Riesenmaschine

29.11.2006 | 02:29 | Anderswo | Was fehlt

Schon wieder out: Chinesische Würgefrisuren

Eigentlich alles, was es gibt, kommt ursprünglich aus China. Allein während der Tang-Dynastie (618 – 907) wurde hier so unterschiedliches Zeugs wie der Buchdruck mit Stempeln, die tickende Wasseruhr, Diabetes, der Kometenschweif, Hartporzellan, Streichhölzer oder die Zeitung erfunden. In den letzten Jahren allerdings tun sich die Chinesen, wie man weiss, etwas schwerer mit eigenen Kreationen. Das mag daran liegen, dass sich eine Innovation in China noch nicht richtig auszahlt. Dieser interessante Würgefriseurladen an der Pekinger Chao Nei Dajie beispielsweise ist schon wieder geschlossen. Vielleicht liegt aber auch die Besitzerin hinter dem seit Monaten geschlossenen Rollgitter auf dem Boden, alle Viere von sich gestreckt und an der eigenen Erfindung erstickt. Tragisch? Wie man's nimmt. Auf jeden Fall wird sie so nie erfahren, dass sie eventuell nicht die erste Würgefriseurin war. Und das hätte ihr dann doch einen harten Schlag versetzt.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: The Writing on the Wall (is the wall)

Christian Y. Schmidt | Dauerhafter Link


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