Riesenmaschine

25.07.2007 | 23:48 | Nachtleuchtendes

Bang! Bing! Bong!


Offenbar kann man in Alaska Zodiakallicht sehen – könnten aber auch billige Nordlichter sein. (Foto, Lizenz)
Den meisten ist er nur als der schwarzgelockte Jüngling bekannt, der sich aus dem Kaminholz seiner Eltern eine Gitarre baute, die dann so artifiziell klang, dass man jahrelang and no one played synthesizer auf die Platten drucken musste. Bevor es allerdings zu irgendwelchen Platten kam, arbeitete Queen-Gitarrist Brian May als Astronom, wie es glitzy in allen Dokumentationen steht*, und zwar an der Erforschung des Zodiakallichts, also dem Licht, das von Staubteilchen im Sonnensystem reflektiert wird (siehe eine seiner beiden Publikationen). Dieser interplanetare Staub, gebildet durch Kollisionen von Kleinkörpern und anderen Unfug, ist neuerdings wieder einigermassen interessant geworden, zum Beispiel in der Diskussion um exozodiakale Wolken, aber das würde hier usw.

Brian May jedenfalls, nach 36 Jahren Arbeit in der freien Wirtschaft, kehrt nun, im Alter von 60 Jahren, reumütig zu Mutter Academia zurück und beendet demnächst seine Dissertation**. Dann wissen wir zumindest, vielleicht, wie zodiakale Staubwolken entstehen, die nicht exo sind. Wie jeder andere vernünftige Doktorand der Astronomie hat auch May vor der wissenschaftlichen Karriere erstmal ein grössenwahnsinniges Buch geschrieben, und zwar zusammen mit dem mindestens genauso berühmten Sir Patrick Moore, der einst live im TV eine Fliege verschluckte. Ihr gemeinsames Werk erscheint im Herbst und beschreibt in leicht verständlichen Worten die komplette Geschichte des Universums. Dort wird endlich auch geklärt, wer am Zweiten Weltkrieg schuld ist.

*Es handelt sich, wie wir alle wissen, nicht um den B. R. May, der um 1970 herum anhand der Umlaufzeiten von russischen Satelliten die Luftdichte in der Thermosphäre bestimmte, also den obersten Schichten der Atmosphäre, mehr als 200 km über dem Mt. Everest. May (nicht der von Queen!) fand rätselhafte halbjährliche Dichteschwankungen und noch so einiges anderes interessantes Zeug.

**Ein Hoffnungsschimmer für alle, die seit letztem Jahr Neo-Bohemians sind. (Hier fehlt noch ein Scherz mit Rhapsodie.)


Kommentar #1 von klezka:

hier der scherz mit rhapsodie.

26.07.2007 | 00:22

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