Riesenmaschine

26.08.2005 | 03:51 | Anderswo | Alles wird besser

Zukunft von gestern


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Engadget ist seit wenigen Tagen nicht nur in den Geschmacksrichtungen Chinesisch, Japanisch und Spanisch, sondern auch in 1985 verfügbar. Der lange Beitrag über Gadgets von vorgestern enthält neben Fotos in ungefähr 16 Farben auch zahlreiche solide Scherze, die allesamt hierherzukopieren wir uns mühsam verkneifen. Wir merken jedoch vorsorglich schon mal an, dass wir die Idee "Riesenmaschine 1906" schon vor mehreren Wochen hatten, sie rechtzeitig zu unserem 100-jährigen Jubiläum in die Tat umsetzen werden und dann keine Plagiatsvorwürfe hören wollen. Wir können alles beweisen!


25.08.2005 | 22:04 | Anderswo | Sachen kaufen

Neues aus der Schweiz II – die Elektro-Nikotintherapie


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Es sollen hier keine Vermutungen angestellt werden, wie lange es wohl noch dauern wird, bis das Schweizerkreuz als Qualitätsauszeichnung ausgedient haben wird, wenn es weiterhin von allerlei zwielichtigen Firmen als Teil des Logos geführt wird, deren Produkte mit der Schweiz an sich nur wenig zu tun haben. Allzulange kann es aber nicht mehr dauern, wenn es schon einfach so hinter den Schriftzug ADDiCT✚ gestellt wird.
Es soll vielmehr um Gehirnelektrostimulationstherapie gehen. Dazu nämlich hat die Zuger Firma "Addict – swiss care products" ein kleines, im sympathischen Heimwerkerlook gestaltetes Gerät auf den Markt gebracht, das dem Benutzer über Elektronen, die "diskret hinter den Ohren des Benutzers platziert werden", Stromstösse in einer "spezifischen Frequenz" ins Hirn jagt. Es soll damit die Dopaminproduktion im Hirn anregen und so das bei Rauchern durch Nikotin hervorgerufene "Gefühl der Freude" ersetzen.

(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Ob das Gerät tatsächlich funktioniert, ist schwierig zu sagen. Die Homepage wirkt seriös – doch welche Seite, die Grau-Weiss mit gezielt gesetztem Schweiz-Rot kombiniert, wirkt nicht seriös? Auch den Absatz "Was sind die Nachteile, wenn man mit dem Rauchen aufhört?" (Konzentrationsstörungen, Niedergeschlagenheit, erkältungsähnliche Symptome, Gewichtszunahme, kurz, ein "Heer von Nebenerscheinungen") würde man so nicht auf der Homepage eines zweifelhaften Produktes vermuten.
Auch wenn die Stromstosstherapie tatsächlich wirken sollte, bleibt zumindest die Frage offen, ob das Design des Gerätes auch wirklich geschickt gewählt wurde. Kann es aus sicherer Distanz noch für einen selbstgebauten iPod-Klon duchgehen, könnte es zumindest aus der Nähe etwas seltsam wirken, wenn einer verkabelt und mit der grossen, roten Aufschrift ADDICT am Arbeitsplatz erscheint.


25.08.2005 | 18:10 | Anderswo | Vermutungen über die Welt

Geld wie Heu


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Die Zeiten für Bauern scheinen immer schlechter zu werden. Subventionskürzungen, Preisverfall bei Agrarprodukten, Billigimporte (wahrscheinlich aus China!) – der gemeine Landwirt hat offenbar kaum noch Chancen, seine Familie angemessen zu ernähren. Die in der Marktwirtschaft natürliche Folge ist die Suche nach Ersatzeinnahmequellen. So wird das seit einiger Zeit praktizierte Kuhleasing immer erfolgreicher, andere Bauern bieten tolldreist Arbeitsferien an, für die man unter Umständen sogar bezahlen muss. Da ist eine naheliegende, harmlos daherkommende Variante, sein Heu zu Geld zu machen. Und zwar mit Werbung, wie man sieht. Über die marktüblichen Richtwerte kann man errechnen: bei einem TKP (Tausendkontaktpreis) von 30 € und vor Ort geschätzten vier Passanten pro Tag kommt der Werbebauer auf Zusatzeinnahmen von 3,60 € pro Monat. Da ein solches mehrfarbig geplottetes Riesenplakat etwa 1.200 € kostet, hat sich die Investition bereits nach 27,7 Jahren amortisiert und beginnt dann, Reingewinn abzuwerfen. Aber Landwirte sind ja gewohnt, langfristig zu denken.


25.08.2005 | 17:18 | Anderswo | Sachen anziehen

Survival-Rucksack


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Gerade als südländisch wirkender Mensch sollte man derzeit in einigen Städten besser nicht nach der U-Bahn sprinten – und schon gar nicht mit einem Rucksack. Eine gesellschaftliche Lösung für dieses Problem ist nicht in Sicht. Ein individueller, modezentrierter Workaround ist aber klar, im wahrsten Sinn des Wortes. Wie TTR2 hier korrekt vorschlug, verhindert ein durchsichtiger, mit unverfänglichen Dingen gepackter Rucksack ungewollte Kopfschüsse. Ein ähnliches Modell ist hier zu erwerben. Da sich die Verdächtigungsmaschinerie offenkundig auf Rassenmerkmale einschießt, eignet sich der Transparenztrend auch für hellhäutige Blonde, um sich mit den pauschal Verdächtigten zu solidarisieren. Transparency International!


25.08.2005 | 16:48 | Anderswo | Alles wird besser

Dosenhygiene


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Es gibt Probleme, derer man sich erst bewusst wird, wenn man die Lösung dafür sieht. Getränkedosen etwa führt man mit dem Trinkbereich zum Mund – und der wird vorher alles andere als hygienisch transportiert und gelagert. Im besten Fall ist das Fritieröl an den Händen der Imbissfachkraft noch so heiß, dass alle Keime beim Anfassen abgetötet werden. Dieses Problem wurde durch zigarettenspitzenartig alberne Aufsätze zwar schon mal gelöst, aber so etwas möchte ja niemand ständig mit sich herumtragen. In Italien, genauer gesagt in Mailand, wurde die nebenstehende Lösung gesehen. Es handelt sich um eine Art Dosenkondom, eine Schutzfolie, die über den Trinkbereich gestülpt ist. Die so geschützte, saubere Dose hätte schon aufgrund des Placebo-Geschmackseffektes bestimmt viel besser geschmeckt. Wenn es sich um vernünftige Coke gehandelt hätte und nicht nur um Pepsi.


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