Riesenmaschine

11.09.2007 | 18:10 | Alles wird schlechter | Sachen anziehen

Risikosportart Gummischuh


Sommertrend 2008: Schuppen und Krallen
(Foto, Lizenz)
Der Sommer ist nahezu vorbei; was bleibt anderes übrig, als Bilanz zu ziehen, nach fünf Monaten im Banne des Sommertrends Gummischuh. Es fing damit an, dass Kathrin Passig im April aus freien Stücken erfand, bald würden die Menschen mehrere Crocs auf einmal tragen, so massiv würden sie über uns hereinbrechen. Natürlich ging der widerliche und gewissenlose Wunsch in Erfüllung, wie es in der Prophezeihung stand. Vollkommen unerwartet jedoch das vernichtende Ausmass des Debakels in Folge der löchrigen Fussgummierung: Erst grosse Panik wegen elektrostatischer Aufladung, bis hin zum Versagen von lebensnotwendigem Equipment. Dazu ernstzunehmende Hinweise auf Wolken aus Blitzen, hervorgerufen durch nur scheinbar unschuldige Kautschukpantinen. Im selben Atemzug Warnungen vor dem Fallenlassen von scharfen Alltagsgegenständen wie Skalpellen und Infusionsnadeln, was da alles passieren kann, hat man ein Loch im Schuhwerk! Und schliesslich, selbstverständlich aus dem fortschrittlichen Japan, die ultimative, allerletzte Warnung vor einer Wiederholung des Croc-Sommers: 40 Fälle (vierzig!) von Japanern, die wegen ihres Schuh-Geschmacks versehentlich mit dem Fuss in Aufzugtüren steckenblieben. Vierzig mal Leid, Pein und Elend untenrum. Vierzig japanische Katastrophen, die nicht hätten sein müssen. Be warned.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Es wird ein extremer Sommer


Kommentar #1 von Kathrin:

Aber Moment, im letzten Satz steht eindeutig, dass nur 18 der 40 Betroffenen Crocs-Schuhwerk trugen. Es kann ja wohl sehr gut sein, dass genau 45* Prozent aller Japaner Crocs an den Füssen tragen und sich deshalb nur eine statistisch erwartbare Menge in Rolltreppen verfängt, Rolltreppen übrigens, nicht Aufzugtüren.
(* Topcheckertrick zur Gewinnung dieser Prozentzahl: Neue Grafik von 100x40 Pixel Grösse öffnen. So skalieren, dass die kürzere Seite jetzt nur noch 18 Pixel lang ist. Die Länge der längeren Seite ist das gesuchte Ergebnis.)

11.09.2007 | 18:42

Kommentar #2 von Aleks:

Die Kommentatoren hier werden auch immer naja. "Crocs brand footwear" steht da, im letzten Satz, also Crocs von Crocs Inc. die anderen 22 trugen dann halt billige Imitat-Crocs, hergestellt von Crocs-Imitatoren, wie man weiter oben nachlesen kann. Aber was erwarte ich, wenn man noch nichtmal Dreisatz usw.

11.09.2007 | 18:52

Kommentar #3 von Kathrin:

So, und was ist mit den Rolltreppen? Hier werden doch billigste Recherchestandards mit gummibeschuhten Füssen getreten.

11.09.2007 | 18:57

Kommentar #4 von Aleks:

Bevor ich hier Fehler zugebe, muessten die Kommentaren erstmal zugeben, dass sie, nur um recht haben zu wollen, sich einfach ins Unrecht begeben.

11.09.2007 | 19:10

Kommentar #5 von Marat alias Dr. Schaden Freud:

Nach meinem Dafürhalten gleicht das unbeabsichtigte Weglassen der Silbe "to" im Wörtchen "Kommentator" (ergibt im Wortkontext: "Tor" – man beachte die Doppeldeutigkeit!) einer unterbewussten verbalen Niederwerfung vor Kathrins bestimmt sehr stilvoll und gesundheitlich unbedenklich gekleideten Füsse. Damit wäre der Sieger bestimmt, möge der Autor des Artikels seine Schmach mit Würde tragen. Jetzt gebt euch die Hand, umarmt und vertragt euch wieder.

11.09.2007 | 20:09

Kommentar #6 von Aleks:

Haha, verbale Niederwerfung aufgrund eines Schreibfehlers proklamieren, aber dann nichtmal den Genitiv von Fuss hinkriegen.

11.09.2007 | 20:50

Kommentar #7 von Aleks:

Ich werde gerade darauf aufmerksam gemacht, dass es sich auch unter Umstaenden um den Akkusativ handeln koennte, also diesen anderen Fall da. Trotzdem gibt es natuerlich keine Umarmung, wie wuerdelos ist das denn.

11.09.2007 | 22:08

Kommentar #8 von vert:

allerdings ist es seit altersher kein geheimnis, dass man mit gummistiefeln keine rolltreppen (im fachjargon: fahrtreppen) benutzen soll. hier eine kurze erklärung:
http://www.wdr5.de/service/service_kleine_anfrage/926840.phtml
dies inkludiert in meinem verständnis wenig überraschend auch gummiSCHUHE; soviel abstraktionsvermögen müssen rolltreppennutzerInnen schon mitbringen.
damit also kein unglück geschieht, sind vielfach in der provinz (z.b. hamburg hbf) die rolltreppen mit entsprechenden piktogrammen gekennzeichnet. der obige beitrag behandelt also offensichtlich ein klassisches berlin-, new york-, rio-, tokyo-problem.

11.09.2007 | 23:14

Kommentar #9 von Frau Dachs:

Lieber Alex,
auch auf die Gefahr hin, dass mir hier Bastiansickness vorgeworfen wird, denn die obigen Kommentare Deinerseits lassen mich auf ehrliches Interesse schliessen: es ist der Dativ. Vor wem? Den Füssen.
Ist aber auch nicht so wichtig, freuen wir uns lieber, dass der Klimawandel (oder was) das Tragen dieser Dinger nun inzwischen unterbunden haben sollte.

12.09.2007 | 14:25

Kommentar #10 von Bastian Sick:

Wegen Bastiansickness aus dem Blickfeld entfernt.

12.09.2007 | 15:38

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