Riesenmaschine

11.09.2005 | 00:23 | Fakten und Figuren | Vermutungen über die Welt

Das Zeitalter des Staubes

Als wir vor zwei Monaten zaghaft darauf hinwiesen, dass Staub von allergrößter Wichtigkeit ist, wurden wir nicht mal belächelt, sondern ignoriert. Als Jurgen Bey kürzlich einen Sessel vorstellte, der durch den angebauten Sauger mit normalem Hausstaub befüllt wird (Bild oben), schüttelten die Menschen verständnislos den Kopf. Und als sich die Wüsten (größte Staublagerstätten der Welt) aufgrund der globalen Erwärmung immer weiter nach Norden ausdehnten, stöhnten alle nur über die unerträgliche Hitze. Dabei ist es so unübersehbar, dass man es praktisch gar nicht übersehen kann! Im Geiste vereint mit dem anonymen Urmenschen, der verlacht wurde, als er in krakeliger Schrift "Stein ist das neue Holz" an seine Höhlenwand malte, rufen wir "Staub ist das neue Irgendwas" und prophezeien unbeirrt das Zeitalter des Staubes. Bestätigt fühlen wir uns durch die Zukunftsfanatiker der NASA, die schon vor zwei Jahren einen Satelliten zur Staubforschung ins All warfen. "Niemals dachte ich, dass Staub und Dreck so schön sind, bis ich diese wundervollen Bilder sah", schwärmen die NASA-Experten beim Anblick kosmischen Unrats (Bild unten). Und so erleben wir eine historische Zeitenwende: Schon bald wird man mit dem Staubkeil zur Jagd ziehen, Präsidenten werden sich in Staubstatuen gießen lassen, man wird Staubcomputer entwickeln, und spätestens nachdem die erste Stadt durch eine Staubbombe zerstört beziehungsweise eigentlich verschüttet wurde, wird man wie immer zu der Erkenntnis gelangen, dass man die alten Menschheitsprobleme so auch nicht lösen kann. Zu diesem Zeitpunkt haben wir uns natürlich schon lange von dem ganzen Dreck distanziert und fordern konsequent irgendwas ganz anderes.


Kommentar #1 von Holm:

Mehr zum Thema intelligenter Staub.

11.09.2005 | 14:53

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