13.03.2006 | 06:06 | Anderswo
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.) Jetzt, wo offenbar eine gewisse Stagnation in den Innovationsabteilungen der Softdrink-Hersteller festzustellen ist, und man auch nur noch lustlos neue Biersorten entwickelt, ist auf der anderen Seite wohl noch lange nicht abzusehen, wann man aufhört, am Wasser herumzufummeln, als ob kaltes und heisses Wasser nicht reichen würde. Die Branche selbst bezeichnet das Zeug als "Functional Drinks", "Near Water" oder "Frivolisierendes Wasser". Österreich ist diesbezüglich nicht nur Pionier im Basteln mit Wasser, sondern auch bereits mehrfach gesättigt, durch die zwei konkurrierenden Mineralwasserabfüller Vöslauer und Römerquelle, die beide ein breites Sortiment an geschminktem Wasser anbieten, unter anderem mit Koriander, Melisse, Rosen, Essig, Pfeffer, und man denkt, jetzt reichts auch hier langsam, aber Römerquelle startet die Sommersaison mit einer neuen Offensive, jetzt kommen die Früchte und Aromen, von denen noch nie jemand etwas zuvor gehört hat, und der Marula sollen noch weitere folgen. Warum eigentlich nicht gleich ein Wollemiawasser, wenn man jetzt schon direkt an der Quelle sitzt?
Dieser Beitrag ist ein Update zu: Durst? Grünwein!
11.03.2006 | 18:29 | Anderswo | Supertiere | Sachen kaufen
In der Klassengemeinschaft der Länder ist Russland der zweimal sitzengebliebene Riese, der als einziger schon im Stimmbruch ist, die USA sind der Bandenchef mit dem Hobby Katzen anzünden und Deutschland ist der Streber mit den Kugelschreibern in der Brusttasche, von dem in Mathe alle abschreiben. Japan ist der dickbebrillte Autist, der im Unterricht Zinnblumen lötet. Trotzdem steht Traumgirl Sabine aus der 10a irgendwie auf ihn. Und warum? Weil er auf merkwürdige Art sehr unterhaltsam ist. Diese arg bemühte Metaphernkaskade soll letztlich darüber hinwegtäuschen, dass mir keine Erklärung einfällt, weshalb soviele japanische Spielzeuge wie dieses Aufziehsumospiel im Plastikklappköfferchen Stunden und Stunden puren Spass für die ganze Familie bringen.
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.) Ähnlich, aber ganz anders verhält es sich mit dem weiter unten abgebildeten Spielzeug. Es sind ferngesteuerte Kampfkäfer. Ferngesteuerte Kampfkäfer! Allein in dieser Wortkonstruktion kann man sich tagelang suhlen wie in einem warmen, duftenden Schlammloch. Wir möchten also nicht nur der Firma Sega danken, die diese Käfer möglich gemacht hat, nicht ohne auch baumstammoide Fernsteuerungen dazu anzubieten, sondern wir danken dem Japaner an sich für seinen Hang zur putzigen Pfiffigkeit (was nicht unbedingt eine Wortkonstruktion zum drin suhlen ist).
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
09.03.2006 | 17:34 | Anderswo
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.) Es sind immer wieder dieselben selbsternannten Connaisseure, die sich über belgisches Bier echauffieren, deren eigentlicher Anspruch ans Bier ist, dass man sich damit ordentlich volllaufen lassen kann, mit welchem, ist ihnen schnuppe, Hauptsache kein belgisches. Das ist ja auch alles schön und gut, das Saufen um des Volllaufens, und das Klischee um des Klischierens willen. Aber man soll doch bitte einmal differenzierter hinsehen, dass sie ja nicht nur Clownsgetränke wie Senfbier und Weinbier produzieren, sondern auch wirklich schmackhafte und gutheissende, wie jenes nach einer Schnepfenart benannte Kirschbier Kriek Bekasse und der weltbekannte Plötzliche Himbeertod (Mort Subite Framboise), und sie haben soviel von dem herrlichen Zeug, dass es immer nur in kleinen Gläschen ausgeschenkt wird, damit man alles durchkosten kann, ohne davon besoffen zu werden, auch wenn man, wie der Belgier, von Morgens bis Abends trinkt. Letztes Wochenende stellte das Traditionsbrauhaus Jupiler das erste Leichtbier des Landes vor, das aber einhellig abgelehnt wird, es sei vergleichbar mit dem als Grachtenwasser verächtlich gemachten Heineken des östlichen Nachbarn. Dass die Einführung eines Schwachbieres die Titelseiten aller Zeitungen des Landes dominierte, und nur mit dem toten Walfisch von Nieuwpoort konkurrieren musste, macht das Land noch sympathischer, in Zeiten in denen anderswo mit Vogelgrippenkadaver aufgemacht wird, und Ungarn die erste Müsli-Salami präsentiert.
Dieser Beitrag ist ein Update zu: Der hier verlinkte Beitrag existiert gar nicht.
07.03.2006 | 19:18 | Anderswo | Fakten und Figuren
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.) (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Welchen Sinn hat es, Ingenieuren an der Universität beizubringen, wie man ein Problem möglichst einfach, effizient und benutzerfreundlich löst, wenn sie später ihren Lebensunterhalt mit der Entwicklung von, sagen wir, Motorola-Handys verdienen müssen? Aus dieser vernünftigen Einsicht heraus hält die Purdue University schon seit vielen Jahren den Rube Goldberg Contest ab, bei dem es darum geht, ein Problem in möglichst vielen komplizierten, umständlichen und ineffizienten Schritten zu lösen. Dasselbe Team, dem es im letzten Jahr gelang, in immerhin 125 Schritten die Batterien einer Taschenlampe zu wechseln, gewann dieses Jahr mit der Vernichtung von fünf Blatt Papier in 215 Arbeitsschritten. Thema ihrer Arbeit: "The Rube Machine Ate My Homework". Am 1. April geht es auf nationaler Ebene weiter. (Quelle: MAKE-Blog)
06.03.2006 | 11:20 | Anderswo | Alles wird besser
 (Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Aus ungeklärten Gründen befassen sich Menschen seit langer Zeit damit, runde Dinge, Bälle oder auch Papierkugeln, möglichst genau von weitem in Körbe zu werfen. Europäer, seit jeher ein wenig ungeschickt, nennen das "Handball" und ihre "Körbe" sind mehrere Meter gross. Grossgewachsenen Amerikanern zahlt man sehr viel Geld dafür, dass sie ab und zu mal in geradezu winzige runde Körbe treffen. Jeder hat sein Geheimnis; in aufwändigen Trainingseinheiten wird jede Fingerbewegung geübt. Man denkt beim Wurf an die Ehefrau, an Gott, Giraffen oder auch an gar nichts. Das Ergebnis der komplizierten Prozedur ist mager und deprimierend: Typische Trefferquoten bei Würfen von der Dreipunktelinie, das heisst so sieben Meter vom Korb entfernt, liegen so zwischen 30 und 40%. Einzig beruhigend daran ist, dass es kein einziges Tier besser kann.
Doch jetzt hat Jason McElwain herausgefunden, wie es funktioniert: "You gotta be focused on the game. Not anything else." Um die Wirksamkeit des schlichten Erfolgsrezepts zu demonstrieren, warf der 17jährige Schüler aus Rochester innerhalb der letzten vier Minuten eines Basketballspiels 20 Punkte, davon sechsmal von der Dreipunktelinie. Zum Vergleich: In einem zu nationalem Grössenwahn führenden Saisonspiel der L.A. Lakers erwarf Kobe Bryant, eine Art Gott, 81 Punkte in 41 Minuten. Das ist pro Minute weniger als halb soviel wie McElwain. Noch ein winziger Unterschied: McElwain hat vorher noch nie Basketball gespielt. Ausserdem ist er Autist.
Einfach nicht ablenken lassen also, soso. Muss es eigentlich sein, dass ihr Autisten bei allem besser sein wollt? Reicht es nicht, wenn ihr uns beim Telefonbuchauswendiglernen und beim Quadratwurzelziehen bei jedem Turnier in die Schranken weist? Aber ihr könntet statt dieser Ballwurfgeschichte mal versuchen, geschickter Bäume zu fällen als der Biber, das wäre ganz praktisch. Einfach auf den Stamm konzentrieren.
... 118 119 120 121 122 [123] 124 125 126 127 128 ...
|
IN DER RIESENMASCHINE
ORIENTIERUNG
SO GEHT'S:
- Gaufrierkalander
- krasse Moves
- Bürstenbiopsie
- Zwitschergevögel
SO NICHT:
- Quadratur des Kreises
- Stadtschreiber schurigeln
- Hörspielbeschallung auf Kneipentoiletten
- ultrakrasse Moves
AUTOMATISCHE KULTURKRITIK
"Nachbeben", Stina Werenfels (2006)
Plus: 3, 10, 31 doppelt, 44 Minus: 2, 91, 92 Gesamt: 2 Punkte
KATEGORIEN
ARCHIV
|
|