Riesenmaschine

08.08.2005 | 14:38 | Anderswo | Essen und Essenzielles

Pfefferminzkaviar


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)

(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Zufall, Verschwörung, Synchronizität oder Minzkonglomerat: Stimorol und Läkerol sind offenbar gleichzeitig auf eine so wenig naheliegende wie mittelüberzeugende Idee verfallen: Kaviar mit Minzgeschmack. "Erlebe mit den einzigartigen Perlen unverzügliche und intensive Minzen-Frische". Die Schönheit der transparenten Kügelchen gibt Anlass zu unverzüglichen und intensiven spitzen Entzückensschreien, der Geschmack ist dagegen, na ja, Pfefferminz eben. Zurück bleibt ein gelatinöses Häutchen auf der Zunge. Aber man kann ja die übrigen 23 Stück in ihrer kleinen Vitrine lassen und noch ein wenig bewundern.


06.08.2005 | 17:40 | Anderswo | Vermutungen über die Welt

Trolleyspotting


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Die liebevoll gestaltete und gepflegte Website www.trolleyspotting.co.uk ist ein Projekt der Britischen Künstlerin Adele Prince, das sich der Erforschung heimatloser oder ausgebüchster Einkaufswagen widmet. Auf interaktiven Stadtplänen der bisher erforschten Städte Nottingham, Portsmouth und London wird der genaue Standort vermerkt, das Objekt fotografisch dokumentiert und per GPS die zurückglegte Distanz zum Heimatsupermarkt ermittelt. Prince beschreibt ihre Versuchsanordnung in einer Ankündigung: "The shopping trolleys that have been abandoned (or 'liberated') from supermarkets manage to travel quite some distance from their 'home' supermarket, and often start to acquire items as they go. The website allows you an insight into the private lives of shopping trolleys which have escaped the supermarkets." – Wer immer schon den leisen Verdacht hegte, dass es sich bei Einkaufswagen um intelligenzbegabte Wesen mit ausgeprägtem Freiheitsdrang handelt, wird nach Besuch der Website um einen Zweifel ärmer sein.


04.08.2005 | 16:58 | Anderswo | Fakten und Figuren | Vermutungen über die Welt

Amerika trainiert für die Klimakatastrophe


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im
20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)Themenschwerpunkt der Riesenmaschine heute: das Wetter. In amerikanischen Großstädten kann man derzeit ausprobieren, wie sich der August 2100 in Berlin anfühlen wird. Toronto zum Beispiel feiert heute den 20sten
"Hitzealarm" des Jahres (letztes Jahr: insgesamt zwei), definiert ungefähr als "Tag mit so hohen Temperaturen, dass die Menschen wie die Fliegen sterben, und dann noch dieser Smog, ohmygod". Was Hitzealarm in der Schule bedeutet, wissen wir so ungefähr, nämlich mehr Zeit fürs Freibad, aber was heißt es in einer Großstadt? Überraschenderweise exakt dasselbe, denn Schwimmbäder sind plötzlich bis tief in die Nacht richtig offiziell geöffnet. Konsequenz: In 100 Jahren werden die Kinder verlernt haben, wie man nachts über Schwimmbadzäune klettert. Weitere wichtige Veränderungen, über die wir nachdenken sollten: Für Menschen ohne Klimaanlage benötigt man sogenannte "Abkühlzentren", in denen steuerfrei gejammert werden darf. Und: Wir brauchen dringend mehr Strom. Strom ist das neue Gold, man wird mit dem Schlachtruf "Blut für Strom" in den Krieg ziehen, und Menschen werden heimlich Strom im Keller einlagern, für "schlechte Zeiten". Denn man will, nein, man muss Klimaanlagen betreiben, aber auch frische Luft in den Raum lassen, dann benötigt man Lüfter, um die doch nicht so frische Luft wieder hinauszublasen, gleichzeitig mehr Licht, weil die Fenster immer abgedunkelt sind, und natürlich Legionen von "Heavy Duty"-Kühlschränken – ganz zu schweigen von der Heizung, damit man wegen der ganzen Kühlmaßnahmen nicht auch noch friert.

Aleks Scholz | Dauerhafter Link


04.08.2005 | 02:04 | Anderswo | Alles wird besser

Schießen ins Zielscheibe


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Dass unsere neuen tschechischen Nachbarn dem Terror als solchem nicht so undifferenziert kritisch gegenüberstehen wie etwa die USA, dachte man sich schon angesichts des tschechischen Softdrinks "Semtex". Und so enthält auch die Broschüre "Ausflüge Sport Kultur Relax" des tschechischen "Infozentrum Lipno nad Vltavou" neben beschaulichen Beschäftigungen wie "Český Krumlov ... nächtliches Fliessen auf dem Raft" folgenden Freizeitgestaltungsvorschlag:
Schiessen in Český Krumlov – Haben Sie schon mal Lust gehabt um schießen ins Zielscheibe auszuprobieren? Sie können wählen aus Polizei Pistole, Kleinkalibergewähr und Maschinenpistole Kalaschnikow mit 80 Patronen.
Und da dachten wir, wir müssten für dieses Vergnügen bis nach Las Vegas fahren. Danke, herrliches Tschechien, danke, vorbeier Kalter Krieg, danke Europäische Union! Montag und Donnerstag ab 13:00, 1000 Kronen (ca. 30 Euro) pro Person. Alle Angaben erfolgen ohne Kleinkalibergewähr.


03.08.2005 | 03:42 | Anderswo | Fakten und Figuren | Vermutungen über die Welt

Die Welt mit den Augen der Welt


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Oft denkt man ernsthaft darüber nach, in welches Land man wohl auswandern müßte, um richtig froh zu werden. Schweres Problem, viel leichter ist es zu klären, in welches Land man auswandern muss, damit alle anderen sofort denken, man wäre richtig glücklich. Exakt diese Frage beantwortet der vierteljährlich erscheinende Nation Brand Index von Anholt GMI. Oder auch: Wie wird die jeweilige Nation als "Marke" außerhalb des Landes wahrgenommen? Hier die aktuelle, soeben erschienene Rangfolge: Australien, Kanada, Schweiz; Deutschland auf Platz sieben von insgesamt 25, USA auf elf, ganz hinten Länder wie Russland oder die Türkei, wo man ohnehin nicht hin will. Zwei Anmerkungen: 1) Für das ehrgeizige Deutschland ist es natürlich ein riesiger Erfolg, vor Holland, Frankreich und den USA gelandet zu sein! Klar! Und auch noch vor Polen! 2) Kanada hätte dagegen mit großer Wahrscheinlichkeit gewonnen, wäre schon früher klargewesen, dass selbst die Flugzeugabstürze in Kanada ungefährlich sind. Auswandern ist nämlich doch eine Lösung.


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Minus: 8, 59, 89, 174, 207 doppelt
Gesamt: 8 Punkte


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