Riesenmaschine

11.10.2012 | 22:29 | Nachtleuchtendes

Der grosse Feuerball von 2012

Die meisten werden es nicht mitbekommen haben, aber am 21. September dieses Jahres ist die Erde mit etwas Grossem, Schweren kollidiert. Natürlich hatte die Riesenmaschine dieses Ereignis korrekt vorhergesagt und einen Korrespondenten nach Irland entsandt, der genau das mitbekam, was man im Video sehen kann. Der Korrespondent hatte leider nicht antizipiert, dass es praktisch gewesen wäre, eine Kamera mitzubringen, sonst könnten wir auch noch unsere eigenen spektakulären Bilder zeigen.

Die eigentliche Frage jedoch sieht anders aus. In etwa so: WTF? Unser Korrespondent vermutete natürlich, dass es sich schon um irgendein Raumschiff aus der Hölle handeln wird, nicht sein einziger Fehlschluss an diesem Abend. Danach traten auf der Suche nach der Wahrheit Menschen auf den Plan, die seltsamen Organisationen angehören und Hobbies haben, von deren Existenz man zwar ahnte, aber doch nicht so recht wissen wollte. Zunächst fand der "Satellite Tracker" Marco Langbroek heraus, dass es sich keinesfalls um einen menschgemachten Satelliten handeln konnte, der da hilflos vom Dach runterfiel. Stattdessen sei es ein Stück Stein gewesen, ein Felsen aus dem richtigen Weltraum da draussen, der in die Atmosphäre eintrat und dabei in seine Einzelteile zerbrach.

Wenige Tage später meldete sich der Mathematiker Esko Lyytinen zu Wort, Mitglied der "Finnish Fireball Working Group of the Ursa Astronomical Association". Ah, ja. Er habe ausgerechnet, dass der Felsbrocken nach seinem Besuch in Irland um die Erde herumkatapultierte, dann erneut in die Atmosphäre eintrat und anschliessend in Kanada zur Ruhe kam, ganz klar ein hervorragend aberwitziges Szenario. Mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass es falsch ist. So jedenfalls der kanadische "Meteorexperte" Robert Matson, es stimme einfach hinten und vorne nicht, sagt er sinngemäss. Zwei andere Experten von der British Astronomical Association (offenbar eine professionelle Spassorganisation) bestätigen das: Nach ihrer Analyse landeten die Teile des Felsens, die Irland überlebten, entweder in Florida oder aber in Kuba, Zentralamerika, Australien, Neuseeland, Arabien, Türkei oder in Südeuropa. Oder halt im Nordatlantik, im Pazifik, oder im Indischen Ozean. Zumindest sei dies am wahrscheinlichsten. Verrückt! Es ist davon auszugehen, dass dieses hochexakte Ergebnis noch nicht das Letzte ist, was wir vom grossen Feuerball gehört haben.


Kommentar #1 von irgendwem:

Das war doch auch nicht anders in Griechenland und Rom.

15.10.2012 | 00:09

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