04.01.2007 | 01:11 | Supertiere | Fakten und Figuren
 Verarmter Adel im Unterholz: Die Ritterwanze (Foto: Entomart) Lygaeus equestris, die Ritterwanze, ist das Insekt des Jahres 2007, so entschied das entsprechende Kuratorium des Deutschen Entomologischen Instituts. Damit reiht sich die Ritterwanze in die ruhmreiche Folge der Plattbauchlibellen, Hainschwebfliegen, Steinhummeln und Marienkäfer ein. Diesen sozialen Aufstieg hat die Ritterwanze vor allem dem noblen Ansinnen des Kuratoriums zu verdanken, dadurch "Vorurteile gegen bestimmte Insektengruppen abzubauen". In der Tat: Ihre Omnipräsenz und Vorliebe dafür, am Boden rumzugammeln, 24stündigen Sex zu haben oder einfach nur zu stinken, hat den Ritterwanzen den Ruf des nutzlosen und lästigen Lumpenproletariats und so manche Anfeindung eingehandelt. Allein, nur eine diskriminierte Gruppe pro Jahr unter den Schutzmantel des Kuratoriums zu nehmen wird die Not nicht lindern, denn schon zur Stunde geht es bereits den verwahrlosten Schaben und Obstfliegen gewaltig an den Kragen.
Dieser Beitrag ist ein Update zu: Jetzt schon: Der Pilz des Jahres 2006
|
IN DER RIESENMASCHINE
ORIENTIERUNG
SO GEHT'S:
- alles Geriffelte (ausser Riffles)
- Krautsaucen outsourcen
- subtile Keulen
- mit Ultrastrahlen wegbratzeln
SO NICHT:
- Schauberger-Repulsine
- Fensterscheiben lecken statt Pfeifen rauchen
- Scharadenschismen
- gelbe Sonnenbrillengläser
AUTOMATISCHE KULTURKRITIK
"The Hurt Locker", Kathryn Bigelow (2008)
Plus: 1, 23, 70 Minus: 9, 99, 113, 140 Gesamt: -1 Punkt
KATEGORIEN
ARCHIV
|
|
|
|