Riesenmaschine

23.05.2007 | 22:33 | Nachtleuchtendes | Sachen anziehen

Glühende Begeisterung


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Wenn es um die Berichterstattung über Nachtleuchtendes und Pelziges in einem geht, verfügen wir leider über weniger freien Willen als Fruchtfliegen. Wer sich mehr gesellschaftliche Relevanz in der Riesenmaschine wünscht, darf weder weiterlesen noch diesem unaussprechlich belanglosen Video 2:41 Minuten seiner Lebenszeit opfern. Es gibt wirklich keinerlei Rechtfertigung für die Erwähnung, ach was, Existenz der leuchtenden GlowFur-Pelzprodukte, Pelztragen wird dadurch nicht akzeptabler, und Anziehsachen mit Batterien darin waren Unfug, sind Unfug und werden noch ein paar Tage Unfug bleiben. Aber ... sie sind pelzig! Und sie leuchten im Dunkeln! Und man kann sich für nur 790 US-Dollar einen kaufen und damit nachts im Stadtpark knurrend durchs Gebüsch streifen! Und sie leuchten im Dunkeln und sind pelzig! Entschuldigung. Ist uns so rausgerutscht.


Kommentar #1 von lukas:

hey, checkt mal dieses harte gerät:
http://www.tagheuer.com/the-collection/women-collection/diamonds-fiction/index.lbl
grüsse,
lukas

23.05.2007 | 22:49

Kommentar #2 von Kathrin:

Pf, wo ist denn da der Pelz? Und dass Uhren im Dunkeln ein bisschen leuchten, ist ja wohl selbstverständlich. Wir schreiben ja auch nicht über nachtleuchtende Glühbirnen hier.

23.05.2007 | 22:55

Kommentar #3 von Nachtleuchtende Glühbirne:

Ausser manchmal.

23.05.2007 | 23:00

Kommentar #4 von Rudi K. Sander; www.Differenztheorie:

Also: Die ersten drei Kommentare hier sind eindeutig unterkomplex.
Zweitens: O.K., ich hab's ja geschnallt: Immer nur Relevanz verlangen ist eindeutig schlimmer als spiessig, ist geradezu muffig. Geschenkt! Das mit der Lebenszeit sehe ich – notgedrungen – schon heikler, aber auch hier räume ich ein: Ich mache über die Länge eines Tage so viel Scheiss, dass ich kein Recht habe, andere zu tadeln, weil sie irgendeinen anderen Scheiss machen, noch dazu, wenn es ihnen gelungen ist, irgendwie (ganz gut?) davon zu leben.
Übrigens: Ich habe jetzt das Buch "Wir nennen es Arbeit" ausgelesen. Beifall, bin begeistert, genauso, wie ich es war, als ich in Mainz bei der Preisverleihung die RM kennenlernen durfte. Ich habe es ja schon einmal gesagt: Ich liebe Euch.
Übrigens II: Ich habe sogar über die RM und über die digatale Bohème einen Beitrag in der Luhmannliste geschrieben: www.listserv.dfn.de.
Jetzt zur Sache des Freien Willens bei Fruchtfliegen und beim homo sapiens sapiens:
Klar ist, die Biologen und die so überaus reichlich mit Steuergeldern bedachten Gehirnforscher haben keine Ahnung. Jeder halbwegs helle Philosoph kann sie mit dem, was sie mit ihren albernen Bildgebenden Verfahren herausbekommen, widerlegen. Besser zu widerlegen aber sind diese unterkomplexen Flachdenker mit der Kommunikationstheorie des Niklas Luhmann:
Nach Luhmann (ich habe das hier schon – mehr lang als breit – erläutert) kommt es beim Verstehen auf zwei Gesichtspunkte an: Bei gegebener Plausibilität auf die semantische und soziale Anschlussfähigkeit, und zweitens darauf, dass die autopoietisch laufende Kommunikation einfach weiterläuft, ob einer zustimmt oder nicht. Genau hierzu stellt ja die Sprache zu allem, was gesagt wird (oder geschrieben), eine Zweitfassung bereit: Alles Gesagte lässt sich bejahen und/oder verneinen. So kann man immer anschliessen entweder an der Information oder an der Mitteilung. Das allein beweist den freien Willen aller Sprechenden und Schreibenden.
Die Fruchtfliege hat zwar keine Sprache, dennoch: Auch die Fruchtfliege kann in ihrem Erleben (reagieren auf externe Reize) anschliessen, wie sie will (obgleich sie ein bisserl eingeschränkt ist – die arme Drosophila – durch ihre genetische Fixierung auf bestimmte Reizsituationen. Aber das sind Menschen – zumindest Männer – ja auch: Zeige ihnen eine Muschi, und sie verlieren – fast – den Verstand). Zurück zur Fruchtfliege: Sie fliegt zu einer Blüte, aber sie wird – irgendwie – entscheiden zu welcher.
Quod erat demonstrandum.
Es grüsst Euch: Rudi Sander

24.05.2007 | 00:08

Kommentar #5 von Ruben:

Es wirft der Mann anderen Unterkomplexität vor, der in seinen verschwurbelten Essays auf Differenztheorie.de nicht einmal Parmenides und Johannes Scottus Eriugena richtig interpretieren kann? Wow.

24.05.2007 | 11:37

Kommentar #6 von listopad:

Immer wieder mache ich die folgende Erfahrung: Man lege einem äh... älteren Menschen einen beliebigen Text vor und bitte ihn, diesen Text im Ganzen zu beurteilen. Ach was, bitte ihn! Man mache einfach eine Sprechpause.
Diese Personen werden sich prompt ein Wort herauspicken, es als Steilvorlage für einen endlosen Monolog missbrauchen und dabei zunehmend ins Historische und/oder Anekdotische abschweifen. Oder sie ersparen sich solche Umwege und kommen direkt auf ihr jeweiliges Lieblingsthema zu sprechen. Die leidgeprüfte Umgebung kennt das bereits und vermeidet von vornherein Reizwörter wie "Kohlegrube", "Ostpreussen", "Luhmann" oder "Völkerwanderung".
Schicke Warnweste übrigens! Und so pelzig!

24.05.2007 | 20:22

Kommentar #7 von Rudi K. Sander; www.textsteller.de:

Wer Luhmann für ein "Reizwort" hält, zeigt nur, dass er ihm einfach nicht gewachsen ist.
Rudi Sander

24.05.2007 | 21:38

Kommentar #8 von princess-scarlett:

Das ist doch wirklich der letzte Dreck!

24.05.2007 | 21:49

Kommentar #9 von peterchen:

Anklopffahradklingel und Leuchtpelzfixation. cool!

25.05.2007 | 02:02

Kommentar #10 von irgendwem:

Zur Unterrichtung aller Interessierten und derer, die sich klammheimlich die Hände gerieben haben:
Die Differenzen in der Auffassung zur Unterscheidung Sein/Nichts zwischen Parmenides und Eriguena, die Ruben hier hat kurz und knapp anklingen lassen, die wurden auf kurzem Privaten Mail-Wege geklärt. Ich habe mich locker belehren lassen, dass beim richtigen Hinschauen aud die antiken Verhältnisse alles viel differenzierter ist, als ich es in meinem bewussten Essay allzu holzschnittartig (also "unterkomplax) formuliert hatte.
Ich hatte es doch versichert: Ich bin lernfähig.
Rudi Sander

25.05.2007 | 17:13

Kommentar #11 von Egoblase:

Nachträglich editieren ist verpönt, darum ja!
Reingetappt, da bin ich das erste Mal auf Eurer Riesenmaschine und schon hats mich glatt vom ganz dünnen Eis auf ganz heissen Socken geholt!
Meine Reaktion war folgende:
To: info@glowfur.com
Subject: Fur is murder! Glowing fur is glowing murder, Shitfaces!
No respect 4 the creatures, shame on U bloody fashion-bastardas!
We hate U!
Antwortmail
Subject: RE: Fur is murder! Glowing fur is glowing murder, Shitfaces!
We feel the same way as you do about animals.
We are actually working on a campaign with PETA and a campaign where we would donate part ofour to their cause.
Prior to insulting, it would have been a good idea to check the site and notice that all of our product are FAUX fur.
May you learn for next time – This is why ther may be so much hatred in the world – action before knowledge
Sincerely
Dom
Hochgradigst auf die Schnauze gefallen, Eure ergebenste Egoblase...
Gruss an princess-scarlett, das war ja ein toller Einstieg!

28.05.2007 | 16:59

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