27.08.2005 | 18:46 | Fakten und Figuren | Sachen kaufen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Wir hatten (bewiesenermaßen als Einzige) bereits Tiki und Hawaii als nächste Trendwelle ausgemacht. Vielleicht werden wir auch die Einzigen bleiben, denn nun stellt die Firma CityLimit Hawaii-Werkzeuge vor. Geblümte Hämmer, blütenverzierte Bohrmaschinen – wenn man der Blumenmuster-Definition von Hawaii-Accessoires folgt, die City Limit offenbar verfolgt, dann gab es Anfang 2001 mit dem iMac Flower Power einen Very Early Adopter dieses Trends. Wie dem auch sei, allein gespeist aus einem zeitgeistorientierten Bauchgefühl postulieren wir folgendes Axiom: Ein Trend gilt offiziell als totgeritten, wenn entsprechend gestaltetes Werkzeug auf den Markt kommt. Bis zum Beweis des Gegenteils ist Tiki nun tot, alle nachfolgenden Erscheinungen werden von uns als zufällig, epigonal oder in ihrer unleugbaren Häufung dann als Retro abgetan.
Dieser Beitrag ist ein Update zu: Hawaiiirritationen
25.08.2005 | 18:10 | Anderswo | Vermutungen über die Welt
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Die Zeiten für Bauern scheinen immer schlechter zu werden. Subventionskürzungen, Preisverfall bei Agrarprodukten, Billigimporte (wahrscheinlich aus China!) – der gemeine Landwirt hat offenbar kaum noch Chancen, seine Familie angemessen zu ernähren. Die in der Marktwirtschaft natürliche Folge ist die Suche nach Ersatzeinnahmequellen. So wird das seit einiger Zeit praktizierte Kuhleasing immer erfolgreicher, andere Bauern bieten tolldreist Arbeitsferien an, für die man unter Umständen sogar bezahlen muss. Da ist eine naheliegende, harmlos daherkommende Variante, sein Heu zu Geld zu machen. Und zwar mit Werbung, wie man sieht. Über die marktüblichen Richtwerte kann man errechnen: bei einem TKP (Tausendkontaktpreis) von 30 € und vor Ort geschätzten vier Passanten pro Tag kommt der Werbebauer auf Zusatzeinnahmen von 3,60 € pro Monat. Da ein solches mehrfarbig geplottetes Riesenplakat etwa 1.200 € kostet, hat sich die Investition bereits nach 27,7 Jahren amortisiert und beginnt dann, Reingewinn abzuwerfen. Aber Landwirte sind ja gewohnt, langfristig zu denken.
25.08.2005 | 17:18 | Anderswo | Sachen anziehen
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Gerade als südländisch wirkender Mensch sollte man derzeit in einigen Städten besser nicht nach der U-Bahn sprinten – und schon gar nicht mit einem Rucksack. Eine gesellschaftliche Lösung für dieses Problem ist nicht in Sicht. Ein individueller, modezentrierter Workaround ist aber klar, im wahrsten Sinn des Wortes. Wie TTR2 hier korrekt vorschlug, verhindert ein durchsichtiger, mit unverfänglichen Dingen gepackter Rucksack ungewollte Kopfschüsse. Ein ähnliches Modell ist hier zu erwerben. Da sich die Verdächtigungsmaschinerie offenkundig auf Rassenmerkmale einschießt, eignet sich der Transparenztrend auch für hellhäutige Blonde, um sich mit den pauschal Verdächtigten zu solidarisieren. Transparency International!
25.08.2005 | 16:48 | Anderswo | Alles wird besser
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Es gibt Probleme, derer man sich erst bewusst wird, wenn man die Lösung dafür sieht. Getränkedosen etwa führt man mit dem Trinkbereich zum Mund – und der wird vorher alles andere als hygienisch transportiert und gelagert. Im besten Fall ist das Fritieröl an den Händen der Imbissfachkraft noch so heiß, dass alle Keime beim Anfassen abgetötet werden. Dieses Problem wurde durch zigarettenspitzenartig alberne Aufsätze zwar schon mal gelöst, aber so etwas möchte ja niemand ständig mit sich herumtragen. In Italien, genauer gesagt in Mailand, wurde die nebenstehende Lösung gesehen. Es handelt sich um eine Art Dosenkondom, eine Schutzfolie, die über den Trinkbereich gestülpt ist. Die so geschützte, saubere Dose hätte schon aufgrund des Placebo-Geschmackseffektes bestimmt viel besser geschmeckt. Wenn es sich um vernünftige Coke gehandelt hätte und nicht nur um Pepsi.
25.08.2005 | 13:51 | Alles wird besser | Vermutungen über die Welt
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Seit Jahren, ach was, Jahrzehnten werden uns ein ums andere Mal von Medien und Werbung die Superlative um die Ohren geschlagen, selbst wenn das Begründungsfundament dafür fragwürdig ist: die größte Online-Partneragentur für langfristige Beziehungen (Parship), das schönste Dankeschön (Walmart), das beste Waschmittel aller Zeiten (Persil). Ebenso wie uns scheint es einem Optiker aus Linz mit dem ewigen Wettkampf um den ersten Platz gereicht zu haben. Er preist sein Produkt als "zweitkleinste Lesebrille der Welt" an. Ist das die Speerspitze der Neuen Bescheidenheit in der Werbung? Vielleicht bekommen wir demnächst solche Werbetexte zu sehen: "Ein relativ okayes Produkt für einen mittelguten Preis!" Die Riesenmaschine wird Sie auch weiterhin am zweitbesten über die Entwicklung auf dem Laufenden halten.
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IN DER RIESENMASCHINE
ORIENTIERUNG
SO GEHT'S:
- Nebel (schluckt Hässliches)
- Klo wegwerfen (statt putzen)
- Geld (nicht so anstrengend wie Arbeit)
- Transferperiode ausnutzen
SO NICHT:
- Wasserbüffel zum Frühstück
- Als Mann alleine nachts Damenfussball spielen
- betrznkn Beiträgschreiben
- Steckrübenschloss
AUTOMATISCHE KULTURKRITIK
"Herr Pilipenko und sein U-Boot", Jan Hinrik Drevs/Rene Harder (2006)
Plus: 6, 16, 45, 51, 56, 75, 153, 157 Minus: 38, 113, 126, 155 Gesamt: 4 Punkte
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