Riesenmaschine

08.01.2008 | 15:34 | Alles wird besser | Zeichen und Wunder

How low can you go?


Niedlich, aber ein bisschen retardiert. (Foto, Lizenz)
Man kann sich das Briefing für den Claim zur Einführung des neuen Fiat Cinquecento vorstellen: International verständlich sollte er sein, auch für Kulturkreise, in denen nur rudimentär Englisch gesprochen wird. Ein Claim von elementarer Einfachheit. So wie "Me Tarzan, you Jane!" Gleichzeitig einer von urwüchsiger Wucht und Durchschlagskraft, der ans menschlich allzumenschliche Selbstverständnis rührt und die Tür zu den letzten Dingen mehr als nur einen Spalt breit aufstösst. So wie das Hamletsche "To be or not to be ..." Und dann natürlich mittig auf der Strategie liegen, die das Göttliche der kleinen, einfachen Dinge beschwört, und selbst schlicht und generisch sein. So wie Volkswagens "Das Auto." Herausgekommen ist: "You are, we car." Sic. Es wird langsam eng auf dem Feld der semantischen Commodities. Dahinter beginnt das Reich des wirren Gestammels. Erst danach kommt Schweigen.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Binnenmajuskel. Wieder. Da.


05.01.2008 | 00:00 | Alles wird besser | Zeichen und Wunder | Gekaufte bezahlte Anzeige

Europep, das crazy neue Ding


Kulturkritiker Baron Barock: "Europep ist Modern Talking meets Miami Vice auf Rädern." (Dieses Bild wurde vorsichtshalber entfernt und taucht wieder auf, sobald sich die Autorin oder der Autor um die Klärung der Bildrechte gekümmert hat.)
Hey Kids! Kennt ihr das nicht auch? Ihr surft mit euren Stromrechnern im Cybernet herum und dann sind da nur noch megaöde Seiten? Und im Klingelton-Abo gibt's auch nichts mehr, was fetzt? Da fehlt der Pep? Damit ist jetzt Schluss! Denn Europep.net hält täglich neue ultra-angesagte Fotos von den peppigsten Kotflügeln Berlins für euch bereit! Und nicht nur das, auch locker-flockig bedruckte Europep-Shirts kann man dort kaufen. "Das ist ja voll das art project", denkt ihr – und ihr habt recht! Mit den Worten von Moritz Metz, dem Macher von Europep: "Die Pepkultur-Spirale überschreibt sich alle zehn Jahre. Heute dürfen es mal wieder die crazy Nineties sein! Denn abgedroschen ist was anderes." Besser hätten wir's selbst nicht sagen können. Tja, Pepkultur – ein Ding, das keiner voll aussinnt!


01.01.2008 | 22:12 | Berlin | Alles wird besser | Was fehlt

Wunschzettel 2008: In Modulen handeln


Zum Beispiel hier.
(Foto: marmouzet) (Lizenz)
Das Park- und Grillmüllproblem ist in Berlin nur unzureichend gelöst. Allerdings würde eine Erweiterung der dafür vorgesehenen Behälter nichts bringen, weil in sie immer zu wenig reinpasst, ganz egal, wie gross sie sind. Wesentlich sinnvoller wären hingegen auswechselbare Rasenflächen: Morgens um fünf wird der Rasen wie ein grosses Tischtuch an den Ecken genommen, mit dem ganzen Müll zu einem grossen Knäuel verknotet und fachgerecht entsorgt. Danach legt man einfach einen neuen Rasen auf den Park, fertig. Für 2009 wünschen wir uns dann eine Ausweitung dieses Prinzips auf Strassen und Bürgersteige.

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29.12.2007 | 14:17 | Berlin | Alles wird besser | Was fehlt | Listen

Wunschzettel 2008: Berlin ans Meer


Geht doch.
Schon viele haben es gefordert, wir jetzt also auch: Berlin braucht endlich Berge und Meer direkt neben der Stadt. Beim Thema Meer ist das einfach, die Zeit arbeitet für uns, denn wenn der Meeresspiegel noch um rund 30 Meter steigt, wird Berlin zur Küstenstadt – weshalb der geplante Neubau des Vattenfall-Steinkohlekraftwerks Klingenberg vorbehaltlos unterstützt werden sollte. Für Berge müsste man sich hingegen auf die Plattentektonik verlassen, ein langer, zäher und nicht besonders zuverlässiger Prozess. Hier sind die Parteien gefordert.

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26.12.2007 | 18:06 | Berlin | Alles wird besser | Was fehlt

Wunschzettel 2008: Badegastausgleich


Foto: minijoan / Lizenz
Das winzige Badeschiff vor der Arena ist immer brechend voll, die riesige Spree fast menschenleer, das kann nicht richtig sein. Für eine gleichmässigere Verteilung der Badegäste schlagen wir vor, einfach sauberes Wasser in die Spree zu füllen, das schmutzige Spreewasser dafür ins Badeschiff zu leiten. Wahlweise könnte eine Plakatkampagne zur allgemeinen Schmutzdesensibilisierung der Berliner das Badeplatzproblem lindern. Die Inder baden schliesslich auch im Ganges, und der ist bestimmt noch viel dreckiger.

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