Riesenmaschine

03.02.2007 | 05:02 | Alles wird besser | Sachen kaufen

Apple für Arme


Schkopau auf Ecstasy
Das ist also dieser OLPC, von dem man so wenig hört in letzter Zeit. Er hat einen hässlichen Namen und ist selbst hässlich. Er sieht aus, als hätte Siemens 1997 versucht zu erahnen, wie Apple 2001 hätte aussehen mögen. Die Farbe löst Leckreflexe der Ekelfaszination aus, entsprechend dem Verlangen, das Apfelshampoo wegen des Geruchs wider besseres Wissen mal zu kosten. Und der Name ist schlecht. Aus Marketingsicht kann man nur Dinge gutheissen, die gut heissen. OLPC kann und möchte niemand aussprechen. Produziert wird überhaupt erst, wenn fünf Millionen verbindliche Bestellungen eingegangen und bezahlt wurden. Als wäre das nicht genug, kostet der 100-Dollar-Laptop überraschend 150 Dollar. Das alles spricht für schlechtes Marketing. Dabei soll der Durchschnittskunde ein paar Millionen Stück abnehmen. Weil das Projekt aber trotzdem ein zukunftsweisendes ist, möchten wir alle mitlesenden Staaten zum Kauf ermuntern.


Kommentar #1 von 40something:

Ist ja auch nicht dafür gedacht, dass Kreative damit im St. Oberholz rumhängen...

03.02.2007 | 16:31

Kommentar #2 von weltherrscher:

ihr fiesen design-faschisten könnt es auch nicht besser!
von daher...
das projekt ist aber super.

03.02.2007 | 16:43

Kommentar #3 von lobotomie:

Das ist Absicht! Das grösste Problem an dem Projekt ist, dass die Hälfte von korrupten Politikern verhökert werden könnte und die andere Hälfte von den Kindern selbst aus Verzweiflung auf dem Schwarzmarkt verkauft wird. Deshalb sollen es normale Kunden doof finden. Dass es funktioniert ist hiermit sozusagen bewiesen...

03.02.2007 | 16:55

Kommentar #4 von pc:

Es wird auch viel zu wenig Werbung geschaltet! So wird sich das nie gut verkaufen!1!

03.02.2007 | 17:16

Kommentar #5 von QWERTZwerker:

Na bitte – jetzt kommen noch mehr Dritte-Welt-Länder in den Genuss moderner Technologie für den Atombombenbau! Das Ding sieht ja auch schon bombig aus. Es sollten Gegenmassnahmen ergriffen werden.

03.02.2007 | 18:47

Kommentar #6 von Nachtlicht:

Man darf solche Rechner angeblich bei Flugreisen nicht mehr als Handgepäck mit sich führen, darf aber aufgegebene Koffer bei Reisen in die Vereinigten Staaten von Amerika auch nicht mehr verschlieβen. Wie soll man solch ein Gerät dann noch vor Diebstahl schützen? Eben!

03.02.2007 | 21:02

Kommentar #7 von magjasein:

Wären die Kollegen wirklich auch nur ein Fünkchen realistisch, würden sie das Ding zunächst zum z.B. doppelten Preis in 1.Weltländern bei z.B. Aldi verscheuern und mit den Einnahmen den kalkulierten 3. Weltpreis sogar noch döppen können. Das hiesige, stetig wachsende, Präkariat würde sich über den immer noch recht billigen Laptop freuen, der Umwelt wäre global gedient und der doofe Gates würde sich sogar noch mehr ärgern. Naja, vielleicht komm´se noch druff.

03.02.2007 | 23:58

Kommentar #8 von sdf:

ach leute, bevor ihr dumme kommentare schreibt, lest doch bitte etwas mehr über das projekt. das sind keine billigeren varianten klassischer notebooks, sonder spezifisch auf wissensvermittlung in drittweltländern abgestimmte maschinen.
die haben dort kein dsl, keinen strom, keine aktuellen lehrbücher.
das ding ist extrem stromsparend (das display z.b. kann extrem stromsparend und gut lesbar auf schwarz/weiss geschaltet werden), und mittels eines speziellen ad-hoc-netzwerkes können sich kinder eines dorfer mitteilungen und lerninhalte übermitteln.

05.02.2007 | 05:24

Kommentar #9 von the_docotor:

Also das mit dem Apfelshampoo... also irgendwie fühle ich mich gerade ertappt.

05.02.2007 | 08:18

Kommentar #10 von hollohollo:

Dieser Laoptop hat nur einen Sinn : Die Armen noch ärmer zu machen durch Weckung von Bedürfnissen die sowieso nicht gestillt werden können und dann noch die Frage wer verdient an dem PC ? Naklar, die Globalisierungexperten, sprich Amerikaner. Wir erfahren dass täglich Kinder in den Zielländer verhungern und jetzt noch ein Laptop, sind wir denn alle dekadent und pervers? In diesem Sinne

16.03.2007 | 09:58

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