Riesenmaschine

27.05.2007 | 03:02 | Alles wird besser | Zeichen und Wunder

Teufel hilft Beelzebub über die Strasse


Von einem dieser Wörter weiss der Computer schon, wie es richtig geschrieben wird. Vom anderen noch nicht. (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Oft hat sich in der Geschichte der Menschheit die Lösung eines Problems hinterher als das viel grössere Problem entpuppt. In seltenen Fällen jedoch gelingt es, den Teufel tatsächlich mit dem Beelzebub auszutreiben: Das Projekt ReCaptcha (via SmartMobs) zwingt auf elegante Weise zwei Probleme – nämlich zu viel Spam und zu wenig digitalisierte Bücher – dazu, sich gegenseitig zu lösen. Weltweit werden täglich um die 60 Millionen Captchas gelöst, was ungefähr 150.000 Arbeitsstunden entspricht. Dank ReCaptcha werden diese 150.000 Stunden jetzt in die Entzifferung unleserlicher Stellen aus digitalisierten Büchern investiert, die Menschheit jubelt und schwenkt Fähnchen. Sicher gibt es auf der Welt noch mehr Problempaare, die sich so harmonisch ineinander verschränken lassen. Vielleicht lässt sich ja aus "Wer soll unsere Renten bezahlen?" und "Wozu eigentlich diese ganzen albernen Kontaktforen im Internet?" was machen.


Kommentar #1 von bobo:

Pfiffige Sache, die sich die Leute von der Carnegie-Mellon University da ausgedacht haben! (Die Emoticons, die ihr Ehemaliger Scott E. Fahlmann erfunden hat, sind dagegen eher gern gelöschte Gäste in der Riesenmaschine)

27.05.2007 | 17:01

Kommentar #2 von Rudi K. Sander; www.textsteller.de:

Ehrlich währt am längsten: Ich (pardon), Rudi Sander hat nicht verstanden, worum es hier geht.
Sorry: Rudi Sander

27.05.2007 | 18:12

Kommentar #3 von prima:

#2:
Es geht Komplexitätsreduktion und Anschlussfähigkeit.

27.05.2007 | 19:25

Kommentar #4 von Überdiestraßehelfcheckerbunny:

Wenn man nicht versteht, worum es geht, kann man die Links anklicken! Dann versteht man bald alles!

27.05.2007 | 19:43

Kommentar #5 von Frau Grasdackel:

Wie man in der FAZ lesen kann, unterstützen Herpes-Simplex-Viren vom Typ 2 die Aidserreger bei ihrer Vermehrung. Personen mit Genitalherpes haben daher ein dreifach höheres Risiko, sich eine HIV-Infektion zuzuziehen. Eine klinische Studie unter der Leitung von Nicolas Nagot von der London School of Hygiene and Tropical Medicine hat nun belegt, dass sich durch die Bekämpfung der Herpesviren auch die Aidsviren eindämmen lassen. Ein Medikament, das nur gegen Genitalherpes gerichtet ist, reduziert die Zahl der Aidsviren im Blut und in der Genitalflüssigkeit.

28.05.2007 | 04:38

Kommentar #6 von kosmar:

was ich auf der seite noch nicht gefunden habe ist die antwort auf: "und woher weiss das ding denn nun, dass jetzt ich das richtige wort eingetippt habe?"

28.05.2007 | 09:12

Kommentar #7 von kosmar:

ah, habe die antwort gefunden. hat was mit den zwei worten zu tun.

28.05.2007 | 09:17

Kommentar #8 von kosmar:

nein, bildunterschriften lese ich nie, wieso fragst du?

28.05.2007 | 09:23

Kommentar #9 von Dr. Bob:

Ja, Herr Sander, so ging es mir auch. ... die jungen Leute setzen aber auch immer so viel voraus ... ! Insbesondere die Überschrift mit dem Teufel und Beelzebub hat mich auf die falsche Fährte gelockt. Trost für uns Herr Sander: Die jungen Leute wissen oft nicht mehr, (und) was solche "alten" Metaphern bedeuten.

29.05.2007 | 15:10

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