Riesenmaschine

22.10.2007 | 21:14 | Alles wird besser | Sachen kaufen

Bonecrasher

Knochenleitung ist das nächste grosse Ding, und wir haben es leider komplett verpasst. Damit stehen wir nicht alleine da, noch nicht mal einen deutschen Wikipedia-Eintrag gibt es dazu. Was es allerdings mittlerweile für Teile gibt, die Schall durch den Knochen zum Ohr leiten, anstatt eben durchs Ohr: seit Anfang 2006 einen MP3-Player (auch unter Wasser einsetzbar!), seit Frühjahr 2007 ein Mikrophon und ein Bluetooth Headset ("head" hier im unüblichen Sinne von "Unterkieferknochen"), und jetzt bringt Pantech das erste Handy auf den koreanischen Markt, das es ermöglicht, mit dem Kiefer auch noch zu telefonieren. Noch mal zur Klarstellung: Das Telefon vibriert, der Knochen auch, das Ohr kriegt das mit und wandelt die Vibrationen in Töne um, denn was anderes ist Schall als eben billige Schwingungen. Nicht mal Zauberei! Und so viele Vorteile, z.B. kann man sich beim Telefonieren die Ohren zuhalten und versteht doch alles.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Hip-Hop ordentlich durchgebürstet


Kommentar #1 von shogun01:

da fehlt aber noch ein wichtiger artikel-link zum thema... das prinzip wird auch in kinderzahnbürsten verwendet um den lieben kleinen das bürsten mit musik schmackhaft zu machen.
hier ein link zum werbespot: http://zerrissen.twoday.net/stories/4351942/

22.10.2007 | 22:18

Kommentar #2 von Hammer und Amboss:

Tolle Erfindung. Mal sehen, wann die Rasierapparate Industrie darauf aufmerksam wird. Mehr noch wird es wohl bald unter jeder Schulbank und im Hörsaal knochenakustische Vibrationslautsprecher geben. Und auch zu Hause wird diese Technik einiges zur Paarkommunikation beitragen: http://users.skynet.be/P-ART/PARADISE/JOURNAL/JOURNL57/journ57.htm

23.10.2007 | 00:23

Kommentar #3 von General Jack D. Ripper:

Das ist wie...zum Rauchen die Zigaretten in die Nasenlöcher zu stopfen. Funktioniert, macht aber keiner (weil blöde).
Ausserdem: Diese "Erfindung" dient vor allem den Lustmolchen, die bereits im Privaten gerne der Beschäftigung nachgingen, mit dem Handy ihren Unterkiefer zu liebkosen, dieses in aller Öffentlichkeit zu praktizieren. Die Scheu vor der Häme ihrer Mitmenschen verhinderte dies bislang (zurecht!). Vor sich hin brabbelnde und wild gestikulierende Menschen in Fussgängerzonen und öffentlichen Verkehrsmitteln gelten ja nun seit der Einführung des Headsets auch als normal und müssen nicht mehr ihr Leben als Dorftrottel fristen.
PS: Ich probierte gerade die Sache mit den Nasenlöchern aus...unbedingt NICHT nachmachen!

23.10.2007 | 02:24

Kommentar #4 von RoboCop:

Nur noch ein halber Schritt bis zum implantierten Headset – bietet dann bald jeder Zahnarzt an.

23.10.2007 | 11:53

Kommentar #5 von weltdeswissens:

PS: Ich probierte gerade die Sache mit den Nasenlöchern aus...unbedingt NICHT nachmachen!
Du gönnst uns aber auch gar keinen Spass!

23.10.2007 | 12:01

Kommentar #6 von Mike N.:

"...,denn was anderes ist Schall als eben billige Schwingungen."
Es mag sein, dass ich mir gleich grobe Schelte einfange aber an dem Nebensatz stimmt was nicht bzw. fehlt was, oder!?
An dieser Stelle habe ich es mir einfach mal verkniffen, einen überflüssigen Smiley hinzumachen.

23.10.2007 | 14:05

Kommentar #7 von nina viereck:

ich finde smileys auch extrem peinlich. irgendwie ist es entwuerdigend, damit gefuehlen ausdruck geben zu wollen, ich dulde das mitsmileysdaslachenindiee-mailzubringen nur von einer freundin und Sie darf das nur, weil Sie die einzige ist, die das darf und eben einfach so ist, wie sie ist.
das produkt ist voellig absurd, und deshalb gehoert es wohl hier her, waehrend smileys in einem blog, der zurecht keine empfindlichkeiten wiedergeben moechte, nichts zu suchen haben. geht doch alle zu my-space.

23.10.2007 | 14:51

Kommentar #8 von M:

zurück zur Sache:
Also ich muss dabei sofort an Tad Williams Otherland-Geschichten denken.
Aber wahrscheinlich bin ich hier der Einzige der Das gelesen hat.

23.10.2007 | 16:48

Kommentar #9 von nina viereck:

M, Was ist die Sache, zu der wir schnellstmgl. zurueck muessen, die niemand gelesen hat? What's going on in Otherland? I am curious.

23.10.2007 | 18:00

Kommentar #10 von fünfeck:

m spielt an auf eine figur aus dem roman otherland; einem verrückten mörder, der seine bestialischen morde mit nur für ihn hörbarer musik aus seinem schädelimplantat unterlegt. name hab ich grad nicht parat, lektüre liegt schon zu weit zurück.
aber schick wäre sowas schon: wenn mich der chef nervt, unterlege ich sein gerede einfach mit der passenden musik und nicke fleisig dazu.

23.10.2007 | 21:36

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