Riesenmaschine

29.08.2006 | 15:33 | Berlin | Was fehlt

Milgram, morgen

Wir weisen noch einmal darauf hin, dass morgen, Mittwoch, um 20:00 im nbi das Onkel-Milgram-Leseexperiment stattfinden wird, und Anmeldungen tapferer Autoren (ja, sogar Blogger) nach wie vor gern gesehen wären. 50 Euro winken für die blosse Teilnahme, ausserdem ist das nbi-Publikum voraussichtlich sowieso viel zu wohlwollend, um dem Reizstromgerät mehr als ein freundliches Kribbeln zu entlocken. Dieser Beitrag soll nicht etwa den Eindruck erwecken, wir wären verzweifelt, weil sich bisher exakt null der geschätzten 10.000 Berliner Lesebühnenautoren freiwillig gemeldet haben. Die ZIA ist zum Glück eine vielköpfige Firma, deren Mitarbeiter morgen sämtlich an die Front geschickt werden, um dort ihre Jugendwerke vorzutragen, wir sind daher gänzlich unbesorgt.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Onkel Milgrams Open Mike


Kommentar #1 von www.weltenweiser.de:

Jetzt sind es schon 50 Euro. Vorher war es nur ein Gutschein. Leute wartet, der Preis wird noch steigen. Vielleicht hätte man mal bei ein paar Maso-Parties flyern sollen. Eigentlich eine lustige Idee. Aber dann müsste ich ja auch noch Abends in direkter Nähe meiner Arbeitsstätte rumlungern. Wie wäre es mal anders herum? Der Autor kann bei gelangweiltem Publikum Stromschläge verteilen. Bei Handyanrufen gibt es "zaaap" eins mit der Elektropeitsche. Naja, vielleicht gehe ich ja noch in mich. Bloss woher krieg ich nen Jugendsündetext? Meine Junged war doch komplett sündenfrei...

29.08.2006 | 16:03

Kommentar #2 von Kathrin:

Es soll schon vorgekommen sein, dass es das Handy des Autors war, das während der Lesung klingelte ... gramgebeugt ab.

29.08.2006 | 16:31

Kommentar #3 von Helmar:

Bzw. halt gerade nicht klingelte, wie z.B. auf Atomstromverherrlichungsveranstaltungen in Erlangen. Interessanterweise auch jene Möchtegernmedizinhauptstadt deren Einwohner nicht mal die elementarsten Untersuchungsgerätschaften zu kennen scheinen...

29.08.2006 | 16:36

Kommentar #4 von Kathrin:

Helmar war wohl der einzige Bewohner Erlangens, der das 24-buchstabige Anagramm bei Riesenmaschine TV lösen konnte (wenn auch erst am nächsten Tag). Falls das stimmt, dann an dieser Stelle noch mal öffentlich herzlichen Glückwunsch.

29.08.2006 | 19:26

Kommentar #5 von S. Schademann:

Schade, dass ich heute abend nicht kommen kann!

30.08.2006 | 18:41

Kommentar #6 von Veranstaltungsbesucher:

Gerade ist auf Spiegel-Online der Nachbericht von Henryk M. Broder erschienen. Da der Mann nur verreissen kann, ist es kein Wunder, dass er alle seine Humorlosigkeit zusammen nimmt und verreisst. Unter der Überschrift "Folter-Lesung in Berlin" stellt sich nach und nach heraus, dass gar nicht gefoltert wurde. Und weil es insgesamt eine runde Sache war und die Leute viel Spass hatten bei diesem neu erfundenen Format für Lesebühnen, bleibt dem Miesepeter unter den Kulturkritikern nichts anderes übrig, als "Möchtegern-Provokation" zu schreiben und alles ein wenig ins Lächerliche zu ziehen.
Spiegel, warum beschäftigst Du so einen schlechtgefickten Nullchecker?

31.08.2006 | 15:24

Kommentar #7 von Auchbesucher:

Schade, dass keine echten Lesebühnenäffchen wie Ahne, Hein oder Hennig gegrillt wurden. So hatte das Ganze einen eher drittklassigen Charme.

31.08.2006 | 17:50

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