Riesenmaschine

18.08.2005 | 00:08 | Sachen kaufen

Pump My Ride


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Unzweifelhaft die beste Fahrradluftpumpe der Welt ist dieses namenlose Gerät, das vor langer Zeit von Manufactum vertrieben wurde, und zwar zum Manufactum-untypischen Preis von damals ungefähr 11 DM. Vermutlich handelt es sich um das hier abgebildete Produkt der taiwanesischen Firma Tri Rex, was auch erklären würde, warum sich Manufactum als Förderer der einheimischen Wirtschaft wieder von ihr abgewandt hat.
Löblich ist erstens die Gestaltung. Andere Fahrradpumpen sehen aus wie Abwasserrohre oder Egel, diese ist aus eitel Metall und erinnert an eine Querflöte. Zweitens kommen dank des Verbindungsschlauchs zwischen Pumpe und Fahrrad auch Personen mit etwas kleineren Händen (nämlich Frauen) sehr gut damit zurecht, weil man sie nicht mühsam einhändig an den Reifen pressen muss. Drittens lässt sich dieser Verbindungsschlauch nach Gebrauch im Griff der Pumpe verstauen, was nutzlos, aber toll ist. Und viertens kostet sie auch heute noch fast kein Geld. Mit Glück kann man sie bei manchen Fahrradhändlern, z.B. bei Froschrad in Kreuzberg entdecken.
Ich werde für diesen Beitrag übrigens weder von Tri Rex noch von Froschrad lebenslänglich mit Fahrradpumpen versorgt; das wäre auch zwecklos. Weil das taiwanesische Wunderding nämlich fünftens ewig hält.


17.08.2005 | 15:07 | Alles wird besser | Sachen kaufen | Essen und Essenzielles

Verleiht Stüüüüüüützen!


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Es gibt sie, diese Tage, an denen der noch zu metabolisierende Restalkohol und die Erinnerungen an die Verfehlungen der Vornacht schwerst an Physis und Psyche zehren. Diese Tage, an denen selbst halbliegender Konsum aller New-Order-Schallplatten hintereinander weg nicht ausreicht, das Mütchen zu kühlen. Diese Tage, an denen man gebelpt und erschlagen durch die Stadt schleicht und sich nur eines sehnlich wünscht: Wachheit. Die Lösung ist nah: Airmen Beans. Im Mouthfeeling an Veilchenpastillen gemahnend, im Geschmack an einen vernünftigen Espresso, noch dazu stetig auf angenehme Art und Weise die Mundschleimhaut netzend, zu guter Letzt den Magen beruhigend. Ein Lebenselixier der ersten Güte in einer ansprechenden Verpackung. Und billiger als Koks ist es auch.


17.08.2005 | 01:13 | Sachen kaufen | Essen und Essenzielles | Vermutungen über die Welt

Brot für die Brut


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Nachdem brotlose Kunst ja schon länger out ist, gerät nun auch kunstloses Brot ins Hintertreffen. Wie wir von OhGizmo erfahren müssen, besteht die Kunst der englischen Bäckerei Hovis in einer Methode, Brot vollkommen ohne Kruste zu backen. Sie nennen es Invisible Crust und hoffen, weltweit mit der Kruste auf Kriegsfuss stehende Kinder zu ködern. Und vor allem deren Eltern, die endlich den letzten handgemachten, durch den Magen gehenden Liebesbeweis auch kaufen können. Doch kein Trend kann so abseitig sein, als dass er keinen Gegentrend provozieren würde; schon stehen Kleinbäckereien in den Startlöchern und bieten Brote mit extra viel Kruste an. Die weitere Entwicklung ist vorauszusehen. Es werden Brote geschaffen werden, die nur noch aus Kruste bestehen, daneben koexistiert unfriedlich die Anhängerschaft des erwähnten krustenlosen Brots, eventuell werden kontinentale Krustenkonflikte heraufbeschworen, Bäckersdynastien brotal ausgelöscht, Brotkriege geführt, bis dereinst ein findiges Unternehmen auf die Idee kommen wird, ein 2-in-1-Brot anzubieten – mit Kruste und Brotinnerem in einem Produkt!


16.08.2005 | 09:13 | Sachen kaufen

Haxn abkratzn!


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
"Es gibt kein richtiges Leben im Falschen". Sagen Leute. Sie wollen damit ausdrücken, dass man als moralisch integrer und politisch links stehender Mensch gewisse Dinge nicht kaufen oder besitzen darf. Dazu gehören Eigentumswohnungen, Chino-Hosen oder Fußmatten. Diese Leute, die das denken, sie sind sehr dumm. Zumindest, was Fußmatten angeht. Denn hier wird gezeigt, dass man auch als Fußmattenbesitzer ein guter Mensch sein kann.


15.08.2005 | 17:51 | Was fehlt | Sachen kaufen

Frauen kaufen Erotik

Die Firma Beate Uhse hat sich zum Thema Erotik überlegt, endlich mal Erotik-Shops speziell für Frauen zu konzipieren. Gleich viermal in Deutschland gibt es deshalb seit gut einem Jahr "Mae B.", nämlich in Hamburg, Frankfurt, Berlin und Internet. In der ungemein unterhaltsamen Mae B. Werbebroschüre, die es zum Preis von nur 1 Euro Schutzgebühr zu haben gibt, erfährt man auch gleich, dass Mae B. ein Wortspiel ist: "Ist es eine Frau, die ihren vollständigen Namen nicht verraten möchte? Oder soll es für das englische Wort 'vielleicht' stehen: maybe?" Wahnsinn, bitte mehr erzählen über diese faszinierende Person!
"Mae B. hat eine äußerst facettenreiche Persönlichkeit. Das Besondere an ihr ist ihre Vielseitigkeit. Sie trägt Turnschuhe oder Pumps und sieht in Jeans genauso attraktiv aus wie im Ballkleid. (...) Männer umschwärmen sie. Ihr Charme ist einfach umwerfend – und ihr Lachen steckt an. Sie ist selbstbewusst, sexy und frech. Dabei ist Mae B. äußerst sensibel und einfühlsam."
Mae B. ist also nicht nur toll, sie ist auch noch mal so und mal so! Das Beste über Mae B. kommt allerdings erst noch: "Zur Erotik bekennt sie sich offen und selbstbewusst. (...) Es sind die Gegensätze, die sie faszinieren, so wie die Unendlichkeit der Horizonte am Himmel und die Beständigkeit der Erde, die Kraft des Windes und die unergründliche Tiefe der Meere, der Tanz der Lichter und das Geheimnis der Dunkelheit."
Und tatsächlich kommt dann auch noch irgendwas mit harmonischer Verbindung von Mann und Frau und mit Yin und Yang. Was Frauen halt so geil macht.


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