Riesenmaschine

18.11.2005 | 15:27 | Sachen kaufen | Listen

Kassenbonbonbons


(Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Selbst ins "Online-Nachschlagewerk für Junggesellen" frag-mutti.de hat der eigentlich sinnvolle Tipp Eingang gefunden, dass man seinen Kassenbon nach dem Einkauf sorgsam studieren sollte, um etwaige Reklamationen zeitnah tätigen zu können, was in der hektischen Praxis des Einkaufens jedoch allzu leicht vergessen wird. Wie der Kölner Performancekünstler und Kassenbonabkürzungs- aufspürungspionier Harald Sack Ziegler im Selbstversuch bereits vor drei Jahren nachweisen konnte (etwa drei Viertel der Seite runterscrollen und den dunklen Text auf dunklem Hintergrund highlighten), finden sich dann in der Einkaufstüte auch schon mal eine gefährliche 4-Korn-Waffe oder ein olfaktorisch bedenklicher Toilettenpapi (toiletdaddy), die natürlich in Wirklichkeit nur dadurch zustande kommen, dass die Textfelder der Kassensysteme in der Regel auf 13 bis 15 Zeichen begrenzt sind. Einen geschmacklosen Höhepunkt erreichte der Abkürzungswahn beim letzten Wochenendeinkauf eines jungen, aufstrebenden Riesenmaschinenewcomers, der beim Auspacken buchstäblich in die Scheisse griff, wenn auch in Bio-Qualität (siehe Abbildung).


11.11.2005 | 14:09 | Listen | Vermutungen über die Welt

Von Crunk bis Turntablism


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Nein, diese Dee-Jays! Stehen stumm und mösenbärtig hinter ihren Technics-Ungetümen und mixen bald dies, bald jenes ineinander. Von Progressive Hop über Nu Soul bis hin zu Speed Garage und dann – zack! – gleich wieder zurück zu Dirty South und Ghetto Tech. Wer jetzt nur Rautatieasema (finn.: Bahnhof) versteht, ist nicht allein. Kein Wunder, dass kein Schwein mehr die Nomenklatur diversester Musikstyles versteht, die Zeiten in denen es "beide" Musikstile (Country UND Western) gab, sind seit Ewigkeiten vorbei. Wer auf der Höhe der Zeit sein möchte, studiere bitte Ishkur's Guide to Electronic Music. Es ist dies ein kleines, böses Flash-Monstrum, das jede Subsubsubsubgruppe elektronischer Musik anhand von drei bis zehn Songbeispielen illustriert und zusätzlich die Verästelungen und Verbindungen zwischen jenen Subsubsubsubgruppen aufzeigt. Das Ding ist reichlich kundig aufgestellt, kennt im Bereich Goth sogar die inzwischen leider völlig vergessene Band "Danse Society". Alles in allem eine beeindruckend hässlich und doch gut zu bedienende und geradezu enzykloplädisch wertvolle Website. Ganz old school (Mund zu Ohr) empfohlen von Holger Schulze.


03.11.2005 | 12:30 | Fakten und Figuren | Listen

Morgen ist auch noch ein Tag


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Heute ist der 3. November und ein besonderer Tag. Denn heute ist der "World Usability Day", der sich im weitesten Sinne mit der Vereinfachung von technischem Gerät und dessen Bedienung beschäftigt. Veranstaltet von einer Organisation namens Usability Professionals Association, die ärgerlicherweise nicht in der Lage ist, selbsterklärende Grafiken mit ausreichend grosser Schrift bereitzustellen (hier die deutsche Website). Heute ist aber auch Welt-Männertag, der offenbar im Jahr 2000 an der Uni Wien erfunden wurde, und zwar "von besorgten Männerforschern".
Vor dem Hintergrund, dass ein mitteleuropäisches Durchschnittsjahr 365 Tage hat, ist eine Tage-Dopplung sogar wenig. Schliesslich gibt es für viele, viele Dinge spezielle Tage, am 23. Mai etwa ist Weltschildkrötentag. Den Tage-Rekord hält vermutlich der 21. März, der neben dem Äquinoktium und dem Frühlingsbeginn gleichzeitig auch Internationaler Tag des Waldes, Welttag der Poesie, Internationaler Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung sowie Beginn der Woche der Solidarität mit den gegen Rassismus und Rassendiskriminierung kämpfenden Völkern ist, die sich auch noch über den Weltwassertag, den Welttag der Meteorologie und den Welttuberkulosetag bis hin zum Welttheatertag (27. März) erstreckt. Kein Wunder, dass sich das Tagewesen nach so einer Woche erstmal erholen muss: Am 28. März ist überhaupt kein Tag. Angesichts solcher Tag-Verwirrungen sind wir uns nicht für einen wortspieligen Abgang mittlerer Güte über ein neues Webtool zu schade, gefunden bei Herrn Kosmar: Es handelt sich um den Tagtagger.com, ein Tool, mit dem man ab demnächst seine vielen Tags (flickr, del.icio.us, technorati) organisieren (taggen) können soll. Zwecks besserer Usability, natürlich.


28.10.2005 | 11:08 | Alles wird besser | Listen | In eigener Sache

Wahlaufruf


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Selten – sehr, sehr selten – wenden wir uns direkt an unsere Leser, was damit zusammenhängt, dass wir wie die meisten Autoren unsere Leserschaft zum Grossteil für Trottel wir enge redaktionelle Richtlinien zur Wahrung des hohen Artikelniveaus verfolgen. Heute machen wir eine Ausnahme, eine sehr gut zu begründende jedoch. Wie Sie spätestens in zweieinhalb Sekunden wissen, sind wir beim internationalen Blog-Award der Deutschen Welle als "Best Journalistic Blog German" nominiert. Sowohl mit "Best", als auch mit "Blog" und "German" können wir uns hervorragend identifizieren, und das "Journalistic" kommt ja vielleicht noch. Aber das nur nebenbei, denn in der Hauptsache geht es um etwas anderes. Wir, die Riesenmaschine, möchten, dass Sie uns jetzt wählen, und zwar genau hier. Vielleicht fragen Sie sich, weshalb wir uns mit diesem Artikel unwürdig bettelnd im Staub wälzen, obwohl wir eigentlich ein arrogantes Qualitäts-Blog anbieten. Das hängt zum einen mit dem Preis zusammen, den es zu gewinnen gibt: Ein iPod Shuffle, den wir gerecht unter den gut 30 Autoren der Riesenmaschine aufteilen werden (jeder drei Lieder). Es handelt sich aber auch um eine Erpressung der allererbärmlichsten Sorte. Wenn uns nämlich die Anerkennung der Wahl versagt bleibt, schrödern wir noch eine Weile zugekokst irr durch die Landschaft und verabschieden uns dann in die niederfrequente Bedeutungslosigkeit. Und das kann ja keiner wollen. Wir jedenfalls nicht.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Das Beste vom Blog


23.09.2005 | 01:10 | Alles wird besser | Listen

Neue Firefox-Plugins, die jeder haben sollte


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1. CustomizeGoogle: Endlich Macht über den Googlegolem. Wer das möchte, kann die Google-Werbebanner ausblenden, sich eine Vielzahl zusätzlicher Links zu den Suchergebnissen einblenden lassen, alles, was nervt (Wikipedia-Klone!) für immer aus den Suchergebnissen verschwinden lassen und das lästige neue Google-Clicktracking abschalten (ausführliche Clicktracking-Erklärung bei Boing Boing).

2. MediaPlayerConnectivity: Schluss mit dem Ärger, den in Websites eingebettete Quicktime- RealMedia- und alle anderen Streams verursachen. Nie mehr zur hundertsten Installation von Quicktime aufgefordert werden! Alles wird in eine externe Applikation der eigenen Wahl umgeleitet, zum Beispiel den hervorragenden MediaPlayer Classic, den es entweder bei sourceforge.net oder, noch praktischer, als Bestandteil des K-Lite Codec Pack gibt. Der Ärger mit nicht unterstützten Formaten hat ein für allemal ein Ende, und als kostenlose Dreingabe wird einem der nervenzehrende RealPlayer von der Platte geputzt.

3. Read Easily: Endlich müssen auch Firefox-Nutzer nicht länger auf eine Option verzichten, die es in Opera schon seit vielen Jahren gibt: Mit einem Tastendruck unlesbare Seiten (rosa Schrift auf Blümchentapete, neongrün auf Schwarz) in lesbare (schwarz auf weiß, vernünftige Schriftgröße) verwandeln.

4. Adblock Filterset.G Updater: Für alle, die Adblock installiert haben und ihre Werbefilter automatisch aktualisiert bekommen wollen. Also für alle.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Firefox-Plugins, die jeder haben sollte


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