gesicht, das Stumpfsinn und Gleichgüktigkeit ausstrahlt, von übertriebenem Zigarettenkonsum geprägt, jedoch zugleich etwas, nun ja, verbrannt wirkt: Sorghum-Schnapsss!

01.12.2006 | 12:20

Kommentar #25 von Müslipickerl:

Ich würde sagen, dieses Gesicht riecht verdammt nach Müsli!
Vielleicht das chinesische Pendant zur Hr.Seitenbacher, der sich in Anflügen von Masochismus bzw. schwäbischer Sparsamkeit selbst als Werbemaskottchen benutzt.

01.12.2006 | 12:23

Kommentar #26 von CYS:

Einige waren schon ganz nah dran. Auflösung erfolgt demnächst. Bis dahin darf natürlich weiter geraten werden. Kleiner Tipp: Das gesuchte Produkt hat im weitesten Sinne etwas mit Gold zu tun.

01.12.2006 | 13:29

Kommentar #27 von tshekov:

"Die aufeinander gepressten Lippen, die ein fürchterliches Geheimnis zu bewahren scheinen."
--->zahnprotesen!

01.12.2006 | 13:34

Kommentar #28 von Peter_DD:

Ich bin für gefriergetrockneten Koi-Laich.

01.12.2006 | 13:39

Kommentar #29 von bambi:

Leude, ich hab die Lösung:
Dieser Mann ist ein millionenschweres Testimonial, bekannt aus dem chinesischen Pendant zu Stromberg, der seine Gage nur in Form von Goldbarren akzeptiert und ganz klar für einen Reichtum versprechenden Feng Shui-Drachen wirbt.

01.12.2006 | 14:23

Kommentar #30 von Daniel:

Herr Saitenbacher ist Sadist. Und schaut bestimmt nicht so schüchtern und zurückhaltend.

01.12.2006 | 14:32

Kommentar #31 von Weltenweiser:

Es kann sich nur um Meistel Ploppel handeln.

01.12.2006 | 15:06

Kommentar #32 von Weltenweiser:

Schamvoll nehme ich ein "p" zurück.

01.12.2006 | 15:07

Kommentar #33 von Bobo:

Nun gut, dann eben Sorghum-Schnaps – das Pekinger Pendant zum Danziger Goldwasser.

01.12.2006 | 15:48

Kommentar #34 von maotouying:

... Leute : Habt ihr denn nicht gesehen, was eure Maus produziert, wenn sie ueber das Bild hovert ? "Foto : Christian Y. Schmidt", hmmm, also das isser, der Moebelhaendler aus Beijing ...

01.12.2006 | 16:12

Kommentar #35 von Lanrue:

Ein Lotterie-Lose-Verkäufer im weitesten Sinne? Also z. B. eine Tippgemeinschaft, für deren unglaublich guten Gewinnchancen er mit seinem Namen bürgt?

01.12.2006 | 17:24

Kommentar #36 von pin ling:

der mann vertreibt oder macht akupunkturnadeln, meiner meinung nach

01.12.2006 | 17:29

Kommentar #37 von Me vs Konfusius:

Im weitesten Sinne etwas mit Gold zu tun? Hm.... Gummibärchen!

01.12.2006 | 18:23

Kommentar #38 von Omar:

Schmuck? Schmuckvolle, verzierte Brillengehäuse?

01.12.2006 | 19:49

Kommentar #39 von biber:

Goldfarbene Plastikwinkekatzen. Oder überhaupt jeder güldene Kitsch. Vielleicht.

01.12.2006 | 20:26

Kommentar #40 von Meistergold?:

Ganz klar: Goldhamster. Womöglich gedünstet. Oder doch Käse?

01.12.2006 | 21:15

Kommentar #41 von Maoist:

.... ich bin mir sicher, dass der Typ das haerteste S&M Studio in ganz Asien betreibt. So wie der aussieht, geht gar nix anderes. (BTW: Herr Seitenbacher war bei dem in der Lehre und hat das eine oder andere falsch verstanden)

01.12.2006 | 21:20

Kommentar #42 von strcmp:

Die Augen! Das ist die lokalisierte Schwarzweissausgabe von Kermit! Und verkauft .. hmm .. DVDs mit Kinderfilmen?? Wuerde zumindest zur Buntheit passen. Vielleicht spielt noch was dickes Blaues mit, von wegen Frosch <-> gruen <-> Streifen.

02.12.2006 | 10:43

Kommentar #43 von Schabernackensteak:

Gold, hm? Goldnuggets? Ein Typ, der aussieht, wie jemand, der viel und gerne schlachtet? Chickennuggets!

02.12.2006 | 11:43

Kommentar #44 von Bobo:

Vielleicht lag ich mit dem KOI BOY ja gar nicht sooo daneben... mmh, mal sehen (*brainstormt für sich hin*)..Gold..Goldfisch..alles Gold was glänzt..JA! Goldfischpolitur! Mit leckeren Kräutern und Gewürzen, falls das Tier die Prozedur nicht überstehen und dann halt doch auf dem Grill landen sollte! Genial, diese Chinesen.

02.12.2006 | 13:21

Kommentar #45 von Wiesenraute:

For relaxing times
make it Santory times.

Ach nee, das war ja Japan. Sorry.

02.12.2006 | 16:36

Kommentar #46 von neugieriger Fisch:

Was is'es denn jetzt?
Und damit mein Beitrag "gehaltvoller wird und damit aufgenommen wird in die Liste schreib ich genau darüber noch mal ein paar Zeichen, so.

02.12.2006 | 16:45

Kommentar #47 von CYS:

Nur noch etwas Geduld. Die Auflösung ist nicht vergessen und kommt demnächst.

02.12.2006 | 17:04

Kommentar #48 von Schabernackensteak:

Ein Alchemieset für Kinder und Nostalgiker?
Eine DVD-Collection von der ersten Staffel von "Golden Girls"?
Rolex?
Kolumnensammlung von Max Goldt?
Neuartiges Trainingsprogramm für olympische Spitzenleistungen?
Gold- ähm, im weitesten Sinne.... Turnbarren?

02.12.2006 | 20:04

Kommentar #49 von CYS:

Hurra, die Auflösung ist da. Die Riesenmaschine dankt allen, die versuchten das Rätsel zu lösen und interessante Theorien beigesteuert haben. Am bizarrsten war wohl die Annahme Omars, Chinesen hätten keinen Haarausfall. Die Haarausfalltherapieindustrie (Haarwasser, Toupets, Wundermittel) ist eine der wichtigsten im ganzen ostasiatischen Raum.

03.12.2006 | 03:15

Kommentar #50 von pseudo1:

Del Mann – del in China 50 Millionen auf dem Konto hat – ist beim Popel essen elwischt wolden,- und jetzt guckt del halt so, weil el ein "Tempotaschentuch-Helstellel" ist!
Ist doch klal, odel ?

09.12.2006 | 21:38

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