Riesenmaschine

19.01.2008 | 09:32 | Anderswo | Alles wird besser | Was fehlt

Moschee mit Migrationshintergrund


Bald auch als deutsche Wertarbeit: Riesenmoscheen. (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Moscheen in Deutschland: Von der einheimischen Bevölkerung immer gern gesehen, solange sie so gross sind wie eine Schuhschachtel, hinter einem Einkaufsmarkt in der Vorstadt versteckt und am besten noch von Überwachungskameras und Polizeikontrollen umgeben. Deutsche Moscheen im Ausland aber ganz anders: Dass das deutsch-arabische Verhältnis nicht ganz so zaghaft ist wie in München oder Köln, zeigt nun die Tatsache, dass nichts Geringeres als die drittgrösste Moschee der Welt in Algier von deutschen Unternehmen gebaut werden wird. Mit anderen Worten: Die grösste Moschee der Welt nach der Prophetenmoschee in Medina und der Al-Haram-Moschee in Mekka (820.000 Menschen Fassungskraft) wird von Unternehmen aus Deutschland erbaut: Kleiner als Mekka, aber grösser als der Petersdom (60.000 Menschen) und wohl auch das Strahov-Stadion in Prag (250.000) und fast so lang wie und eindeutig höher als der Drei-Schluchten-Damm am Jangtse (das Minarett soll das höchste der Welt werden, über 210 Meter hoch) – das dürfte jeden innerdeutschen Moscheenstreit mit dem megalomanischen Glanz globalisierter Wirtschaftskooperation überstrahlen. Der Islam ist ohnehin so eine Massenbewegung.

Ruben Schneider | Dauerhafter Link | Kommentare (3)


Kommentar #1 von Frau Grasdackel:

Herr Schneider, malen Sie mal nicht den Teufel an die Wand. Eine frühere Kollegin sagte mir schon vor etlichen Jahren: Passen Sie nur auf, Sie werden noch eines Tages einen Schleier tragen.

21.01.2008 | 03:44

Kommentar #2 von 40something:

Hihi, auf dem Markt für 3tgrösste Moscheen wird es langsam eng. Jeder möchte nämlich eine haben: weil Mekka und Medina als die beiden grössten gesetzt sind, können alle nur um die drittgrösste Eifern. Die wird gerade in Abu Dhabi gebaut. Oder doch in Algier? Auch Indonesien hat sich beworben. Warten wir's ab...

23.01.2008 | 20:56

Kommentar #3 von einbecker:

Moscheen können ja sogar in Deutschland zu Touristenfallen werden, so lange sie nur so aussehen, eigentlich aber mal eine Tabakfabrik waren und jetzt ein Restaurant, siehe Jenidze, Dresden.

25.01.2008 | 19:23

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