Riesenmaschine

11.06.2005 | 10:59 | Anderswo

Tactile Graphics


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Das amerikanische Grafikstudio Photo Form LLC hat eine Technik entwickelt, die Kachel-Basreliefs von zweidimensionalen Bildern erzeugt. Das Photo-Cast-Verfahren verbindet digitale Technologie mit traditioneller Handwerkskunst und wird schon jetzt nicht nur in der Blindenpädagogik eingesetzt. Ob für den persönlichen oder kommerziellen Gebrauch: Einfach das Lieblingsfoto oder Firmenlogo an Photo Form schicken, das Material der Kachel auswählen, 4-6 Wochen warten, und man bekommt eine dreidimensionale Reproduktion der Vorlage zurück.


11.06.2005 | 07:51 | Anderswo | Alles wird besser | Sachen kaufen | Essen und Essenzielles

Xtreme Brewing

Gerüchte besagen, man könne jenseits des Atlantiks nur trübes amerikanisches Dünnbier aus vergilbten Dosen trinken. Dies ist eine grobe Vereinfachung. In Wahrheit nämlich gibt es nicht nur deutsches und tschechisches Bier, sondern auch belgisches und japanisches Bier, ungarisches Bier, thailändisches Bier, englisches Bier, fränkisches Rauchbier und kanadisches Hanfbier, "Outmeal Stout", "Organic Lager", "Cool Beer", "Honey Brown" und "Tankhouse Ale", um einige wenige Beispiele zu nennen. Und wenn man alldem nichts abgewinnen kann, dann besteht immer noch die Möglichkeit, sich z. B. bei "Fermentations" ein spezielles Bier nach eigenen Wünschen brauen zu lassen. Spezialität: "Xtreme Beers", mit vielversprechenden Namen wie "Thor's Hammer" (so bitter wie es nur geht) und "Hadrian's Wall" (so stark wie möglich). Einziger Nachteil, zugleich Warnung: Alle diese herrlichen Getränke enthalten Alkohol.

Aleks Scholz | Dauerhafter Link


11.06.2005 | 00:47 | Anderswo | Fakten und Figuren | Zeichen und Wunder

Kleingeld jetzt noch kleiner


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Zunächst liest es sich wie ein Hoax, und dass Begriffe wie "Trigatron" im Text auftauchen, macht die Sache nicht besser: Der Kalifornier Brian Basura betreibt in seiner Garage ein Gerät, das mit Hilfe eines elektromagnetischen Feldes und etwa 10.000 Megawatt Energie Münzen schrumpfen lässt. In einem Wired-Beitrag vom Mai 2005 heißt es zur Erklärung, die Moleküle des Geldstücks rückten dabei ein wenig näher zusammen, was erst mal nachvollziehbar scheint – mit Kohle und Diamant verhält es sich schließlich nicht anders. Bei boingboing.net wird korrigiert: Da die Münzen aus Metall bestehen, seien es Atome, keine Moleküle, die da näher zusammenrückten. Vermutlich ist es aber, diese Erkenntnis verdanke ich einer Wette und dem anschließenden Googlemarathon, vielmehr so, dass die Münze zwar kleiner, aber auch entsprechend dicker wird. Die Erklärung auf der Teslamania-Website hilft in dieser Frage nicht wesentlich weiter. Rätselhaftes Kleingeld.


09.06.2005 | 17:31 | Anderswo | Alles wird besser

delete!


(Aus historischen Rechteklärungsgründen ist hier kein Bild. Aber im 20 Jahre Riesenmaschine-PDF gibt es entweder ein Bild oder eine Bildbeschreibung.)
Vom 6. bis zum 20. Juni läuft die Installation delete! des Kunsthistorikers Christoph Steinbrener und des Grafikers Rainer Dempf in der Neubaugasse, einer Einkaufsstraße in Wien. Zwei Wochen lang werden alle Werbeaufschriften, Reklameschilder, Piktogramme, Firmennamen und -logos einfarbig verdeckt. "Ein schrecklicher Verdacht", so Demp im Standard, "ist, dass die Leute es einfach nur für Werbung halten, weil sie sich gar nichts anderes mehr vorstellen können. Nach zwei Wochen erwarten sie sich eine Auflösung, was das Ganze denn war. Aber es kommt nix." Klar, dass die Künstler sich als "subversiv" und ihr Projekt als "Statement" bezeichnen. Aber vielleicht sieht es ja auch einfach ganz gut aus.


09.06.2005 | 06:52 | Anderswo | Alles wird besser | Papierrascheln

Overdose

Es gibt mehrere, ganz verschiedene Gründe, in Kanada zu leben. Einer davon ist DOSE, das täglich erscheinende, kostenlose Stadtmagazin. Während die meisten Nachrichtenmagazine ihre Webseiten so gestalten wie die Printausgabe, wählte man hier den umgekehrten Weg – DOSE ist eine Art "website to go". Angesichts des amerikanischen Zeitungsverteilmodells, das im Wesentlichen auf Blechkisten an Kreuzungen beruht, ist klar, dass der typische DOSE-Leser gerade auf die Straßenbahn wartet. Daher ist Knappheit das Grundprinzip – wer Ausführliches will, kann auf sauber verlinkten Webseiten weiterlesen. Man erfährt, wieviele US-Bürger eine Petition unterschrieben, die ein Wahlrecht für Untote fordert, wie Roboter demnächst den Barkeeper ersetzen werden und was diese Woche die gefährlichsten Orte der Welt sind. Fakten, die nachdenklich stimmen ("One Canadian in six keeps his or her bills in random piles around the house."), unverzichtbare Veranstaltungshinweise ("Hawaii's Kauai Polo Club season opens this Sunday. Tally friggin' ho, dude.") sowie das hilfreiche Horoskop ("This morning you will either buy a Mini, shrink to the size of an ant or buy 10 mini dough-nuts. Everything will be small.") füllen die zahlreichen, übersichtlich angeordneten Lücken. Der Stumpfsinn des täglichen Weges zur Arbeit hat hiermit ein Ende.

Aleks Scholz | Dauerhafter Link


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