Riesenmaschine

06.03.2007 | 19:33 | Berlin | Alles wird besser

Neues vom neuen Trend zur Höflichkeit


Foto: Kathrin Passig
Berlin (hier: Schlesisches Tor) ist eine vorbildliche Stadt, von der der Rest der Welt viel lernen kann. Tagging wird mit öffentlichen Geldern gefördert, und das schöne "Vorsicht, frisch gestrichen"-Schild gibt es beim Kauf jeder Spraydose gratis dazu. Bevor wir hier in Berlin eine Bushaltestelle kaputttreten, spannen wir Absperrband rundherum, und danach hängen wir ein "Vorübergehend ausser Betrieb"-Schild auf. Unsere Dealer versteuern ihre Erträge, für Schwarzfahrer gibt es eine spezielle Monatskarte, und wer in Hauseingänge pinkelt, wäscht sich danach die Hände. Ja, so schön ist Berlin!

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Neue Höflichkeit auf Erfolgskurs


Kommentar #1 von psycho killer:

Wie war noch mal der Zusammenhang zwischen Tags und Spraydosen?
Danke.
Vielen, nein: nochmehr dank.
Ach was – machen Sie sich keine Mühe. Und verzeihen Sie die Störung. Bitte.

06.03.2007 | 22:19

Kommentar #2 von Kathrin:

Berechtigter Einwand. Andererseits ist das Schwarze und das Rosane im Bild wohl eher nicht mit Edding aufgetragen, oder doch? Werde beim nächsten Besuch am U-Bahnhof kontrollieren und berichten.

06.03.2007 | 22:25

Kommentar #3 von michael:

nein, kein berechtigter einwand.
das eine ist eine ausdrucksform, das andere ein werkzeug.
um erstere auszuüben, beschränkt sich der geneigte szene-aktivist weder auf das eine noch das andere aus der zweiten gruppe.

06.03.2007 | 23:22

Kommentar #4 von Gabriel:

Besondere Zurückhaltung drückt der writer auch durch die Botschaft TBC aus: Mit der Abkürzung für "to be confirmed" macht man nichts falsch.

06.03.2007 | 23:40

Kommentar #5 von Iwo:

TBC? Achso, ich dachte, das wäre das, bei dem man am besten das einatmen einstellt. Berlin ist anscheinend toll. Toll!

07.03.2007 | 21:59

Kommentar #6 von Schorsch:

@#3:
Nein, Irrtum, das eine ist keine Ausdrucksform, sondern eine grobe Ungezogenheit. Oder man könnte eher sagen, eine rücksichtslose, illegale, egomanische, unsoziale, pubertäre Schweinerei. Erschreckend, dass in einigen Berliner Vierteln offenbar nicht mal die Farbe trocknen kann, bevor debile Selbstdarsteller ihr zerstörerisches Werk beginnen. Ich hoffe sehr, dass Frau Passigs Beitrag als zynische Anklage gemeint war und ich mich nur über die Kommentare ärgern muss, die darauf nicht eingehen. Aber immerhin stellt sie ja zu Recht die Schmierfinken in eine Reihe mit Vandalen, Dealern, Schwarzfahrern, In-den-Hauseingang-Pinklern und anderen asozialen Kleinkriminellen. Bleibt also noch Hoffnung.

09.03.2007 | 00:04

Kommentar #7 von michael:

hier kommen wir dann noch zu dem unterschied zwischen beschreibung und bewertung...
ich stelle hiermit fest, dass ich weder das gezeigte in irgendeiner form beurteilen möchte noch irgendwelche dinge mit irgendwelchen anderen dingen über kämme scheren.
bleibt also noch hoffnung.

10.03.2007 | 22:55

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