03.08.2005 | 03:42 | Anderswo | Fakten und Figuren | Vermutungen über die Welt
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Oft denkt man ernsthaft darüber nach, in welches Land man wohl auswandern müßte, um richtig froh zu werden. Schweres Problem, viel leichter ist es zu klären, in welches Land man auswandern muss, damit alle anderen sofort denken, man wäre richtig glücklich. Exakt diese Frage beantwortet der vierteljährlich erscheinende Nation Brand Index von Anholt GMI. Oder auch: Wie wird die jeweilige Nation als "Marke" außerhalb des Landes wahrgenommen? Hier die aktuelle, soeben erschienene Rangfolge: Australien, Kanada, Schweiz; Deutschland auf Platz sieben von insgesamt 25, USA auf elf, ganz hinten Länder wie Russland oder die Türkei, wo man ohnehin nicht hin will. Zwei Anmerkungen: 1) Für das ehrgeizige Deutschland ist es natürlich ein riesiger Erfolg, vor Holland, Frankreich und den USA gelandet zu sein! Klar! Und auch noch vor Polen! 2) Kanada hätte dagegen mit großer Wahrscheinlichkeit gewonnen, wäre schon früher klargewesen, dass selbst die Flugzeugabstürze in Kanada ungefährlich sind. Auswandern ist nämlich doch eine Lösung.
02.08.2005 | 22:57 | Anderswo | Supertiere | Vermutungen über die Welt
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.) (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)In den letzten Jahrhunderten häufen sich die Berichte, nach denen es in Nordamerika große, haarige, aufrecht gehende Biester gibt. Nebenstehend zwei Schnappschüsse aus Manitoba vom April 2005. Seit mindestens ebenso langer Zeit tobt aber ein erbitterter Nomenklaturstreit darüber, wie man diese Viecher eigentlich nennen soll, ob Bigfoot oder Bär oder gar Betrug. (Über den ersten Buchstaben B hatte man sich bereits 1842 im berühmten "B-Verdikt zu Banff" geeinigt.) Vergleichbar in seiner Bedeutsamkeit ist das Ganze eigentlich nur mit der legendären Debatte, ob das "Zentrum der Welt" jetzt Sonne oder Erde heißt (Ausgang: Unentschieden nach zweitausend Jahren blutiger Auseinandersetzung). Erfreulicherweise konnte das B-Problem in der letzten Woche friedlich geklärt werden. Und zwar so: Vor wenigen Wochen, nach einem zufälligen Zusammentreffen in der kanadischen Provinz Yukon, hinterließ das Untier in unklarer Absicht ein Büschel Haare. Ärgerlich: Bei der anschließenden Genanalyse stellte sich recht schnell heraus, dass das gesuchte Tier bereits 1610 im Rahmen der "Großen Nordamerikanischen Tierbenamung" (bei der auch die heute so alltäglichen Wörter "Stinktier" und "Waschbär" erfunden wurden) einen Namen erhielt. Man bezeichnete es damals bereits als "Bison", lateinisch "Bison Bison". Endergebnis also abermals: ein peinliches Unentschieden.
01.08.2005 | 22:51 | Alles wird schlechter | Sachen kaufen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Was ist wohl auf dem nebenstehenden Bild dargestellt? Ein neuartiges Krokodil mit gelbem Zahn? Eine Wäscheklammer mit ergonomischem Griff? Oder aber eine spezielle Zange zum Herausziehen von Milchzähnen? Natürlich alles Unsinn, denn es handelt sich um etwas ganz Einfaches, nämlich um eine spezielle Zange zum Herausziehen von Milchzähnen. Wieder mal ist das eine so dermaßen offensichtliche Erfindung wie seinerzeit "Tisch" oder "Haus", dass man sich tagelang an die Stirn schlägt vor lauter Ärger, nicht selber darauf gekommen zu sein. Man könnte heute ein Patent besitzen, für eine spezielle Zange zum Herausziehen von Milchzähnen! Einziger Trost: Auch die Hersteller der herkömmlichen Geräte für denselben Zweck (Faden und Türklinke, kräftige Ohrfeige, hartes Brot) wurden kalt erwischt.
Dieser Beitrag ist ein Update zu: Zahnlos glücklich
01.08.2005 | 05:37 | Selbstversuche | Zeichen und Wunder
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)In zehn Tagen wird nach langer Verzögerung auch in deutschen Kinos "Sin City" anlaufen, ein Film, über den anderswo bereits alles gesagt wurde. Weil "Sin City" zu 90% aus Gewaltdarstellung besteht (obwohl stark stilisiert oder, wie manche gar behaupten, subtil), räumt der Film reihenweise Ratings ab, die knapp am Verbot vorbeischrammen. Endlich gibt es somit mal wieder einen Grund, die schon lange nicht mehr gehörte Debatte über die Verantwortung des Mediums für den Konsumenten (oder so ähnlich) loszutreten, oder anders ausgedrückt: Werden wir denn am Ende alle verrohen? Im Falle von "Sin City" erhält die Diskussion neuen Zündstoff, denn jemand in Australien hat einem anderen die Nasenspitze abgebissen, und zwar im Rahmen einer Diskussion über die "Qualität und Gewaltdarstellung" des Filmes. Verroht uns also das Medium oder die Diskussion über die Verrohung des Mediums? Verwirrend. Namhafte Riesenmaschinenautoren haben, einfach um sicherzugehen, dem Film mehrfach vorab betrachtet und hinterher ganz genau das Verhalten der "Konsumenten" beobachtet. Einmal zog sich ein junger Mann gleich nach der Vorführung in aller Öffentlichkeit fast komplett aus, ansonsten aber geschah nichts Bemerkenswertes. Aufgrund dieser empirischen Erhebungen neigen wir dazu, auf das anstehende alberne Gerede mit dem Satz zu antworten, den Mickey Rourke auf dem elektrischen Stuhl seinen Peinigern entgegenwirft: "Ist das alles, was ihr zu bieten habt, ihr Weicheier?"
31.07.2005 | 22:53 | Supertiere | Was fehlt
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Immer noch wissen wir viel zu wenig über die Matamata-Schildkröte. Im deutschen Netz zum Beispiel existiert dieses faszinierende Tier überhaupt nicht, obwohl es in Amerika nach Delphinen und Waschbären als neuer Topstar gilt, und mittlerweile (in Nachfolge des Nacktmulls) als "hässlichstes Tier der Welt" glorifiziert wird. Hier drei Gründe, warum wir nachziehen sollten: 1) Matamata ist zwar eine Schildkröte, aber auch ein bisschen ein Krokodil. 2) Sie isst nicht, sondern saugt. 3) "Matamata" heisst auf deutsch "sie tötet, sie tötet", und zwar abundzu mal einen kleinen Fisch, sonst lebt sie eher zurückgezogen. Abschließendes Urteil aus Grzimeks Enzyklopädie: "Eine ausgewachsene Matamata mit ihrem 45cm großen Schild sieht nicht aus wie ein lebendes Reptil, sondern eher wie ein Bild aus einem wirren Traum."
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