Riesenmaschine

23.03.2007 | 19:02 | Anderswo | Supertiere | Papierrascheln

Flavoured with Dragon

Die längste Küstenlinie, die ältesten Chili-Schote oder die besten Autobahnen: jeder Einwohner kann auf irgendein Alleinstellungsmerkmal seiner Heimat stolz sein.
Die Nationen können derweil ungestört niedliche Tiere ausrotten, souveräne Staaten unsouverän angehen oder Gitarrenmusik verbieten.


Zu revidierende Darstellung des chinesischen Drachen ohne Flügel (Foto: splitbrain) (Lizenz)
China konnte es wirklich nicht dabei belassen, dass die Tiere, die Drachen am nächsten kommen, bisher eher im Land der Sekundärtugend ausgegraben wurden. Die Anstrengungen wurden kürzlich mit dem Fossil einer kleinen, gleitenden Echse beglückt, welches flugs ins Liaoning Museum getragen wurde. Perfektioniert wurde der PR-Coup in dem der geglückte Fund in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America der Nation mit dem überdetailierten Banner unter die Nase gehalten wurde.

Der Fund kommt einem Drachen übrigens in vielen Dingen recht nahe: Die Schwingen werden nicht auf Fledermaus- oder Vogelmanier an die vorderen Extremitäten getackert, sondern bestehen aus verlängerten Rippen. Ausserdem lassen sich unschwer fünf Krallen an den Pranken ausmachen, die zeigen, dass die Echse keine verirrter Import aus Korea oder Vietnam ist. Unbestätigten Berichten zufolge haben verschiedene westliche Staaten Sonderforschungsmittel für die Suche nach niedlicheren Pandas bereitgestellt.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Saurier - Tiere ohne Perspektive

Roland Krause | Dauerhafter Link


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